Lokalsport | 06.07.2015

Vier Einzelsiege für SV-Judokas beim internationalen Rhein-Ahr-Turnier

Pokale für Urmitzer Judokas

Tamara Strempel (l.) nimmt die Glückwünsche ihrer Gegnerin zum Turniersieg entgegen.

Urmitz. Beim traditionellen Rhein-Ahr-Turnier des TV Remagen siegten vier Judokas des SV Urmitz in ihrer Klasse. Zoey Kollewe und Tamara Strempel gewannen jeweils ihre Gewichtsklasse bei der Jugend unter 15 Jahren. Bei der U18 schafften es Francesca Bräse und Annika Chandoni auf die höchste Stufe des Siegertreppchens. Ein fester Platz im Wettkampfkalender gebührt dem Traditionsturnier in Remagen. Es gab zwar schon Ausgaben mit deutlich stärkerer Konkurrenz, aber auch in diesem Jahr traten neben allen kampfstarken Vereinen des Judoverbandes Rheinland auch einzelne Starter aus den benachbarten Landesverbänden an. Mit dabei waren natürlich auch einige Judokas des SV Urmitz. Zu Beginn kämpften die Judokas der Altersklasse unter 15 Jahren. Nico Schnapp trat hier in der 50kg-Klasse an. Nach guten Leistungen fehlte Nico bei Wettkämpfen oft die Konstanz und manchmal auch ein wenig Glück, um letztendlich das Podest zu erreichen. Auch in Remagen verlief der Start optimal. Zwei schnelle Siege durch Haltegriff und Nico hatte das Halbfinal erreicht. Auch dieses dauerte nicht sehr lange. Nur leider hat Nico das Nachsehen. Gegner Steffen Heinz aus Trier erwischte Nico mit einem sehenswerten Fußfeger und warf ihn entscheidend auf die Matte. Ihm blieb noch das kleine Finale. Nico lies nichts anbrennen und warf seinen Gegner mit einem Armzug auf die Matte. Im anschließenden Haltegriff entschied er den Kampf vorzeitig und durfte sich zurecht über den dritten Platz freuen. Tamara Strempel galt in der 63kg-Klasse als Favoritin. Aber geschwächt durch eine Krankheit musste man sich die bange Frage stellen, ob die Kräfte für den Wettkampf reichen. Im Finale stand sie einer Kontrahentin gegenüber, die fast einen Kopf größer war. Tamara suchte die schnelle Entscheidung. Nach ihrem Hüftwurfansatz, der ohne Erfolg blieb, ging es in den Bodenkampf. Hier spielte sie ihre Stärke und Erfahrung aus. Wenn auch die Hebeltechnik nicht zum Erfolg führte, arbeitete sie sich weiter in einen Haltegriff und hielt die Gegnerin 20 Sekunden fest. Damit war das Finale gewonnen und der Turniersieg erreicht. Gleiches gelang auch Zoey Kollewe in der 36kg-Klasse. Auch sie erreichte die oberste Stufe des Treppchens und durfte voller Stolz den Pokal für den Turniersieg entgegen nehmen. Isabelle Heier, die wie Zoey, noch zu den jüngsten Teilnehmern dieser Altersklasse gehört, kämpfte in der 57kg-Klasse um einen Pokal. Im Halbfinale stand Ihr jedoch mit Laura Weimar (JC Bad Ems) die amtierende Südwest-Meisterin gegenüber. Isabelle war erwartungsgemäß chancenlos. Mit einem fulminanten Innenschenkelwurf donnerte Weimar Isabelle auf die Matte. Der Kampf dauerte nur wenige Sekunden, aber der Schock über den harten Einschlag war Isabelle deutlich länger anzumerken. Im Kampf um Platz 3 drehte sie den Spieß um und schockte ihre Gegnerin schnell. Mit einem spektakulären Fußfeger warf sie ihre Gegnerin voll auf den Rücken und sicherte sich so den dritten Platz. In der Altersklasse U18 trumpfte Annika Chandoni in der 52kg-Klasse auf. Als amtierende Rheinlandmeisterin rechnete sie sich Chancen auf den Sieg aus, aber die Klasse war nicht schlecht besetzt. Die ersten beiden Kämpfe gegen Michelle Crecelius (TV Nassau) und Sonja Rothbrust (JJC Mendig) verliefen fast gleich. Annika sorgte für eine Überlegenheit im Griffkampf, setzte erfolgreich eine Fußtechnik an und beendete den Kampf schnell durch eine Bodentechnik. Im Finalkampf wehrte Leonie Patt (JJC Mendig) klug den Griff von Annika ab. Hier behielt sie die Ruhe und erarbeitete sich geduldig eine gute Ausgangsposition. Ihr Innenschenkelwurf blieb ohne Wertung, aber Annika spielte im Boden ihre Stärke aus und zwang ihre Gegnerin mit einem Dreieckswürger zur Aufgabe. Damit gewann sie den Kampf und auch das Turnier. Gleiches gelang auch ihrer Vereinskameradin und Trainingspartnerin Francesca Bräse. Sie gewann souverän die Klasse bis 48kg und freute sich über den Siegerpokal. Weniger gut lief es für Alexander Dergunov in der 66kg-Klasse. Er begann stark und überzeugte durch konsequente Kampfführung. In den ersten Kämpfen dieser der stark besetzten Klasse setzte er sich überlegen durch und erreichte das Halbfinale. Hier wurde er von seinem Kontrahenten mit einer Hebeltechnik bereits nach wenigen Sekunden überrascht. Im Kampf um Platz 3 fand er kein taktisches Mittel und lief immer wieder in die Konter seines Gegners. Dieser setzte Punkt für Punkt und entschied den Kampf durch einen Innenschenkelwurf vorzeitig. Bei den Frauen kämpfte sich Franziska Stube bis ins Finale der Klasse bis 70kg vor. Hier galt sie im Kampf gegen Jessica Schwickert (JC Bad Ems) als klare Außenseiterin. Sie kontrollierte lange die Führhand der erfahrenen Bundesligakämpferin und hielt so den Kampf offen. Als Ihr das genau einmal misslang, konnte sich Schwickert mit einer schönen Außendrehtechnik entscheidend auf die Matte werfen. Franziska landete somit auf dem Silberrang. Da alle Platzierten mit Pokalen bedacht wurden, nahmen die Judokas des SV Urmitz gleich sieben davon mit, darunter waren gleich vier für den Turniersieg. Ein Ergebnis, das sich durchaus sehen lassen kann, wie die an diesem Tag gezeigten Leistungen.

Pressemitteilung

SV Urmitz 1913/1970 e.V.

Tamara Strempel (l.) nimmt die Glückwünsche ihrer Gegnerin zum Turniersieg entgegen.

Tamara Strempel (l.) nimmt die Glückwünsche ihrer Gegnerin zum Turniersieg entgegen.

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