Förder- und Wohnstätten gGmbH Kettig
Die Kunst der Lachsalven
Jürgen Becker begeistert sein Publikum
Kettig. Vor ausverkaufter Cafeteria begrüßte Jürgen Becker in der Förder- und Wohnstätten gGmbH sein Publikum mit seinem üblichen Entrée auf gut Kölsch: „So, dann wollen wir uns mal einen schönen Abend machen!“
Gleich zu Beginn seines Parforceritts durch die Kunstgeschichte enthüllt Becker ein großformatiges Gemälde von Max Ernst und kommentiert: „Maria versohlt dem Jesuskind den Arsch“. Den begeisterten Zuschauern ist sofort klar, dass dieser Abend wieder einmal viele Pointen zur Verzahnung von Kunst, Kirche und Gesellschaft bringen wird. Und so kommt es auch. Mehr als 100 weitere Bilder stellt Becker humorvoll vor und weiß damit nicht nur Lachsalven zu erzeugen, sondern gleichzeitig, quasi so ganz nebenher, auch viele interessante Gesichtspunkte zur Kunstgeschichte zu vermitteln. Er spannt den Bogen von den Ägyptern über die Griechen, Römer, das Mittelalter bis hin zu modernen Werken der Neuzeit. Romanik und Gotik, Renaissance, Barock und Moderne sind Stationen seiner kreativen Betrachtungen. Becker liebt sein Publikum - und es liebt ihn. Das ist wieder einmal im Treffpunkt Cafeteria spürbar. In den stürmischen Applaus hinein servierte Becker sein Abschieds-Kölsch: „Trinkt, sonst wird das noch zu Alt.“
Peter Moskopp und Dr. Alfred Marmann sprachen dem Künstler im Namen des Fördervereins der Facheinrichtung ihre Bewunderung aus und lobten das Publikum. Der Erlös des Abends kommt dem Vereinszweck, der Unterstützung von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf zu Gute. Becker musste versprechen mit seinem neuen Programm wieder Kettig zu besuchen.
