Allgemeine Berichte | 25.11.2014

Zum Gedenken an die Zerstörung der Bonner Altstadt und der Gertrudiskapelle

Mary Bauermeister stiftet Kunstwerk

Mary Bauermeister überreichte dieses Kunstwerk der Direktorin des Frauenmuseums Marianne Pitzen und dem Künstler und „Retter“ der Gertrudiskapelle Curt Delander. privat

Bonn. Genau 70 Jahre ist es nun her, dass die wirkliche Bonner Altstadt, die „Kuhl“, ehemals am Rhein zwischen altem Zoll und der Beethovenhalle gelegen, in Schutt und Asche versank. Im Gedenken an diese Katastrophe mit über 400 Toten entschloss sich die berühmte Künstlerin Mary Bauermeister dem Frauenmuseum und der dortigen Gedenkstätte ,,Die verlorene Bonner Altstadt,, und der aus Ruinen wiederauferstandenen ökumenisch geweihten Gertudiskapelle ein Kunstwerk zu stiften. Auf einem Holzwagen, auf dem einst Kölner Trümmerfrauen die Steine für den Wiederaufbau ihrer Stadt transportierten, installierte oder besser platzierte sie einen Stein des Beethovenwohnhauses aus der Rheingasse 7 und einen Stein der Gertrudiskapelle.

Ein Rattenschwanz der Geschichte

Das Ganze schleift einen Rattenschwanz der Geschichte in Form von einlaminierten Dokumenten der Gertrudisgeschichte hinter sich her. Die Schönheit und die Vernichtung der Altstadt werden durch einen zertrümmerten mit Steinen verzierten Frauenkopf auf drastische Art und Weise sichtbar gemacht. Mary Bauermeister überreichte dieses Kunstwerk der Direktorin des Frauenmuseums Marianne Pitzen und dem Künstler und „Retter“ der Gertrudiskapelle Curt Delander. Es ist ein Dank für deren Einsatz, auch zur Völkerverständigung und Freundschaft mit der von Deutschen 1940 völlig zerstörten belgischen Stadt Nivelles, der Heimat der Heilgen Gertrudis.

Ein Rattenschwanz der Geschichte in Form von einlaminierten Dokumenten der Gertrudisgeschichte ist Bestandteil des Kunstwerkes.

Ein Rattenschwanz der Geschichte in Form von einlaminierten Dokumenten der Gertrudisgeschichte ist Bestandteil des Kunstwerkes.

Mary Bauermeister überreichte dieses Kunstwerk der Direktorin des Frauenmuseums Marianne Pitzen und dem Künstler und „Retter“ der Gertrudiskapelle Curt Delander. Fotos: privat

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