Neugestaltung der Hauptstraße in Kettig
Barrierefrei für Behinderte und Senioren
Kettig. In der Förder- und Wohnstätte in Kettig leben und arbeiten schwerstmehrfach behinderte Menschen, die aufgrund ihrer Handicaps bei der Nutzung des öffentlichen Verkehrsraums oftmals vor besonderen Herausforderungen stehen. Die Ankündigung des Ortes Kettig, einen großen Teil der Hauptstraße in diesem Jahr neu gestalten zu wollen, traf beim Bewohnerbeirat und dem Werkstattrat der Facheinrichtung auf großes Interesse. Bürgermeister Peter Moskopp war gerne bereit die beiden Gremien persönlich über die Planungen zu informieren. So kam zur Sprache, dass die Bordsteine der schmalen Gehwege völlig verschwinden werden. Diese Absicht erhielt viel Lob durch die behinderten Menschen, denn vor allem Rollstuhlfahrer haben stets Probleme, wenn Bordsteine nicht abgesenkt sind. Die besondere Situation in Kettig mit der sehr engen Hauptstraße macht es bislang erforderlich, dass Rollstuhlfahrer die Straße nutzen müssen, weil die Bürgersteige zu schmal sind. Das Problem trifft aber auch auf Eltern zu, die einen Kinderwagen schieben. Sie müssen auf die Straße ausweichen, was dann zu gefährlichen Situationen und zu Verkehrsbehinderungen führt. Durch den völligen Verzicht auf einen Bürgersteig kann der Verkehrsfluss begünstigt werden. Beim Ausbau der Straße, so führte Bürgermeister Moskopp weiter aus, will man auch taktile und optische Orientierungshilfen in die Straßengestaltung aufnehmen, wie er am Plan zeigen konnte. Solche Hilfen sind für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit wichtig. Mit diesen Maßnahmen wird nicht nur eine Verbesserung für die Bewohner der Förder- und Wohnstätte in Kettig erreicht, sondern auch für Senioren, da bei vielen alten Menschen die Sehkraft nachlässt. Besonders interessant für die beiden Gremien war, dass der Ort Kettig sich um eine zusätzliche Bushaltestelle bemüht, die an der Ecke Züllstraße/Hauptstraße kommen soll. Damit wäre der hintere Teil von Kettig besser am Nahverkehr angebunden als bisher, was seit langem ein Wunsch in der Förder- und Wohnstätte ist.
Dr. Alfred Marmann, der Geschäftsführer der Einrichtung, dankte Bürgermeister Moskopp und dem Gemeinderat für die positiven Absichten, die mit der Neukonzeption der Hauptstraße verbunden sind. Er sieht in den Planungen eine hohe Akzeptanz des Ortes gegenüber den behinderten Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere der Menschen in der Förder- und Wohnstätte, die in Kettig eine neue Heimat gefunden haben.Pressemitteilung
Förder- und Wohnstätten gGmbH, Kettig
