Kulturstammtisch in Kettig gegründet
Begegnung behinderter und nicht behinderter Bürger
Nächstes Treffen am 18. Mai
Kettig. Aus einer Idee von Gerd Anhäuser, Bewohner der Förder- und Wohnstätte in Kettig, und der Initiative der dortigen Auszubildenden der Heilerziehungspflege, Serafia Hesse, wurde kürzlich mit der Unterstützung der Kettiger NaturFreunde ein Kulturstammtisch Kettig gegründet. Bisherige Teilnehmer waren die Bewohner der Facheinrichtung Gerd Anhäuser, Peter Huber, Sven Kairies, Yvonne Haas und Richard Moos, betreut von Alexandra Weißbrodt und Serafia Hesse. Hinzu kamen die Ehrenamtlichen der NaturFreunde Kettig Anja Müller, Friedhelm Schmidt, Karin Hartmann, sowie der 1. Vorsitzende Oliver Hartmann. Das Ziel des Projekts ist es, eine weitere Möglichkeit zu schaffen, an der sich behinderte und nicht behinderte Bürger und Bürgerinnen aus Kettig begegnen austauschen können. Die Förder- und Wohnstätten sind um die Integration der Bewohner in Kettig sehr bemüht. Der jährliche Herbst- und Handwerkermarkt sowie viele attraktive Veranstaltungen führen die Bürger der Region in die FWS und ermöglichen dort ein gegenseitiges Wahrnehmen und Kennenlernen. Auch die Naturfreunde Kettig haben in den vergangenen Jahren mehrfach bei verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen ihre Unterstützung und ihren Verbundenheit zur Einrichtung der FWS gezeigt. Beim Kulturstammstich setzen die Aktiven einen neuen Fokus, denn die Begegnungen der Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung finden in Lokalitäten des Ortes Kettig statt.
Bei dem Stammtisch geht es thematisch um die Gemeinsamkeiten der Teilnehmer und nicht so sehr um die Unterschiede. Der Name Kulturstammtisch soll für alles stehen, was die Dorfbewohner gerade beschäftigt und welche spannende Themen über den Ort Kettig anliegen. Beim ersten Treffen in der Gaststätte „Zur Linde“ wurde viel über das Thema Heimat geredet. Es wurde gefragt, was jedem am besten in Kettig gefällt und was eventuell weniger. Auch geschichtliche Fakten und Ereignisse, die der Heimatkundler Oliver Hartmann beisteuerte, wurden mit großem Interesse diskutiert. Beim zweiten Treffen am im Hotel Kaiser zeigte auch Ortsbürgermeister Peter Moskopp großes Interesse am Stammtisch und folgte gerne der Einladung, um beim Stammtisch als Gastredner dabei zu sein. Natürlich interessierte die Teilnehmer, wie so ein Arbeitstag als Bürgermeister aussieht. Moskopp erzählte aber auch von weiteren Vorhaben und Plänen in Kettig, wie zum Beispiel dem Ausbau der Hauptstraße. Er ging außerdem auf Wunschthemen aus der Runde ein. Auch traditionelle Veranstaltungen wie die Kirmes oder der Karneval in Kettig wurden den Bewohnern der Förder- und Wohnstätte sowie den übrigen Teilnehmern näher gebracht.
Das Fazit nach den ersten beiden Treffen: Mit dem Kulturstammtisch Kettig hat sich eine tolle Gruppe von Menschen zusammengefunden, die sich schätzen gelernt hat und einander immer mehr annähert. Der regelmäßige Kontakt durch die monatlichen Treffen ist für alle Mitglieder wertvoll und soll auch nach Ende des Abschlussprojekts von Sarafia Hesse weiter bestehen bleiben. Der gesamte Kulturstammtisch Kettig freut sich über den guten Einstand und hat schon weitere Persönlichkeiten aus dem Ort als Gäste eingeladen. Alle interessierten Kettiger Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen zum Stammtisch zu kommen um sich auszutauschen mit den Menschen mit Behinderung, und somit zur weiteren Integration der Bewohner in Kettig beizutragen. Kontakt: naturfreunde-kettig@gmx.de oder Tel. (0 26 37) 89 14.
