Lionsclub Vallendar:
Stolpersteine erinnern an die Menschen, die im Nationalsozialismus ermordet wurden
Vallendar. Am Sonntag, 23. Februar, wurden in einer feierlichen Stunde unter großer Beteiligung der Vallendarer Bevölkerung acht Stolpersteine in der Ortsmitte der Stadt Vallendar verlegt. Der Lionsclub Vallendar stiftete vier der 10x10 cm großen, mit beschrifteten Messingtafeln versehenen Pflastersteine, die in die „Fußgängerzone“ eingelassen wurden. Sie nennen Namen, Daten und das furchtbare Geschehen. Sie sind klein und fast unscheinbar, aber sie halten die Erinnerung an die jüdischen Mitbürger wach und mahnen die Nachwelt.
Die Idee zu diesen Gedenksteinen stammt von dem Kölner Bildhauer Gunter Demnig. Er setzte sich dafür ein, dass an die Vertreibung und Vernichtung genau an den Orten erinnert wird, wo sie ihren Ausgangspunkt nahmen - nämlich unter uns!
Für Demnig war entscheidend, dass das Gedenken personifiziert und in unsere Lebensmitte gerückt wird, und Erinnerungsmerkmale nicht weitab liegen, wie zahlreiche nach 1945 entstandene Gedenkstätten, die man nur selten sieht oder auch links liegen lassen kann. Es gehört zu den vornehmsten Aufgaben der Lionsbewegung, für Toleranz und Verständigung zu arbeiten, aktiv für die bürgerliche, kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft einzutreten. Die gestifteten Stolpersteine zur Erinnerung und Mahnung sind Teil dieser Aufgaben, denen sich der Lionsclub Vallendar in Vallendar gerne widmet.
