Feuerwehr Weißenthurm
Räumungsübung brachte alle an ihre Grenzen
Weißenthurm. Brandeinsätze nehmen in der Jahresstatistik nur noch knapp die Hälfte aller Alarmierungen ein. Grund sind neben einer Weiterentwicklung von technischen Einrichtungsgegenständen vor allem auch die gesetzliche Rauchmelderpflicht, die Bewohner bei Bränden im Entstehungszeitraum frühzeitig warnt und den Sachschaden in der Regel minimiert. Deshalb ist bei der Übungsplanung wichtig, die Einsätze unter Atemschutz ausreichend im Jahr zu trainieren.
Als passendes Objekt wurde von der Weißenthurmer Feuerwehr ein Hochhaus im Wohnpark Nette genutzt. Feuerwehrmann Torsten Schnack hatte sich bei der Konzeptionierung der Übung den achten Stock ausgesucht. Angenommene Lage: Wohnungsbrand mit starker Rauchentwicklung und vier vermissten Personen. Der Aufzug durfte selbstverständlich nicht genutzt werden, die Wasserleitung musste durch die Feuerwehrleute von den beiden Löschfahrzeugen bis nach oben gelegt werden. Der Schwerpunkt lag hierbei natürlich beim richtigen Umgang mit den Atemschutzgeräten sowie der entsprechenden Überwachung der eingesetzten Kameraden. Bei sommerlichen Temperaturen und der erhöhten Anzahl an Treppenstufen wurden die letzten körperlichen Reserven jedes Einzelnen aus den Körpern gezogen. „Das Ganze hat gut funktioniert“, bilanzierte Übungsleiter Torsten Schnack bei der Nachbesprechung mit Gruppenführer Marcus Steenblock und Wehrführer Norbert Fachbach.
