Allgemeine Berichte | 21.11.2012, 14:00 Uhr

Theaterpremiere in der Stadthalle

Die Vallendarer Laienschauspieltruppe „Fröhliche Geister“ brachte den „Etappenhasen“ von Karl Bunje auf die Stadthallenbühne

Hannes (Hans-Rudof Schlich), Gerd (Guido Kirst), Marie (Julia Suchatzki) und Freddy (Alfred Löhning) sorgen für beste Stimmung beim „Etappenhasen“.AND
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Vallendar.„Lieber den Hasen im Topf als die Katze auf dem Dach“, sagt sich Hannes und handelt dementsprechend. Eine lustige Geschichte beginnt. Und das sich viele daran erfreuen können, haben sie den „Fröhlichen Geistern“ zu verdanken. Die Vallendarer Laienschauspieltruppe brachte den „Etappenhasen“ von Karl Bunje auf die Stadthallenbühne. In der Militärsprache ist „die Etappe“ das Gebiet hinter der Front - da ist es in aller Regel gemütlich und weniger aufregend als in den vorderen Reihen. Doch jetzt ist von ruhiger Gelassenheit überhaupt keine Spur. Denn erstes hat man Hunger und zweitens taucht, wie gerufen, ein erlegter Hase auf, der sich förmlich anbietet, den Hunger nach vielen Entbehrungen im Feld zu stillen. Ja, und es ist auch Marie da, die ebenso Begehrlichkeiten weckt, aber unwillig ist - zumindest solange, bis Soldat Gerd die gute Stube betritt. Besondere Unruhe kommt auf, als Hasenbein den erlegten Hasen vermisst. Auch dem Leutnant fehlt der richtige Überblick und Freddy scheint sowieso alles egal zu sein, Hauptsache es kommt etwas auf den Teller. Zum Schluss kommt raus, dass alle Bemühungen nicht für die Katz waren. Die Theatergruppe der „Fröhlichen Geister“, die seit gut dreißig Jahren fast jedes Jahr zwei Komödien auf die Stadthallenbühne bringen, ist ein Phänomen. Immer spielen sie mit Schwung und viel Spaß an der Sache, authentisch sind sie alle. Sieht man Julia Suchatzki (Marie) auf der Bühne, entsteht der Eindruck, dass sie nie jemand anderes gewesen ist, als das „Meisje aus Flandern“. Und Hans-Rudolf Schlich (Hannes) ist so, wie er ist, und spielt wunderbar. Alfred Löhning (Freddy) hat das „schelmisch Sein“ mit Löffeln gegessen und so kennen wir ihn - klasse, professionell. Alfred Urwer ist Hasenbein, nein, kein Hasenfuß, darauf legt er besonderen Wert, textsicher, toll gespielt, witzig. Guido Kirst (Gerd) steht rollenbedingt etwas im Hintergrund, trotzdem voll präsent und authentisch, genau so ist er, der junge Soldat, wenn die Magd ihm den Kopf verdreht, und da ist alles andere unwichtig. Konrad Weber macht den Leutnant, stattlich, die Uniform steht ihm, die richtige Rolle für den richtigen Mann, erste Garnitur. Dem Publikum gefiel die Premiere, die dieses Jahr Dietmar Klug inszenierte. Toll gemacht, mit einen guten Schuss Lokalkolorit. Viel Szenenapplaus, langer Schlussapplaus, mehrere Vorhänge - wirklich schön gespielt - ansehen lohnt sich. Jeder weiß, mindestens so viele wie auf der Bühne stehen dahinter. Den Bühnenbau schafften die Pensionäre und Rentnern, für die Technik war Bernd Alex zuständig, das Bühnenbild lag in der Verantwortung von Hans-Rudolf Schlich. Souffliert wurde von Ulla Alex und Ursula Schlich. Um die Abendkasse und weitere Organisation kümmerten Uwe und Heide-Marie Seehaus. Dagmar Sellner ist die Maskenbildnerin - auch hier: Wirklich gut gemacht!

Weitere Aufführungen: 23./24. November 20 Uhr, am 25. November 17 Uhr. Karten im Vorverkauf (wird empfohlen): Alte Apotheke und Schreibwaren Kolibri und an der Abendkasse. AND

Die Vallendarer Laienschauspieltruppe „Fröhliche Geister“ begeisterte einmal mehr ihr Publikum.

Die Vallendarer Laienschauspieltruppe „Fröhliche Geister“ begeisterte einmal mehr ihr Publikum.

Man ist sich nicht immer einig, und das zeigt man auch in Taten: Hasenbein (Alfred Urwer), Gerd (Guido Kirst) und Hannes (Hans-Rudolf Schlich).

Man ist sich nicht immer einig, und das zeigt man auch in Taten: Hasenbein (Alfred Urwer), Gerd (Guido Kirst) und Hannes (Hans-Rudolf Schlich).

Hannes (Hans-Rudof Schlich), Gerd (Guido Kirst), Marie (Julia Suchatzki) und Freddy (Alfred Löhning) sorgen für beste Stimmung beim „Etappenhasen“.Fotos: AND

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