Erfolgreiches Projekt der Wachtberger Schulen
Trinationale Begegnung von jungen Familien
Wachtberg. Zu einem 4-tägigen Besuch in Wachtberg kamen Grundschüler mit ihren Eltern und Lehrerinnen aus den Partnergemeinden La Villedieu du Clain und Bernareggio. Herzlich empfangen wurden sie von den deutschen Gastfamilien, die sich bereit erklärt hatten, ihre Gäste zu beherbergen und ihnen die deutsche Lebensart näher zu bringen, war es doch für viele der erste Besuch in Deutschland.
Der Partnerschaftsverein Wachtberg und die Rektorin der GGS Adendorf, Martina Linten, die Lehrerinnen der GGS Berkum, Katrin Lingnau und Ute Luhmer haben den Besuch vorbereitet und ein Programm für die Gäste erstellt. Die italienische Lehrerin Vittoria Germano ist seit Beginn der Partnerschaft engagiert, auf französischer Seite die Lehrerin Sylvie Bricaud und ihr Kollege Thierry Clement, sowie vom comité de jumelage Cathy Paillier. Die Kinder bekamen einen Einblick in das Leben und Lernen in deutschen Schulen, lernten sich über Spielangebote näher kennen, erfuhren, dass auch in Deutschland wie in ihren eigenen Ländern Kinder mit Migrationshintergrund leben und die multikulturelle Vielfalt bereichernd für alle ist. Statt der geplanten Wanderung mit den Gastgeberkindern ins Siebengebirge und auf den Drachenfels hatten die Lehrerinnen ein Spielprogramm in der Aula vorbereitet, war es doch an dem Besuchstag so kalt, neblig und regnerisch, dass die Kinder besser in der warmen Schule blieben. Der geplante Besuch im Sea-Life-Aquarium konnte aber zur Freude der Kinder am Nachmittag stattfinden. Die Eltern der Grundschüler trotzten dem Wetter, lernten auf einer Wachtbergrundfahrt mit Altbürgermeister Jürgen Döring die Besonderheiten der Gemeinde kennen, leider teils nur durch Erklärungen, denn selbst die Kugel der FGAN verschwand im Nebel. Ein echter deutscher Schnaps wärmte ein wenig auf dem Drachenfels, ein vernebelter Blick ließ nur erahnen, wo das Rheintal lag. Auf Schloss Drachenburg wurde ein typisch deutsches Mittagessen eingenommen, das gut zum Wetter passte: Schweinebraten mit Wirsing und Salzkartoffeln. Die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Bernadette Conraths begleitete die Erwachsenen ebenso wie Hedwig Tesch, die das mittlerweile als „Wachtberger Modell“ bekannte Austauschformat vor 26 Jahren ins Leben gerufen hatte. Damit werden auf Grundschulebene junge Familien aus den Partnerländern zusammengeführt, ein Modell, das wegen seiner Nachhaltigkeit ausgezeichnet ist. Höhepunkt des Besuchsprogramms war ein Bunter Abend in der Aula des Schulzentrums mit fast 200 Gästen. Bürgermeisterin Renate Offergeld war mitten drin bei dem bunten Treiben mit Zirkuserleben für die Kinder, Auftritt der KG Grün-Gelb Fritzdorf, Vorführungen der französischen und italienischen Eltern und Kinder, einem reichhaltigen Büffet und viel Freude am gemeinsamen Erleben. Als symbolisches Zeichen für eine wachsende Freundschaft, die gehegt und gepflegt werden muss, schenkte sie den Kindern Töpfchen mit Samen, die sich unter dem Bild des blauen Wachtbergdrachens verbargen. Es gab viel positives Lob für die Organisation und die Gastfreundschaft der aufnehmenden Familien, über das sich besonders auch Bernadette Conraths freute, die das erste Mal seit ihrer Amtsübernahme als Vorsitzende des Partnerschaftvereins einen Schulaustausch erlebt und begleitet hat.
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