BSC Kaltenengers
„Das nächste Spiel ist immer das schwerste“
Spielbericht BSC Kaltenengers gegen SV Anadolu Spor Koblenz II
Kaltenengers. Zum fünften Spieltag der Saison empfing der BSC Kaltenengers den SV Anadolu Spor Koblenz II aus Lützel zum Meisterschaftsspiel. Die Favoritenrolle war eigentlich auf Seite des BSC Kaltenengers, jedoch ist der Gegner besser als es die Tabelle im Moment wiedergibt. In den ersten zehn Minuten beherrschte der BSC Kaltenengers die Partie ganz klar. Tormöglichkeiten durch Marco Gianni und Marco Rago wurden nicht genutzt. Dennoch hatte der BSC das Spiel im Griff. In der 15. Minute war es dann soweit: Nach einer schönen Flanke von Rechtsaußen nickte David Wehrend mustergültig ein. Zum Glück musste er nicht mit dem Fuß ran, sonst wäre es bestimmt schief gegangen. Technisch ist „Bossi“ nämlich nicht so gut wie seine Cousins Micha und Kevin Wehrend.
Zwei Minuten später ein Eckball von links von Paddy Kloss. Dieser findet Marco Gianni am zweiten Pfosten. Der Kopfball wird noch von der Linie gekratzt und dann ist wieder David Wehrend zur Stelle. Sogar mit dem Fuß. Wie Michael Wehrend noch am Anstoßkreis betonte: „Eine taktische Meisterleistung vom Coach, den Bossi in den Sturm zu stellen.“
Und wieder zwei Minuten später nach Zuspiel von Marco Rago steht Wolle (Marco Gianni) am 16ner frei und packt ein Pfund aus... jedoch nur die Latte.
In der 31. Minute dann eine strittige Szene: Nachdem BSC-Tormann Dennis Kettner einen aufs Tor zulaufenden Gegenspieler erfolgreich abgeblockt hatte, den Ball aber nicht vollends klären konnte, rutsche er nochmal rein und klärte den Ball mit einem Pressschlag. Leider traf er auch den Gegenspieler. Eine 50:50-Entscheidung, wie bereits in der letzten Woche. Diesmal jedoch gegen den BSC. Der daraus resultierende Elfmeter wurde dann verwandelt, obwohl Dennis noch fast dran gewesen wäre. Leider verunsicherte das Gegentor die BSC-Abwehr, sodass die Spieler hinten sehr unsicher die Bälle rausspielten. Der Gegner nutzte diese Unsicherheit bis dahin aber noch nicht.
Dann setzte David Wehrend nochmal zu einem Konter an und lief nach einem Zuspiel von Marco Gianni aus 30 Metern alleine aufs Tor. An der Strafraumgrenze wurde David dann ziemlich brutal von hinten von den Beinen genommen. Der anschließende Freistoß von Michael Wehrend brachte nichts. Mit einem hochverdienten 2:1 ging es in die Halbzeitpause.
Mit Anpfiff der zweiten Hälfte setzte sich die unsichere Abwehrleistung des BSC fort. Dann kam es, wie es kommen musste: Nach einem Abstimmungsproblem zwischen Marian Kloss und Dennis Kettner konnte der Anadolu Stürmer zum 2:2 ausgleichen.
Dann wurde es sehr hektisch und kämpferisch auf beiden Seiten. Ein Zweikampf folgte dem Nächsten. Und dabei kristallisierte sich wieder ein Spieler ganz besonders heraus. Nämlich der ungekrönte König des BSC im defensiven Mittelfeld Lars Mathias. Was er für die Mannschaft leistet, ist phänomenal: Der Spieler ist sich für nichts zu schade.
Ob zwei oder drei Gegenspieler, gegen den SV Anadolu Spor kommt keiner an. Anschließend rückte die BSC-Neuentdeckung auf der linken Abwehrseite, David Wehrend, wieder in den Vordergrund. Nach einem Pass von Marco Gianni wurde David im Strafraum lang gelegt. Ein klarer Elfmeter. Marco Gianni verwandelte diesen eiskalt in der 52. Minute.
In den nächsten 25 Minuten wurde das Spiel nochmal hektischer, aber angeführt von Lars Mathias hielt der BSC dagegen. Selbst als Lars nicht mehr konnte, trieb sein Mannschaftskollege Bomba ihn nochmal an.
In der 80. Minute hatte der BSC dann die Chance zur Entscheidung, die Paddy Kloss leider nicht nutzen konnte, aber eine gute Leistung von Paddy darstellte.
Aber sofort leiteten die Gäste den Konter ein und hatten wohl die beste Chance für das nächste Tor. Der Anadolu Stürmer geht über die rechte Seite durch und zieht in den Strafraum. Sein Schuss verfehlt das linke Eck nur um Zentimeter.
In der 88. Minute hatte dann Anadolu-Export Servet, liebevoll Herbert genannt, die Chance zum 4:2. Das wäre der perfekte Abschluss des Tages gewesen, wenn der neue Co-Trainer direkt so seinen Einstand gibt. Aber leider verzettelte sich Herbert im Strafraum.
Für den BSC Kaltenengers war es eine schwere Aufgabe. Und frei nach Sepp Herberger ist „Das nächste Spiel ist immer das schwerste“ von nun an die neue Parole des BSC Kaltenengers.
