Allgemeine Berichte | 09.07.2013

Züllighoven wurde zum Kulturdorf

Pralle Nanas vor Siebengebirgspanorama

Bunte Nanas im idyllischen Garten sorgten für Begeisterung bei den Besuchern. Gemeinde Wachtberg

Züllighoven. „Wir befinden uns im Jahr 2013 n. Chr. Ganz Wachtberg ist von Kulturtreibenden besetzt. Ganz Wachtberg? Ja, und nicht nur das. Das kleine Züllighoven bietet als Kulturdorf allen anderen die Stirn …“ Wer kennt sie nicht, die Geschichten von Asterix und Obelix und dem kleinen gallischen Dorf? So mancher Besucher wird sich, so denn er noch nie in Züllighoven war, ähnlich gefragt haben wie Cäsar: „Wo liegt denn dieses Dorf?“ Und Kulturdorf? Die Züllighovener Dorfgemeinschaft nahm in diesem Jahr erstmals an den Wachtberger Kulturwochen teil – als Kulturdorf, da durfte man auf das Programm gespannt sein. Die zauberhafte Lage ebenso wie den herrlichen Blick auf das Siebengebirge und die Geschichte des Ortes mit Kunst und Kultur zu verbinden, hatten sich die Züllighovener vorgenommen. So erwartete die Gäste, an einem herrlich sonnigen Sonntag, auch ein Erlebnis ganz vielfältiger Art. Im idyllisch, abseits vom Trubel der Landstraße gelegenen Züllighoven schien die Zeit still zu stehen. Derart entschleunigt konnten die Besucher in Ruhe und mit Muße die zahlreichen, liebevoll zusammengestellten Stationen erkunden, an denen über den ganzen Ort verteilt verschiedene Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten präsentierten. Für jeden Geschmack und jedes Alter war etwas dabei. Dreh- und Angelpunkt war der Züllighovener Treff, hier gab es für jeden Gast eine Wegekarte mit Beschreibungen zu den einzelnen Aktionen, und hier traf man sich anschließend wieder zum gemütlichen Beisammensein.

Mit Farben, Perlen und Worten

Sonja Arvai stellte im Garten des Dorftreffs einige Werke ihrer jungen Kunstschüler aus, die diese in den von der Villiper Künstlerin angebotenen Kursen angefertigt hatten. Auch zeigte sie eigene, neue Werke. Die Märchenerzählerin Gudrun Blum bot Wanderungen zu spannenden Plätzen rund um das Dorf an. Durch die Wiesen und den Wald rund um Züllighoven entführte Blum die Kinder und ihre Eltern in märchenhafte Welten. Passend zum jeweiligen Standort trug sie beschauliche und amüsante Geschichten vor … wie an einer Pferdekoppel die Erzählung von einem Pferd, das mithilfe eines Fuchses und eines Löwen vor dem Gnadenbrot bewahrt werden konnte. Ebenfalls mit Worten begeisterte Jochen Doering. Der Autor von Kinderbüchern las aus seinen Werken „Unterwasserwelt – Opas Geschichten aus dem Meer“ und „Opas Geschichten“ vor. Die reizend anzusehenden Illustrationen stammten dabei von seiner Tochter Svenja, für deren kleine Tochter, seine Enkelin, diese Bücher ursprünglich geschrieben worden sind. Während des „Kulturdorfes“ erfreuten die Erzählungen nun auch die zahlreichen Besucherkinder. Nicht mit Phantasie aber dafür mit phantastischen kleinen Perlenarbeiten begeisterten Liane Dummer und Stephania Pagels besonders die weiblichen Gäste. Da gab es Ringe in vielfältig schillernden Farbzusammenstellungen, Ketten, Armbänder und Ohrringe aus kleinen Perlen, mit verschieden großen Steinen aus unterschiedlichen Materialien. Auch den Kindern, besonders den kleinen Ladies unter ihnen, gefiel diese Station, konnten sie hier doch Armbänder nach eigenem Gusto basteln. In unmittelbarer Nachbarschaft, liebevoll im Vorgarten arrangiert, stellte Anke Schäfer eine Auswahl ihrer Bilder und Tonarbeiten aus.

Prächtige Nanas, tolle Aussicht

Einen tollen Blick auf das Siebengebirge gewährte zum Schluss noch die Station der „Freundinnen“. Sie überraschte die Besucher zudem mit einer besonderen Installation. Im großen Garten hatten Andrea Altmannsperger, Claudia Engels, Karin Engels, Ute Eschweiler, Claudia Schüller, Ulrike Thiel und Hildegard Wild mannshohe Nana-Figuren aufgestellt – eine schöner, bunter und lustiger als die andere. Die Niki de Saint Phalles Nanas nachempfundenen Figuren waren beeindruckend und amüsiertes Schmunzeln bei den Betrachtern vorprogrammiert. Fazit: Viel los im Kulturdorf Züllighoven … und das ganz ohne „Zaubertrank“.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Gudrun Blum lud zu einem Märchen-Spaziergang rund ums Dorf ein.

Gudrun Blum lud zu einem Märchen-Spaziergang rund ums Dorf ein.

Bunte Nanas im idyllischen Garten sorgten für Begeisterung bei den Besuchern. Fotos: Gemeinde Wachtberg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Imageanzeige
Lampionfest der Feuerwehr Weißenthurm
Hausmeister-und Gärtner/in
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
249

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
142

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Kolpingsenioren Gladbach
603

Kolpingsenioren Gladbach

Moin - Ostfriesland

Gladbacher Kolpingsenioren „bi de Friesen“. Nee, nicht in Nord- sondern Ostfriesland ist das Ziel. Der ruhende Pol ist der Ostfriesen-Hof in Leer. Von hier erkunden wir Senioren Ostfriesland

Von Hans-Josef Richter aus Bendorf-Sayn

Weiterlesen

Trotz der Hitze: gute Stimmung und Gespräche beim fairen Frühstück vor dem Andernacher Rathaus
486

Fairtrade Frühstück Andernach

Fairtrade Frühstück in Andernach

Andernach. Mit einem fairen Frühstück vor dem Historischen Rathaus hat die Stadt Andernach erneut ein sichtbares Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum gesetzt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu frühstücken und dabei mehr über die Bedeutung fair gehandelter Produkte zu erfahren.

Von Hans-Georg Hansen aus Andernach

Weiterlesen