Allgemeine Berichte | 19.08.2015

Neue Initiative des Partnerschaftsvereins Wachtberg

Praktika für Schulabgänger und Studenten aus den Partnerstädten

Lucia Sonsogno und Pauline Maillard, 3. und 4.v.l., Gasteltern, die Vereinsvorsitzenden Bernadette Conraths und Friedrich Oettler, 2. und 3. v.l., Bürgermeisterin Renate Offergeld, mittlere Reihe 3.v.r., und Beigeordneter Jörg Ostermann, l.Gemeinde Wachtberg

Wachtberg. In diesem Sommer pilotiert der Partnerschaftsverein Wachtberg mit Unterstützung der Gemeinde Wachtberg eine neue Aktivität: Schulabsolventen und junge Studenten aus Italien und Frankreich können bei Wachtberger Unternehmen und Organisationen mit Praktika und Ferienjobs eine erste Arbeitserfahrung im Ausland sammeln.

Weiterer Vorteil: sie wohnen bei Mitgliedern des Vereins, was eine gute Integration und Unterstützung gewährleistet. Vier junge Leute aus Italien und Frankreich haben sich in diesem Juli und August kurz entschlossen auf die Reise ins Drachenfelser Ländchen gemacht: Pauline Maillard, 18, eine Französin aus der Partnergemeinde Villedieu du Clain, unterstützt das Team im Kindergarten des Familienzentrums Villip. Aus der italienischen Partnergemeinde Bernareggio kommender 17-jährige Luca Besana, der beim Obsthof Auen arbeitet, die ebenfalls 17-jährige Lucia Sonsogno, die im Hotel Dahl hilft, und Leonardo Restifo. Er arbeitete im Juli vier Wochen im Obsthof Schneider.

Initiative ergänzt umfangreiches Austauschprogramm

Mit dieser Initiative schließt der Partnerschaftsverein Wachtberg sozusagen eine „Alterslücke“ in seinen trinationalen Programmangeboten: Neben dem Austausch der Grundschüler mit Eltern, sie waren im April in Wachtberg, der zwölf bis 14-jährigen in einem Zeltcamp ebenfalls hier im Juli und der Erwachsenen, sie fahren im September nach Bernareggio, bietet dieses Pilotprojekt in diesem Sommer nun jungen Erwachsenen auf dem Weg in Studium und Berufsausbildung Praktika oder Ferienjobs an. Ziel des Projekts ist es, den jungen Leuten die Möglichkeit zu bieten, eine für die persönliche und berufliche Entwicklung wichtige und prägende Erfahrung im Ausland zu machen. Die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Bernadette Conraths, und Stellvertreter Friedrich Oettler sind aus eigener Erfahrung fest überzeugt: „Je mehr Einblicke sie in unterschiedliche europäische Realitäten erhalten, umso besser werden sie diese später mitgestalten können und wollen. Das gilt für unsere Grundschüler und Jugendlichen und nun auch für die Studienbeginner.“

Große Resonanz in den Partnerstädten

Wachtbergs Bürgermeisterin Renate Offergeld unterstützt die Initiative des Vereins – die von der Gemeinde auch durch den Beigeordneten Jörg Ostermann tatkräftig unterstützt wird – mit viel Engagement und lud ihre Kollegen in den Partnergemeinden per Brief ein, diese gemeinsam zu gestalten. Sie erhielt großen Zuspruch von beiden Seiten. So schrieb der Bürgermeister von Bernareggio, Andrea Esposito, auf die Einladung von Offergeld gleich zurück: „Sie haben mit dem Angebot der Möglichkeit für Praktika und Ferienarbeit ein wichtiges Thema für unsere Jugendlichen angesprochen. Ich stimme Ihnen und Ihrem Angebot in vollem Umfang zu, und wir nehmen die Herausforderung gerne an!“ Renate Offergeld: „Ich danke den Arbeitgebern und den Gastfamilien sehr herzlich! Diese jungen Leute sind unsere Zukunft. Als Bürger und Politiker müssen wir alles tun, um ihnen in schwierigen europäischen Zeiten bestmögliche Perspektiven zu bieten. Denn von Ihnen wird abhängen, wie die Grundlagen, die wir in Europa geschaffen haben, weiter und besser ausgebaut werden.“

Große Offenheit herrscht auch bei den potenziellen Wachtberger Arbeitgebern und den „Herbergseltern“ aus der Mitgliedschaft des Partnerschaftvereins. Für die kurzentschlossenen jungen „Versuchskaninchen“ aus Frankreich und Italien fanden sich sehr rasch Arbeit und Unterkunft in Familien nahe beim Arbeitsort.

Viele nützliche Erfahrungen gesammelt

Pauline aus Villedieu, die nach Schulabschluss ein deutsch-französisches Jurastudium beginnen will und schon gut Deutsch spricht, ist sehr froh über ihre Zeit hier: „Die Arbeit mit den Kindern und im Team macht großen Spaß, ich lerne sehr viel. Und meine Gastfamilien sind einfach super nett.“ Auch Leonardo Restifo, der erstmals auf dem Feld in der Erdbeerernte arbeitete, ist, neben ein wenig Rückenschmerzen und Muskelkater, um viele Erfahrungen reicher nach Hause gefahren: „Das war sehr nützlich für mich – ich habe sehr viel Neues über Arbeit und Leute gelernt, auch ein bisschen besser Deutsch und dazu noch ein wenig Geld verdient. Das ist für alle zuhause, die ihren Horizont erweitern wollen, sicherlich zu empfehlen.“

Bürgermeisterin Renate Offergeld und der Partnerschaftsverein hatten alle Beteiligten Mitte August in die Marktscheune in Berkum eingeladen, damit sich diese kennenlernen, erste Erfahrungen austauschen und Verbesserungsvorschläge erörtern konnten.

Schließlich soll das Projekt im nächsten Jahr auch mit Angeboten der Partner in Frankreich und Italien weiter ausgebaut werden.

Lucia Sonsogno und Pauline Maillard, 3. und 4.v.l., Gasteltern, die Vereinsvorsitzenden Bernadette Conraths und Friedrich Oettler, 2. und 3. v.l., Bürgermeisterin Renate Offergeld, mittlere Reihe 3.v.r., und Beigeordneter Jörg Ostermann, l.Foto: Gemeinde Wachtberg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Fahrer gesucht (m/w/d)
Oster-Anzeige
Osterangebot
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Ab 03.04.: Altstadt von Bonn wird gesperrt
159

Bonn. Im Laufe des Osterwochenendes wird es voraussichtlich so weit sein: Die städtischen Baumfachleute rechnen damit, dass die Kirschblüte in der Bonner Altstadt in den nächsten Tagen ihre volle Pracht entfalten wird. Trotz des kühlen Wetters sind bereits jetzt rund 60 Prozent der Knospen geöffnet und locken die ersten Schaulustigen in die Altstadt. Die Straßensperrungen starten wie angekündigt an Karfreitag, 3. April 2026, ab 14 Uhr.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
70

Bonn. In der Nacht zum Mittwoch (01.04.2026), um 00:06 Uhr, wurden Feuerwehr und Polizei zu einem Zimmerband im 1. Obergeschoss einer Notunterkunft auf der Sebastianstraße in Bonn-Endenich alarmiert.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2299

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
134

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht
Schulze Klima -Image
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
PR-Anzeige
Anzeige KW 14
Osteraktion
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in