Allgemeine Berichte | 24.09.2015, 11:15 Uhr

Dorfgemeinschaft Villiprott

Der Rödder Treff ist nun eröffnet

Vorstand, Vermieter und ein Teil der am Projekt beteiligten Rödder freuen sich über das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit.privat
298

Villiprott. Autofahrer wundern sich über die Straßensperrung an der Ecke Burgstraße/Dorfstraße in Villiprott. Dahinter sieht es nach Volksfest aus. Tische und Bänke stehen auf der Straße, es wird gegrillt, es gibt Getränke. Wer das Fenster herunterkurbelt, hört leise Töne einer Jazzgitarre durch die obere Dorfstraße schwingen. Wer neugierig wird, das Auto abstellt und sich die Sache näher ansieht, merkt schnell: Hier wird etwas Besonderes gefeiert. Die Dorfgemeinschaft Villiprott nimmt nach nur zehnmonatiger Umbauphase den Rödder Treff in der Dorfstraße 24 in Betrieb. Dabei handelt es sich um eine Begegnungsstätte für Jung und Alt, einen Treffpunkt für alle Villiprotter. Die Dorfgemeinschaft will damit für mehr Nachbarschaft im Dorf und für mehr Dorfgemeinschaft im Alltag sorgen, erläutert Vorstandsmitglied Jens Fitzke in seiner Begrüßungsansprache.

Die Idee für das Projekt stammt aus dem Sommer des vergangenen Jahres, als die Dorfgemeinschaft am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen hat. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung im September 2014 hat per Beschluss die Grundlage für den Dorftreff geschaffen. Etwa zur selben Zeit wurde der Dorfgemeinschaft das Haus Dorfstraße 24 zur Miete angeboten.

Dann ging alles sehr schnell, erzählt Michael Wulff, ebenfalls Vereinsvorstand: „Die Verhandlungen zum Mietvertrag waren sehr unkompliziert und schnell über die Bühne gebracht. Wir konnten schon im November mit den Renovierungsarbeiten beginnen und uns um weitere Sponsoren kümmern.“

Schon im Rahmen des Erntedankfestes 2014 war eine beachtliche Summe an Spenden für das Projekt zusammengekommen. Die Gespräche mit der Gemeinde und der Volksbank führten schließlich dazu, dass ein guter Teil der Investitions- und der laufenden Kosten nicht zu Lasten der Dorfgemeinschaftskasse gehen. Obwohl auch das funktioniert hätte, aber so können die Aktivitäten im Rödder Treff besser unterstützt werden.

Der Bautrupp hat von Oktober 2014 bis jetzt mindestens 1000 Arbeitsstunden in die Renovierung des Hauses gesteckt, erzählt Vorstandsmitglied Reiner Saam. Die größten Brocken waren dabei der Umbau der sanitären Anlagen, die Renovierung von Fußböden und Treppe, der Einbau neuer Fenster, einer neuen Küche und der neuen Heizungsanlage. Dass die Dorfgemeinschaft so schnell fertig geworden ist, hat sie nur der freiwilligen Mitarbeit und der Fachkenntnis der Beteiligten zu verdanken.

In den abschließenden Monaten des Umbaus ist dann auch das Programmteam tätig geworden und hat in kürzester Zeit und mit vielen guten Ideen den Veranstaltungskalender für den Rödder Treff gefüllt. Da ist mit Yoga-Kurs, Bastelnachmittagen, Erzähl-Cafe, offenem Treffpunkt, „Kicker und Co“ für jeden und für jede Altersgruppe was dabei , freut sich Barbara Bongardt mit Blick auf den Programmflyer, der noch am Wochenende an alle Haushalte in Villiprott verteilt wurde.

In ihren Grußworten sind sich Bürgermeisterin Renate Offergeld und Volksbank-Vorstand Josef Honnef darin einig, dass hier etwas Besonderes geschaffen wurde und dass die Unterstützung durch Gemeinde beziehungsweise Bank mehr als gerechtfertigt seien. Auch Ulf Hausmanns als Vertreter des Koordinationskreises der Wachtberger Heimat- und Brauchtumsvereine lobte das ehrenamtliche Engagement der Villiprotter.

Die etwa 150 Gäste der Einweihungsfeier nahmen die Gelegenheit wahr, das liebevoll renovierte alte Bauernhaus anzuschauen und mit den Beteiligten des Bautrupps und des Programmteams zu sprechen.

Dazu gab es Bilder von den Umbauarbeiten und ein Buffet mit Finger Food, zu dem alle etwas mitgebracht hatten. Draußen spielte Igor Lazarev noch ein paar Jazz-Standards auf seiner Gitarre, so dass der Abend mit dem schönen Gefühl ausklingen kann, etwas geschafft zu haben. Und mit der frohen Erwartung, dass nun bald Leben in den Rödder Treff kommt.

Die Dorfgemeinschaft Villiprott setzt sich seit 40 Jahren für Gemeinsinn und Nachbarschaft in Villiprott ein. Sie organisiert die jährlichen Feierlichkeiten zum 1. Mai, zu Erntedank, Sankt Martin und Advent. Ziel ist es, durch gemeinsame Arbeiten und Feiern dafür zu sorgen, dass sich die Dorfbewohner untereinander kennen und sich mit ihrem Wohnstandort Villiprott in Wachtberg identifizieren.

Vorstand, Vermieter und ein Teil der am Projekt beteiligten Rödder freuen sich über das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit.Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Werbeplan 2026
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Dauerauftrag
Schleuter Gebäudetechnik
Koblenz Kreativ 2026
Titel
Empfohlene Artikel
Die kleine Sophie kurz nach der Geburt. Foto: Bunter Kreis
162

Region. Als Sophie in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt kommt, ist sie schwer krank. Ihre Eltern müssen sich darauf einstellen, dass ihre Tochter vielleicht nicht überleben wird. Doch Sophie kämpft sich zurück ins Leben. Zum Welt-Frühgeborenen-Tag erzählt ihre Mutter Janina von einer Schwangerschaft voller Ungewissheit, einem Moment, der alles veränderet und dem langen Weg zurück in einen Alltag, in dem Hoffnung wieder Platz findet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
3110

Astrologische Vorschau für die KW XX: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 19. bis 25. Oktober – zwischen Herzensangelegenheiten und neuen Chancen

Die Woche vom 19. bis 25. Oktober 2026 bringt Bewegung in festgefahrene Situationen, überraschende Erkenntnisse und die eine oder andere Herausforderung. Während sich in der Liebe neue Türen öffnen können, verlangen berufliche Aufgaben nach Geduld, Weitblick und einer guten Portion Durchhaltevermögen. Auch die Gesundheit verdient besondere Aufmerksamkeit: Wer zu viel auf einmal erledigen möchte, könnte schneller an die eigenen Grenzen stoßen.

Weiterlesen

Die B267 in Altenahr.  Foto: ROB
685

Die Sperrung bedeutet Einschränkungen im ÖPNV

Altenahr: Vollsperrung der B 267 ab 19. Oktober

Altenahr. Ab Montag, 19. Oktober 2026, muss die B 267 in Altenahr auf Höhe des Bahnübergangs an der Altenburger Straße voll gesperrt werden. Grund hierfür ist die Herstellung einer Außenanlage. Die Sperrung wird voraussichtlich bis einschließlich 6. November dauern. Die Umleitung erfolgt aus Fahrtrichtung Altenburg kommend über die B 257 und den Roßberg, aus Fahrtrichtung Altenahr kommend erfolgt die Umleitung entgegengesetzt, das heißt über den Roßberg und die B 257.

Weiterlesen