Zusammen mit dem Musikverein beendete der Männerchor Urmitz die Feiern zum 125-jährigen Bestehen
Jubiläumskonzert mit 400 Zuhörern
Urmitz. Es ist schon ungewöhnlich, dass zum Konzert eines Männergesangsvereins etwa 400 Besucher erscheinen. In der Urmitzer Peter-Häring-Halle war das an Sonntag der Fall, als der Männerchor 1887, unterstützt vom Musikverein Urmitz, sein Jubiläumskonzert zum 125-jährigen Bestehen gab. Zum Auftakt spielte der Musikverein das Stück „Mit vereinten Kräften“. Das war auch das Thema von Männerchor-Vorsitzendem Karl-Heinz Müller, der auf die Events in diesem Jahr zum 125-jährigen Bestehen hinwies, die nur mit vereinten Kräften gestemmt werden konnten: Kreischorkonzert am 11. März, 24. März Dankgottesdienst am Gründungstag des Männerchors und die Hauptfeierlichkeiten am 4., 5. und 6. Mai. Diese begannen mit einer Ü30 Party mit Bob Murawka und rund 600 Besuchern (Blick aktuell berichtete).
„Zuvor hätte niemand gedacht, dass ein Männerchor so etwas erfolgreich veranstalten kann“, meinte Müller. Er erinnerte ferner an das Chorfestival, das Verbandsgemeindechorfest und den Familienabend am 2. Oktober, bei dem zahlreiche Jubilare geehrt wurden. Das Jubiläumskonzert bildete den Abschluss der 125-Jahr-Feiern und der Vorsitzende freute sich, dass nach vielen Jahren wieder eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Musikverein, er wird dirigiert von Christoph Müller, möglich war.
Unter Chorleiter Uwe Hürland – er dirigiert die Urmitzer Sänger schon seit 25 Jahren – wurden vom 59-köpfigen Männerchor folgende Stücke stimmgewaltig zu Gehör gebracht: Cum Canto, Sängergruß (Hans Lingerhand), Abendfrieden (Franz Schubert), Abendfriede am Rhein (Mathieu Neumann), Hallo, Señorita (argentinisches Volkslied, Bearbeitung Walter Klefisch), Heimatlied (Max Orrel), Wald und Jägerei, am Klavier Bernadette Geiger (Christian Siegler). Der Musikverein spielte Concerto d´Amore (Jacob de Han), spanischer Zigeunertanz (Pasqual Marquina, Arr. Franz Bummerl) und Nessun Dorma (Giacomo Puccini Arr. Robert van Beringen) mit dem Sologesang von Michael Eiers. Nach der Pause demonstrierte man, dass ein Männerchor nicht nur klassische Lieder, sondern auch sehr moderne und sogar welche aus der Rockszene eindrucksvoll vortragen kann. Das waren unter anderem Bist Du einsam heut Nacht (Der Welterfolg von Elvis Presley in der Chorfassung von Dieter Frommlet), Griechischer Wein (Udo Jürgens), Yesterday (Beatles-Chorsatz Gus Anton), bei allen drei Liedern begleitete Bernadette Geiger am Klavier. Der Musikverein intonierte dann: A Tribute to Edith Piaf (Arr. Roland Kemen), Deutschmeister-Regimentsmarsch (Wilhelm August Jurek, Arr. Alois Dornberger) und Wolgalied aus der Oper „Der Zarewitsch“ mit Solist Michael Eiers (Franz Lehár, Arr. Randy Beck).
Weiter ging es mit dem Männerchor mit Rock-a my soul (Spiritual, Arr. Noble Cain), The Lion sleeps tonight, (Solomon Linda, Bearbeitung Georg Wolf). Bei beiden Stücken begleitete Bernadette Geiger auf dem Klavier. Dann trat noch einmal mit dem Musikverein Solist Michael Eiers bei „Music“ (John Miles, Arr. Randy Beck) auf und zum Abschluss trugen Männerchor und Musikverein den Jägerchor aus der Oper „Der Freischütz“ (Carl Maria von Weber, Arr. Matthias Weigmann) vor. Frenetischer Beifall der begeisterten Zuhörer war der Lohn für ein gelungenes Jubiläumskonzert in Urmitz.
HEP
