Leserbrief zum Thema „Inklusion“
Pro Förderschule
Mein 13-jähriger Sohn Leo mit Downsyndrom ist Schüler der „Förderschule an der Untermosel“, eine Förderschule für ganzheitliche Entwicklung. Er geht sehr gerne in diese Schule, da bei circa 28 Schülern insgesamt eine familiäre Atmosphäre herrscht. Das hat ihm geholfen, schnell Freunde zu finden und sein Selbstbewusstsein gestärkt. Neben Kulturtechniken lernt er auch lebenspraktische Fähigkeiten, wodurch er später in der Lage sein wird, im Rahmen seiner Möglichkeiten ein eigenständiges Leben zu führen. Er macht oft Exkursionen, bei denen der Lehrstoff anschaulich vermittelt wird. An Abwechslung mangelt es ihm nicht, unter anderem auch wegen Besuchen bei oder von anderen Schulen. In kleinen Klassen von circa sechs bis acht Kindern werden die Schüler oft von drei Personen betreut. Die personelle und sachliche Ausstattung ist herausragend gut. Es ist wichtig, den jeweiligen Menschen zu erkennen und darauf zu achten, was für ihn richtig ist. Daher sollten Eltern eine Förderschule bei der Schulwahl nicht generell ausschließen, wie es derzeit oft diskutiert wird.
Elke Quirbach-Hoenig
Bassenheim
