Allgemeine Berichte | 11.11.2014

Ökumenischer Arbeitskreis Wachtberg

In Fritzdorf fühlen sich alle wohl

Bei der Vorstellung des Buchs „Akim rennt“ lernten die Fritzdorfer einige „Neubewohner“ kennen.privat

Fritzdorf. Was sind das für Leute in Fritzdorf? Das haben sich sicher schon viele Fritzdorfer gefragt, wenn sie durch die Raiffeisenstraße gingen. Einige dieser „Neubewohner“ konnten sie bei der Vorstellung des Bilderbuchs „Akim rennt“ kennenlernen. Zu dieser Buchvorstellung hatten der Ökumenische Arbeitskreis Wachtberg und die Katholischen Bücher Sankt Georg ins Jugendheim.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Präsentation des Bilderbuchs. Die Geschichte von Akim ist schnell erzählt. Er lebt friedlich mit seinen Eltern in seinem Dorf. Das Dorf wird von Soldaten überfallen, der Junge verliert sein Haus und ist von seiner Familie getrennt. Aus der Gefangenschaft kann er entkommen. Er muss rennen und rennen. Mit anderen Flüchtlingen findet er Zuflucht in einem Flüchtlingslager. Die Geschichte von Akim nimmt ein glückliches Ende. Im Lager findet er seine Mutter.

Das Bilderbuch wurde von der Belgierin Claude K. Dubois verfasst. Sie hat die kurzen Textpassagen verfasst, die von Tobias Scheffel übersetzt wurden. Ihre Bilder nehmen den Faden des Geschehens auf und vermitteln mit großer Intensität, was dem Jungen passiert, dessen Welt aus den Fugen gerät und dessen Geschichte ein versöhnliches Ende findet. Dubois hat für dieses Bilderbuch den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2014 bekommen. Das Buch steht auch auf der Liste für den Deutschen Jugendliteraturpreis. Den Zuschauern wurden die eindrucksvollen Bilder vorgestellt, der Text wurde vorgelesen. Musik, für die Michael Weiler vom Wachtberger Jugendorchester verantwortlich war, lud zum Verweilen bei den Bildern ein.

Kurt Zimmermann vom Ökumenischen Arbeitskreis leitete die anschließende Diskussion. Hans-Bernd Sonntag von der Gemeindeverwaltung stellte die Situation in Wachtberg dar. Zurzeit befinden sich 55 Asylsuchende im Verfahren. 49 sind in den drei Übergangsheimen untergebracht, sechs in privaten Unterkünften. Die Zuweisung erfolgt so schnell, dass die erforderlichen Vorkehrungen kaum zu schaffen sind. Die Heime sind vollständig ausgelastet. Es muss sich dringend um die Einrichtung einer weiteren Unterbringungsmöglichkeit bemüht werden. Sonntag stellte heraus, dass es in den Übergangsheimen ruhig und friedlich zugeht.

Eine Gruppe von Flüchtlingen stellte sich den Fragen der Anwesenden. Sie kamen aus Guinea, Eritrea und Marokko. Ihre lebensgefährliche Flucht ging von Afrika über Spanien, Lampedusa, Italien nach Deutschland. In ihren Heimatländern herrschen schwierige gesellschaftliche und kriegerische Zustände. Für Eritrea liegt so seit 2013 ein Bericht über Menschenrechtsverletzungen beim Menschenrechtsrat der VN vor. In Guinea ist eine Militärdiktatur an der Macht.

Die anwesenden Flüchtlinge waren sich einig, dass sie, obwohl sie zum jetzigen Zeitpunkt des Verfahrens darauf kein Recht haben, Deutsch lernen müssen. Sie besuchen Sprachkurse, wollen arbeiten und sich um ihre Zukunft bemühen. Viele Mitmenschen reagieren mit Zurückhaltung auf sie. In Fritzdorf fühlen sie sich wohl.

Bei der Vorstellung des Buchs „Akim rennt“ lernten die Fritzdorfer einige „Neubewohner“ kennen.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Imageanzeige Werbeplan 2026
Rund ums Haus Daueranzeige
Stellenanzige
Anzeigensponsoring Sommerbunt - o.B.
Anzeige Sonne aufs Dach - o.B.
Weinblütenfest in Mayschoss
Empfohlene Artikel
Ideenschmiede Ließem
14

Ließem. Tristan, ein aufgeweckter Vierjähriger, schwärmt begeistert von seiner Idee: „Ich esse so gern Kirschen. Wir müssen einen Kirschbaum pflanzen.“ Seine Augen leuchten, als könnte er die süßen Früchte bereits vor sich sehen. Sogleich malt er ein Bild von seinem Wunschbaum für Ließem.

Weiterlesen

Trommelzauber
15

Wachtberg-Villip/Pech. Vom 11. bis 13. Mai drehte sich an der Schule im Ländchen alles um Musik, Rhythmus und gemeinsames Erleben. An beiden Standorten unserer Verbundschule – in Villip und Pech – fand die Trommelzauber-Projektwoche statt, die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen begeisterte. An jedem Standort wurde das Projekt von einem eigenen Trommelzauberer des Vereins...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Das Pop-Up-Schwimmbad Remagen
2471

Remagen. Während das Freizeitbad Remagen derzeit umfassend saniert wird, kann ein eingeschränkter Schwimmbetrieb in diesem Sommer dennoch fortgeführt werden: Die DLRG Remagen hat in Kooperation mit der Stadt Remagen ein mobiles Lehr- und Sportschwimmbecken organisiert, das auf dem Gelände des Freizeitbades errichtet wurde und der Bevölkerung in den Sommermonaten zur Verfügung steht.

Von Stadtverwaltung Remagen aus Remagen

Weiterlesen

Thomas Mende (DZ BANK AG, rechts) besuchte gemeinsam mit seinem Team die VR Bank RheinAhrEifel eG in Bad Neuenahr. Begrüßt wurden die Gäste von Regionalmarktdirektor Thomas Theisen (hinten) und Jan-Erik Burkard, Leiter Unternehmenskommunikation und Events (links). Im Mittelpunkt standen der genossenschaftliche Austausch sowie Zukunftsthemen der FinanzGruppe.
1266

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die VR Bank RheinAhrEifel eG durfte kürzlich hochrangigen Besuch aus dem genossenschaftlichen FinanzVerbund an ihrem Standort in Bad Neuenahr begrüßen. Thomas Mende, Leiter Genobanken, Verbundgremien und Kommunikation der DZ BANK AG, besuchte gemeinsam mit seinem siebenköpfigen Team die Genossenschaftsbank an der Ahr. Das Team der DZ BANK ist an den Standorten Düsseldorf, Frankfurt...

Von Clara Stoffel aus Koblenz

Weiterlesen