Allgemeine Berichte | 29.03.2026

Selbstbewusstsein für Kinder stärken

Kurs in Wachtberg fördert Selbstbewusstsein und Sicherheit für Kinder

Zwölf Jungen aus Wachtberg-Berkum trainieren im Kurs „Kompetenz für Pänz“ Selbstbewusstsein, klare Grenzen und sicheres Verhalten in Konfliktsituationen – mit viel Praxis, Teamgeist und Spaß.

Wachtberg. „Hey, was willst du?“ – „Gib mir sofort dein Handy!“ Das sind nur zwei von vielen Sprüchen, die nicht selten als Bedrohung auf der Straße fallen. Aber wie sollen Kinder auf solche Provokationen reagieren, wie kommen sie aus solchen Situationen raus? Eltern stellen sich zunehmend die Frage, wie ihre Kinder auf solche Provokationen reagieren und sich sicher aus Konflikten befreien können.

Kinder stärken: Selbstbewusstsein lernen im Kurs „Kompetenz für Pänz“

„Nicht fragen, machen!“ wurde in Wachtberg Berkum ein entsprechendes Angebot auf die Beine gestellt. Initiiert durch engagierte Eltern und mit Unterstützung des Familienzentrums St. Maria Rosenkranzkönigin konnten zwölf Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren an dem Kurs „Kompetenz für Pänz“ teilnehmen. Geleitet wurde dieser von Eduard „Ede“ Schupp, der viel Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern hat. An zwei Nachmittagen setzten sich die Teilnehmer intensiv mit Konfliktsituationen auseinander. Dabei ging es nicht nur um körperliche Selbstverteidigung, sondern vor allem um Selbstbehauptung, Kommunikation und das richtige Verhalten in angespannten Momenten.

Was macht es eigentlich so schwierig, nett zu sein und warum ist es so anstrengend bei Provokationen ruhig zu bleiben? Wie setze ich klare Grenzen? Gleich zu Beginn wurden Alltagssituationen in Rollenspielen nachgestellt. Die anfängliche schüchterne Zurückhaltung der Kinder verflog sofort, jeder der 12 Jungen wurde einbezogen. Der Erfolg war sofort zu spüren.

Im Wechsel von Theorie und Praxis reflektierten die Jungen eigene Erfahrungen und Gefühle. Sie lernten, klare Grenzen zu setzen, Provokationen einzuordnen und angemessen zu reagieren. Unterschiedliche Handlungsoptionen wurden gemeinsam erarbeitet und in Übungen praktisch erprobt. Es war offensichtlich, wie viel Spaß die Kinder daran haben, Techniken auszuprobieren. Besonderen Wert legte Kursleiter Eduard Schupp darauf, die Unterschiede zwischen Selbstverteidigung und Selbstbehauptung deutlich zu machen. Während körperliche Techniken trainiert wurden, stand stets im Vordergrund, Konflikte möglichst zu vermeiden. Dabei erkannten die Kinder aber auch die Ernsthaftigkeit und die Verletzungsgefahr in realen Situationen. Am Ende der beiden Tage zeigte sich ein deutliches Ergebnis: Die Teilnehmer gewannen an Selbstvertrauen und Sicherheit. Sie entwickelten Strategien, um schwierige Situationen besser einzuschätzen und darauf zu reagieren. Auch die Eltern zogen ein positives Fazit, da sie ihre Kinder nun besser vorbereitet wissen.

Die zentrale Erkenntnis des Kurses bringt es auf den Punkt: Der beste Kampf ist der, der gar nicht erst geführt wird.

Weitere Themen

Zwölf Jungen aus Wachtberg-Berkum trainieren im Kurs „Kompetenz für Pänz“ Selbstbewusstsein, klare Grenzen und sicheres Verhalten in Konfliktsituationen – mit viel Praxis, Teamgeist und Spaß. Foto: C.Arnold

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Stellenanzeige kaufmännische Sachbearbeitung
Stellenanzeige Schießstand Aufsicht
Projektingenieur
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
Klausurtagung Pfarreirat
83

Meckenheim. Der Pfarreirat der Pfarrgemeinde St. Marien und St. Johannes der Täufer hat sich am Samstag zu einer ganztägigen Klausurtagung in Meckenheim getroffen. Gemeinsam mit Frank Reintgen, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung & Engagementförderung, und Tobias Weyler, Referent im Fachbereich Entwicklung Pastorale Einheiten, wurde ein wichtiger Meilenstein gesetzt: Die Arbeit an der pastoralen Schwerpunktsetzung hat begonnen, die Teil des Transformationsprozesses im Erzbistum Köln ist.

Weiterlesen

Ideenschmiede Ließem
299

Ließem. Tristan, ein aufgeweckter Vierjähriger, schwärmt begeistert von seiner Idee: „Ich esse so gern Kirschen. Wir müssen einen Kirschbaum pflanzen.“ Seine Augen leuchten, als könnte er die süßen Früchte bereits vor sich sehen. Sogleich malt er ein Bild von seinem Wunschbaum für Ließem.

Weiterlesen

Trommelzauber
35

Wachtberg-Villip/Pech. Vom 11. bis 13. Mai drehte sich an der Schule im Ländchen alles um Musik, Rhythmus und gemeinsames Erleben. An beiden Standorten unserer Verbundschule – in Villip und Pech – fand die Trommelzauber-Projektwoche statt, die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen begeisterte. An jedem Standort wurde das Projekt von einem eigenen Trommelzauberer des Vereins...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Gerade bei heißen Temperaturen können sich schnell Maden in der Biotonne bilden.
1649

Biotonne im Sommer pflegen

Biotonne bei Hitze: Maden vermeiden

Kreis Neuwied. In den Sommermonaten können sich im feuchtwarmen Klima der Biotonne schnell unerwünschte Organismen bilden. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied fährt in den Sommermonaten eine wöchentliche Leerung der Biotonne, die das Problem deutlich reduziert. Sie gibt praktische Tipps, was Anwohner darüber hinaus tun können, um unerwünschter Organik vorzubeugen.

Von Laura Tries aus Neuwied

Weiterlesen

achtung baustelle
913

B 42 halbseitig gesperrt: Ampelanlage regelt Verkehr

Ab 18.06.: Hangsicherungsarbeiten zwischen Rheinbrohl und Niederhammerstein

Rheinbrohl/Niederhammerstein. Zwischen Rheinbrohl und Niederhammerstein sind an der B 42 nach einem Steinschlag dringend Hangsicherungsarbeiten notwendig. Diese Maßnahmen führen zu einer halbseitigen Sperrung der Bundesstraße vom 18. bis 20. Juni 2026. Der Verkehr wird in diesem Bereich mithilfe einer Ampelanlage geregelt, um den reibungslosen Ablauf trotz der Einschränkungen zu gewährleisten.

Weiterlesen