Politik | 12.11.2013

Herbstwanderung ins Herz des Wachtberger Obstbaus

Klares „Nein“ zu Windrädern und Energiekommerz!

Das Schöne - nämlich die Natur in der Heimat schützen - ist das Anliegen der Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung e.V.privat

Wachtberg. Bei traumhaftem Sonnenschein führte die Herbstwanderung der Adendorfer Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft jetzt in das Herz des Obstanbaugebietes zwischen Adendorf, Arzdorf, Fritzdorf und Eckendorf (Rheinland Pfalz) und damit – politisch gesehen –ins Auge des Wirbels, der um den Bau von Windrädern an dieser Stelle entstanden ist. Ging es bei der ersten Zwischenstation für die von Uschi Perkams, der Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft, geleitete Gruppe an Burg Adendorf noch um die spannende geschichtliche Entwicklung der Verteilung des Acker-, Wiesen- und Obstlandes rund um das Dorf und die Burg, stand die Tradition des Obstbaus auf den besten Wachtberger Böden im Mittelpunkt der Erläuterungen von Matthias Cremerius inmitten der von rotwangigen Äpfeln nur so strotzenden Plantagen zwischen den vier Kirchtürmen der genannten Dörfer.

Mit finanziellen Versprechungen das "Nein" der Obstbauern brechen

Den Informationen und Anekdoten des 87-jährigen Obstbauern hörten die Wanderer ebenso gerne zu wie seinem Bekenntnis, den Obstbau hier auf keinen Fall durch Windräder beeinträchtigen oder gar ablösen zu lassen. Er bekannte sich zum Obstanbau als Lebensaufgabe, die auf die nächsten Generationen übergehen solle. Die Wanderer nahmen die Gewissheit mit, dass gegen den Willen der Obstbauern keine Windräder nach Wachtberg kommen können. Dass die Energiekonzerne das derzeitige „Nein“ der Obstbauern mit erheblichen finanziellen Versprechungen zu brechen versuchen, gehört allerdings zu den Tatsachen.

Windarmut mit gewaltigen Flügelspannen ausgleichen

Uschi Perkams informierte anschließend über die Pläne von Energieunternehmen, die Windenergieanlagen wegen der bekannten Windarmut über der Wachtberger Landschaft - die beiden historischen Windmühlen in Fritzdorf und in Villip wurden nach wenigen Betriebsjahren genau deswegen stillgelegt - mit gewaltiger Flügelspanne auf bis zu knapp 200 Meter Höhe in den Wind bauen wollten.

Gleichzeitig referierte sie den Stand des Verfahrens, wonach der Rat der Gemeinde Wachtberg Voruntersuchungen zur potenziellen Einrichtung einer Konzentrationszone an diesem Standort und damit eine einjährige Veränderungssperre beschlossen habe, um die notwendigen avifaunistischen und ökologischen Prüfungen vorzunehmen. Weiter ging die Wanderung über den Sommersberger Hof in Fritzdorf mit seiner alten Burganlage nach Arzdorf, wo sie vom Vorsitzenden des örtlichen Bürgervereins, Dieter Klocke, begrüßt wurden.

Ohne Wenn und Aber den Bau von Windräder ablehnen

Klocke seinerseits gab den Wanderern die Botschaft mit, dass der Bürgerverein den Bau von Windrädern ohne Wenn und Aber ablehne.

Damit unterstützte er das „Nein“ der Aktionsgemeinschaft, die schon einmal erheblich dazu beigetragen hat, dass die ganz Wachtberg betreffende geplante Zerstörung des historischen Landschaftsbildes in unmittelbarer Nachbarschaft von zwei Burganlagen auf besten Böden verhindert werden konnte.

„Ähnlich wie vor Jahren, als es uns gelungen ist, hier eine vom Land NRW geplante Giftmülldeponie mit Hilfe des Bürgerprotests zu verhindern, wird die Aktionsgemeinschaft auch diesmal alles tun, um mit den besseren Argumententen und der Liebe zu unserer Landschaft den Kampf gegen die rein kommerziellen Interessen Dritter zu gewinnen“, so Uschi Perkams.

Pressemitteilung der

Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in

Wachtberg und Umgebung e.V.

Das Schöne - nämlich die Natur in der Heimat schützen - ist das Anliegen der Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung e.V.Foto: privat

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