Lucas Luhr aus Mülheim Kärlich hatte kein Glück in Spa
„Heute war für mich kein guter Arbeitstag“
Mülheim-Kärlich. Neben den 24-Stunden-Rennen von Le Mans und Daytona/USA sowie dem 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife gehören die 24 Stunden von Spa Francorchamps in den belgischen Ardennen zu den härtesten Langstreckenrennen überhaupt. Auf der traditionsreichen, gut sieben Kilometer langen Berg- und Talbahn starteten 65 Teams mit ihren 600 PS starken GT3 Rennboliden und boten den über 70.000 Zuschauern Spitzensport vom Feinsten.
Die „Eau Rouge“ Kurve ist die am gefürchtetsten Mutstelle im Rennkalender. Aber auch die anderen Streckenteile sind für jeden Piloten eine Herausforderung - auch für Lucas Luhr aus Mülheim Kärlich, fünfmaliger Champion der American Le Mans Series. Mit dem Team JRM Racing, mit dem er Weltmeister in der FIA GT wurde, trat Luhr mit seinen Teamkollegen Peter Dumbreck und Steven Kane, beide aus England, in der PRO Klasse an. Im Nissan GT-R Nismo GT3 holte Lucas Luhr in den Freien Trainings und dem Nachtqualifikationstraining fahrerisch alles heraus, verpasste aber die Teilnahme an der Top 20 Super Pole. Das Team JRM musste von den hinteren Plätzen aus ins Rennen gehen. Es war ein Spektakel der absoluten Spitzenklasse. Auch das sonst launische Wetter spielte mit und es gab lediglich am Sonntagmorgen Nieselregen. Stunde für Stunde arbeitete sich der Nissan GT3 Bolide nach vorne; vor allem Lucas Luhr zeigte, dass er zurecht einer der besten Langstreckenpiloten der Welt ist. Auch Luhrs Teamkollege Peter Dumbreck holte alles aus dem Auto heraus, doch an diesem Wochenende ging einfach nicht mehr. Das Rennen endete mit dem Sieg des Schneider, Bukh, Götz HTP Mercedes AMG GT3. Der JRM Nissan kam zwar ins Ziel und hatte mächtig viele Plätze gutgemacht, doch am Ende war die Enttäuschung groß. „Heute war für mich kein guter Arbeitstag“, meinte Luhr nach der Zieldurchfahrt.
Luhr startet als erster Deutscher in der IZOP Indy Car Series USA
Am 13. August steht für Luhr ein absolutes Highlight an. Er fährt als erster deutscher Pilot im Team von Sarah Fischer Hartman Racing in der IZOP Indy Car Series in den USA, dem Gegenstück zur Formel 1. Das Rennen findet im kalifornischen Somona statt.
