Jugend & Musikvereins 1890 Kaltenengers
Ein Blick in die Geschichte
50 Jahre Deutsch-französische Freundschaft
Kaltenengers.Die Geschichte blickt auf eine Deutsch-französische Freundschaft zurück. Auch in der Region gab es schon seit je her Bemühung die Bindung beider Völker zu festigen, wie der nachfolgende Bericht aus dem Protokollbuch des Jugend & Musikvereins 1890 Kaltenengers eindrucksvoll beschreibt.
Kaltenengers & Domfront
Auch der Jugend und Musikverein aus Kaltenengers war für die Deutsch-Französische Freundschaft im Rahmen der Jugendbegnung aktiv.
1970 wurden erste Gespräche geführt und vom 16. bis 25. Juli 1971 waren die Kaltenengerser mit rund 50 Jugendlichen zu Gast in Domfront/Normandy. Zum damaligen Zeitpunkt war Josef Kolling der Vorsitzende,; Dieter Schuth fungierte als Geschäftsführer und Reiseleiter.
Nach der Ankunft im Jugendzentrum in Voundezert-Juvigny wurden die Reisenden herzlich von den Leitern Monsieur Barre und Monsieur Marrey begrüßt. Die Unterbringung war sehr gut und die Küchenchefin Madam Madlen versorgte die Kaltenengerser bestens, die übrigens auch im Anschluss mit ihren Söhnen selbst Kaltenengers besuchte.
Am folgenden Sonntag war ein besonderer Tag für Domfront und seine Gäste.
Nach dem Kirchgang und einer herzlichen Begrüßung durch den Pastor ging am Nachmittag ein großer Festzug mit den Vereinen von Domfront und dem Spielmannszug unter der Leitung von Tambor-Major Karl Dott.
Auch der Fanfarenzug unter der Leitung Tombor-Major Herbert Dott konnten an dem Zug teilnehmen, da die Gäste nicht nur ihre Instrumente, sondern auch ihre Uniformen im Gepäck hatten. Es wurden einige herzliche Kontakte geschlossen von denen noch einige bis heute bestehen. Am Abend war der Vorstand vom Präsidenten der Union Domfrontaese Monsieur Gayomard eingeladen. Am nächsten Tag waren die Musiker mit der ortsansässigen Folklore-Gruppe in Mont-Saint-Michel, das nach aris mit Abstand meist besuchte Touristen-Ziel. Am folgenden Tag wurde zusammen mit der Tanzgruppe die Hafenstadt Granville besucht und mit dem Schiff die Chausey-Inseln besucht. Zurück ging es über Saint Malo mit dem Bus nach Domfront. Alles Schöne geht zu Ende und zum Abschluss wurden alle Gruppen und Vereine ins Jugendzentrum eingeladen. Als Ehrengäste wurden wurde Monsieur Gayomard sowie die Leiter des Jugendzentrums noch ein mal begrüßt. Es wurden viele Reden gehalten und die Dolmetscherin Frau Rosemie Schüller-Noll aus Andernach hatte viel zu übersetzen. Dieter Schuth bedantke sich für die gute Aufnahme und die Herzlichkeit der französischen Freunde und betonte, sich über ein Wiedersehen freuen. Außerdem haben die Vereine aus Domfront und der Jugend & Musikverein für eine noch bessere Verständigung beider Völker beigetragen. Auf der Rückreise besuchten die Kaltenengerser den Ehrenfriedhof in Verdun wo fast 700 000 Menschen im ersten Weltkrieg ihre letzte Ruhe fanden.
