Dekanat Andernach-Bassenheim
Solidarität mit behinderten Mädchen
Spenden ermöglichen Kauf einer Waschmaschine für ein polnisches Kinderheim
Weißenthurm. Eine gut verpackte Industrie-Waschmaschine wartete in Mülheim-Kärlich auf den Weitertransport, den eine Neuwieder Spedition bis an die polnische Grenze durchführte. Dort wiederum übernahm eine polnische Spedition das Frachtgut und brachte die Großwaschmaschine zu den Schwestern von den Mägde Mariens in ein Kinderheim für geistig und körperlich behinderte Mädchen nach Szklarska Poreba. Dort wartete die 89 Jahre alte Schwester Erasma, die seit rund 70 Jahren sechs geistig und körperlich schwerbehinderte Mädchen pflegt, zusammen mit der Mutter Oberin Beata Kubik schon sehnlichst auf dieses so wichtige Gerät, das in dieser Einrichtung dringend gebraucht wird. Es war Margarete Schwarz aus Leubsdorf, Ehefrau des ehemaligen rheinland-pfälzischen Innenministers Heinz Schwarz, die vor 26 Jahren die Adresse des Kinderheimes in Szklarska Poreba an Werner Westinger, den Beauftragten des Dekanats Andernach-Bassenheim aus Weißenthurm weitergab und damals sagte, dass das Kinderheim dringend Hilfe benötigt. Wie Westinger berichtete, erfolgte vor 25 Jahren der erste Hilfstransport in den polnischen Ort. Danach wurden fast jährlich entsprechende Transporte durchgeführt. Hauptlieferungen waren zum Beispiel ein Kleinbus, ein Pkw, eine medizinische Therapiebadewanne, die komplette Dachabdeckung mit Aluminiumplatten, Großküchengeräte, therapeutische Geräte und immer wieder Lebensmittel und Süßigkeiten von den heimischen Sternsingern.
Spenden an behinderte Mädchen
Der Beauftragte für Hilfstransporte in osteuropäische Länder kennt das Kinderheim DOMPOMOCY SPOLECNEI CARITAS in Szklarska Poreba, früher Oberschreiberhau, bereits sehr gut, war er doch zusammen mit weiteren Menschen aus dem Dekanat bereits mehrere Male dort. So ist es ihm auch möglich, Näheres hierüber zu erzählen: „ Die neun Schwestern der „Mägde Mariens“ führen das Kinderheim und betreuen zurzeit 63 geistig und körperlich schwerbehinderte Mädchen. Viele von ihnen leiden an Inkontinenz. Daher fallen bei den Schwestern täglich Berge von Wäsche an, die nur unter Mühen gewaschen werden konnten, da die alte Maschine nicht mehr zu reparieren war und eine neue doch recht teuer war. Die Schwestern benötigen auch nach der Lieferung der Waschmaschine auch heute noch unsere Hilfe, da viele der Mädchen keine Eltern bzw. Eltern haben, die aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind, einen Beitrag an das Kinderheim zu zahlen“, berichtet Werner Westinger. „Renovabis“ wurde 1993 als „Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa“, ins Leben gerufen und von der Deutschen Bischofkonferenz gegründet. Hauptinitiator und erster Geschäftsführer war Weihbischof Leo Schwarz. Das Pfingstaktionsthema 2013 lautet: „Das Leben teilen - Solidarisch mit behinderten Menschen im Osten Europas“. Renovabis hat schließlich einen Zuschuss zum Kauf der Waschmaschine in Höhe von 8.000 Euro für das polnische Kinderheim geleistet. „Durch großes Entgegenkommen konnten wir die passende Maschine erwerben und mit Mitteln unseres Hilfskonto und des Zuschusses von Renovabis voll finanzieren“, freute sich Westinger über die gelungene Hilfsaktion. Wie Schwester Erasma, die Leiterin des Kinderheims ihm telefonisch mitteilte, ist die Freude über die neue Waschmaschine riesengroß. Sie wurde sofort in Betrieb genommen und erleichtert den Schwestern die harte Arbeit erheblich. Die Verantwortlichen des Dekanats Andernach-Bassenheim wollen den Schwestern und ihren Schützlingen weiter helfen und würden sich über eine finanzielle Unterstützung auf das Hilfskonto der Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Weißenthurm, Konto-Nr. 103 432 191, BLZ 570 501 20 sehr freuen.
