Selbstbewusstsein für Kinder stärken
Kurs in Wachtberg fördert Selbstbewusstsein und Sicherheit für Kinder
aus Wachtberg
Wachtberg. „Hey, was willst du?“ – „Gib mir sofort dein Handy!“ Das sind nur zwei von vielen Sprüchen, die nicht selten als Bedrohung auf der Straße fallen. Aber wie sollen Kinder auf solche Provokationen reagieren, wie kommen sie aus solchen Situationen raus? Eltern stellen sich zunehmend die Frage, wie ihre Kinder auf solche Provokationen reagieren und sich sicher aus Konflikten befreien können.
Kinder stärken: Selbstbewusstsein lernen im Kurs „Kompetenz für Pänz“
„Nicht fragen, machen!“ wurde in Wachtberg Berkum ein entsprechendes Angebot auf die Beine gestellt. Initiiert durch engagierte Eltern und mit Unterstützung des Familienzentrums St. Maria Rosenkranzkönigin konnten zwölf Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren an dem Kurs „Kompetenz für Pänz“ teilnehmen. Geleitet wurde dieser von Eduard „Ede“ Schupp, der viel Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern hat. An zwei Nachmittagen setzten sich die Teilnehmer intensiv mit Konfliktsituationen auseinander. Dabei ging es nicht nur um körperliche Selbstverteidigung, sondern vor allem um Selbstbehauptung, Kommunikation und das richtige Verhalten in angespannten Momenten.
Was macht es eigentlich so schwierig, nett zu sein und warum ist es so anstrengend bei Provokationen ruhig zu bleiben? Wie setze ich klare Grenzen? Gleich zu Beginn wurden Alltagssituationen in Rollenspielen nachgestellt. Die anfängliche schüchterne Zurückhaltung der Kinder verflog sofort, jeder der 12 Jungen wurde einbezogen. Der Erfolg war sofort zu spüren.
Im Wechsel von Theorie und Praxis reflektierten die Jungen eigene Erfahrungen und Gefühle. Sie lernten, klare Grenzen zu setzen, Provokationen einzuordnen und angemessen zu reagieren. Unterschiedliche Handlungsoptionen wurden gemeinsam erarbeitet und in Übungen praktisch erprobt. Es war offensichtlich, wie viel Spaß die Kinder daran haben, Techniken auszuprobieren. Besonderen Wert legte Kursleiter Eduard Schupp darauf, die Unterschiede zwischen Selbstverteidigung und Selbstbehauptung deutlich zu machen. Während körperliche Techniken trainiert wurden, stand stets im Vordergrund, Konflikte möglichst zu vermeiden. Dabei erkannten die Kinder aber auch die Ernsthaftigkeit und die Verletzungsgefahr in realen Situationen. Am Ende der beiden Tage zeigte sich ein deutliches Ergebnis: Die Teilnehmer gewannen an Selbstvertrauen und Sicherheit. Sie entwickelten Strategien, um schwierige Situationen besser einzuschätzen und darauf zu reagieren. Auch die Eltern zogen ein positives Fazit, da sie ihre Kinder nun besser vorbereitet wissen.
Die zentrale Erkenntnis des Kurses bringt es auf den Punkt: Der beste Kampf ist der, der gar nicht erst geführt wird.
