Jugendfeuerwehr St. Sebastian
St. Sebastian belegt 6. Platz bei der Kreisjugendfeuerwehr-Olympiade
Übungsabende der Jugendfeuerwehr alle zwei Wochen Dienstags um 18 Uhr am Feuerwehrgerätehaus
St. Sebastian. Die Jugendfeuerwehr St. Sebastian besuchte mit insgesamt 14 Personen das 20. Kreisjugendfeuerwehr Zeltlager in Andernach.
Bereits am Samstagmorgen wurden die Zelte bezogen und anschließend der erste Lagerdienst übernommen. Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Horst Klee viele Vertreter aus der Politik und den Feuerwehren begrüßen, darunter den ehemaligen Stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart Rudolf Moskob. In Vertretung des Landrates wünschte der Beigeordnete Rudi Zens den rund 280 Mädchen und Jungen eine angenehme Zeltlagerwoche.
Der erste Abend wurde in geselliger Runde am Lagerfeuer verbracht, bevor zusammen mit den Jugendlichen aus Bassenheim die Nachtwache übernommen wurde. Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Zielschlauchwerfens. Die Jugendfeuerwehr St. Sebastian konnte dabei den 8. Platz von insgesamt 19 Mannschaften belegen. Die Eltern der Jugendlichen nutzten diesen Tag, um ihre Kinder im Zeltlager zu besuchen. Um 17 Uhr fand dann ein Lagergottesdienst für alle Jugendliche, Betreuer und Besucher statt.
Am Montag hieß es dann für die jüngsten Teilnehmer, sich den Anforderungen der Jugendflamme der Stufe I zustellen. Dabei wurden unter anderem das ordnungsgemäße Verlegen einer Schlauchleitung und das Kuppeln an einen Verteiler vorgeführt. Auch drei feuerwehrtechnische Knoten mussten gemacht und das Absetzen eines Notrufes erklärt werden. Von der Jugendfeuerwehr St. Sebastian wurden im Anschluss Luca Ihrlich und Simon Patzke mit der Jugendflamme ausgezeichnet.
Eine Lagerolympiade stand am Dienstag auf dem Programm. Bei insgesamt zehn Spielen, darunter zwei im nahegelegenen Kletterturm, konnten die Mädchen und Jungen ihr Können zeigen. Neben feuerwehrtechnischen Spielen galt es u.a. auch, die Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen.
Vom Behindertensportverband war ein Parcours aufgebaut, den die Jugendlichen im Rollstuhl zu bewältigen hatten. Gerade das Thema Inklusion wird bei der Jugendfeuerwehr sehr groß geschrieben. Ziel ist es dabei, Jugendliche mit einem Handicap in die Jugendfeuerwehr zu integrieren.
Nach Abschluss der Spiele belegte die Jugendfeuerwehr St. Sebastian einen sehr guten sechsten Platz und war somit die beste Jugendfeuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm.
Am Mittwoch wurde eine Straußenfarm in der Nähe von Remagen besucht. Dabei konnte man sich in einem Freigelände über die Aufzucht der Tiere und deren Lebensgewohnheiten informieren. Gerade die jungen Strauße begeisterten die Jugendlichen und animierten zu dem einen oder anderen schönen Foto.
Eine Abordnung der aktiven Feuerwehr mit Wehrführer Matthias Kröber besuchte am Abend das Zeltlager. Auch Bürgermeister Marco Seidl war unter den Gästen und überreichte ein Geschenk für die Jugendlichen aus St. Sebastian. Es war das erste Mal, dass ein Ortsbürgermeister während des Zeltlagers zu Besuch war. Umso größer waren die Freude und der Dank der Jugendlichen und deren Betreuer an den Bürgermeister. Mit Lukas Häring und Niklas Reif stellten sich zwei Jungen der Jugendfeuerwehr St. Sebastian dann am Donnerstag den Anforderungen der Jugendflamme der Stufe II. Neben dem ordnungsgemäßen Aufbau eines Wasserwerfers waren die Wasserentnahme aus einem Unterflurhydranten und das Verlegen einer Schlauchleitung vorzuführen. Darüber hinaus galt es, ein Feuerwehrfahrzeug richtig abzusichern.
Nachdem diese Anforderungen von allen sehr gut bewältigt wurden, konnten Lukas Häring und Niklas Reif voller Freude die Jugendflamme entgegen nehmen. Einen Gruß von der Verbandsgemeinde in Form von Süßigkeiten überbrachten der Beigeordnete Herr Przibilla und Wehrleiter Arnd Lenarz. Am Freitag wurde es dann für Louisa Häring ernst. In einer gemeinsamen Gruppe mit Jugendlichen aus Kalt/Rüber und aus der Gastjugendfeuerwehr Mönchengladbach-Giesenkirchen stellte sie sich den fünf Disziplinen der Leistungsspange.
Zunächst wurde mit den insgesamt neun Gruppenteilnehmern ein 1.500-Meter-Staffellauf in 3:57 Minuten absolviert. Als nächste sportliche Disziplin folgte das Kugelstoßen. Mit rund 63 Metern lag man deutlich über der geforderten Gesamtweite von 55 Metern.
Es folgte nun eine Schnelligkeitsübung, bei der acht doppelt gerollte C-Schläuche hintereinander gekuppelt werden mussten. Die gesamte Schlauchlänge von 120 Metern wurde dabei in sehr guten 51 Sekunden verlegt.
Bei einer Fragenbeantwortung wurden dann das feuerwehrtechnische Wissen und die Allgemeinbildung überprüft. Zum Schluss folgte noch das ordnungsgemäße Vortragen eines Löschangriffs. Dabei fungierte Louisa Häring als Gruppenführerin. Die Leistung wurde von den Wertungsrichtern mit der Höchstpunktzahl von vier Punkten bewertet.
Somit konnten am Abend alle Jugendlichen mit der begehrten Leistungsspange ausgezeichnet werden. Jugendfeuerwehrwart Peter Moskob freute sich besonders, die Auszeichnung für Louisa Häring zu überreichen.
Bei dieser Ehrung am Abend war auch Landesjugendfeuerwehrwart Michael Görgen anwesend. Er zeigte sich erfreut über die vielen Aktivitäten der Jugendlichen im Zeltlager.
Neben den Wettbewerben im Zeltlager konnten die Mädchen und Jungen aus St. Sebastian auch ein paar gemütliche Stunden beim Ruderbootfahren und Minigolfen am Laacher See genießen.
Beim Abschlussfeuerwerk freuten sich alle über die schönen Tage im Zeltlager. Die eine oder andere Freundschaft wurde dabei während der Woche geschlossen. So trat man am Samstag etwas wehmütig die Heimreise nach St. Sebastian an. Nach den Sommerferien geht am 1. September wieder der Übungsbetrieb los. Gerne können sich Mädchen und Jungen für die Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr anmelden. Die Übungsabende sind alle zwei Wochen Dienstags um 18 Uhr am Feuerwehrgerätehaus. Einfach mal vorbeischauen und sich die vielfältigen Aktivitäten anschauen.
Und in zwei Jahren ist wieder ein Kreisjugendfeuerwehr Zeltlager.
Pressemitteilung der
Jugendfeuerwehr St. Sebastian
Louisa Häring erhielt die Leistungsspange für ausgezeichnete Ergebnisse als Gruppenführerin. Fotos: privat
