Wirtschaft | 31.08.2022

- Anzeige - Handwerkskammer Koblenz: „Freiwillige Aufbauzeit Ahr“

Ahrtal aufbauen - Traumberuf finden

Bad-Neuenahr-Ahrweiler. Mit einem Lächeln im Gesicht wischt sich Sanel Lalic dieser Tage den Schweiß von der Stirn. An der Seite von Elektrotechniker Mario Pech räumt er Materialien in ein von der Flut gezeichnetes Haus. Die Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 änderte das Gesicht des Hauses. Lalic hilft seinem „Chef“ bei der wichtigen Erneuerung der Hauselektronik. Eine Aufgabe, durch die der 20-jährigen sein soziales Engagement im Ahrtal zeigt und gleichzeitig Erfahrungen in seinem potenziellen Traumberuf macht.

Sanel Lalic ist einer von aktuell elf Teilnehmern des Projekts „Freiwillige Aufbauzeit Ahr“. Mit diesem Projekt ermöglichen die Handwerkskammer Koblenz und das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung jungen Menschen bis 27 Jahren im Rahmen der Wiederaufbauhilfen im Ahrtal zwei zentrale Elemente: Zum einen das Kennenlernen eines möglichen Traumberufs im Handwerk und das dadurch begünstigte soziale Mitwirken am Wiederaufbau des Ahrtals.

Zu diesem Zweck können im Projekt parallel bis zu 16 junge Menschen von der Organisation und der gegebenen Struktur profitieren. Was genau das bedeutet? Interessierte wie Sanel erhalten neben einer Grundlagenqualifizierung in benötigten handwerklichen Berufen eine organisierte Vermittlung in ein Praktikum bei einem der zahlreichen Handwerksunternehmen, die direkt am Wiederaufbau im Ahrtal beteiligt sind. Dort vertiefen sie ihr Können und lernen nebenbei den beruflichen Arbeitsalltag kennen.

Im Fall von Sanel Lalic ist das der Arbeitsalltag von Elektrotechniker Mario Pesch aus Ahrbrück, der selbst stark von der Flut betroffen war. Da Sanel sich nach seinem Schulabschluss unschlüssig war, wo es für ihn beruflich hingehen soll, entschied er sich im April dazu, am Projekt teilzunehmen. Nach einer mehrwöchigen Schulungsphase in den Berufsbildungszentren der Handwerkskammer Koblenz ging es für ihn in die Praktikumsphase bei Mario Pesch. Hier zeigte er seit dem bei zahlreichen Tätigkeiten seine Fähigkeiten und konnte tiefere Einblicke in den Beruf sammeln. Für beide Parteien war in der Folge schnell klar, dass die Harmonie auf der Baustelle in eine Ausbildung münden soll. Deshalb absolviert Sanel seit dem 1. August eine Einstiegsqualifizierung in seinem ehemaligen Praktikumsbetrieb. Eine Mustergeschichte, wie sie das Projekt noch mehrmals schrieb. Auch Max Walterschen aus Wissen nahm an der „Freiwilligen Aufbauzeit Ahr“ teil. Der 19-jährige Abiturient hatte zunächst eine Ausbildung zum Bauzeichner begonnen. Ihm wurde jedoch schnell klar, dass er beruflich ein etwas praktischeres Handwerk haben wollte. Vom Dachdecker über den Straßenbauer bis hin zum Elektroniker probierte sich Max im Rahmen des Projekts aus. Auch er entdeckte und vertiefte seine Freude am Beruf des Elektronikers und begann jüngst zum 1. September sein duales Studium im Bereich Elektrotechnik.

Beiden Beispielen ist eines gemein: Die Kombination aus sozialem Engagement im Ahrtal und der beruflichen Orientierung war die erfolgreiche Grundlage für die berufliche Ausrichtung.

Das Projekt „Freiwillige Aufbauzeit Ahr“ läuft noch bis zum 31. Dezember. Derzeit gibt es noch freie Plätze im Projekt, die zeitnah besetzt werden können. Eine Teilnahme ist für Menschen bis 27 Jahren möglich. Alle Teilnehmenden erhalten ein monatliches Taschengeld in Höhe von 470 Euro. Zudem sind Transferkosten oder eine kostenneutrale Unterbringung in Nähe des Praktikumsbetriebs möglich.

Interessierte können sich bei Projektcoach Roman Sieling melden und erhalten dort nähere Informationen. Kontakt unter Tel. (01 51) 55 16 32 31 oder über roman.sieling@hwk-koblenz.de.

Handwerkskammer Koblenz

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