Wirtschaft | 17.06.2019, 08:23 Uhr

- Anzeige - 1. Massivhaus Mittelrhein Laacher-See MTB-Marathon vom Start weg ein Erfolg

Ambitionierte Biker auf knackigen Strecken

Die Mountainbiker von LTS Lohmann Andernach sind mit dem kompletten MTB-Team angetreten.Fotos: UBU
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Nickenich. Mit fast 500 Startern war der erste Massivhaus Mittelrhein Laacher-See Mountainbike-Marathon (MTB), mit Start und Ziel an der Grundschule in Nickenich, ein voller Erfolg. „Mit so vielen Teilnehmern hatten wir nicht gerechnet. Das war schon sensationell“, freut sich Organisator Ralf Berenhäuser, Vorsitzender und Abteilungsleiter Radsport des ausrichtenden Vereins Sport-Interessengemeinschaft Koblenz e.V. (SIG). „Zumal bis drei Tage vor Anmeldeschluss noch keine 200 Anmeldungen vorlagen“, ergänzt Berenhäuser. Als sich am Ende schließlich der dreihundertachtzehnte Teilnehmer registrieren ließ, sei man schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis gewesen. Dass sich am Veranstaltungstag noch fast 200 Biker nachgemeldet hatten, hätte alle Erwartungen übertroffen. Das sei nicht zuletzt dem schönen Wetter am Pfingstsonntag zu verdanken, ist Berenhäuser überzeugt.

Vier beinharte Strecken

Mit Unterstützung von rund 100 Helferinnen und Helfern wurde der erste Laacher-See MTB-Marathon vom Ausrichter SIG mustergültig organisiert und durchgeführt. Dabei wurden vier beinharte Strecken rund um den Laacher See angeboten.

Für 112 Jungendliche und MTB-Einsteiger stand eine Runde über 30 Kilometer mit 900 Höhenmetern auf dem Programm. Die meisten Starter, nämlich 160 ambitionierte Biker, nahmen 45 Kilometer mit 1200 Höhenmetern in Angriff, 113 stellten sich dem Halbmarathon auf einer Strecke von 60 Kilometer mit 1700 Höhenmetern. Auf die Königsdistanz mit 80 Kilometer und 2200 Höhenmetern wagten sich 85 ganz konditionsstarke Fahrer.

„Tolles Wetter, schöne Strecke“

Nur am Start an der Sporthalle war die Strecke einige Hundert Meter asphaltiert, danach ging es ins Gelände durch Wald- und Forstwege auf Traumpfaden durch das Naturschutzgebiet Maria Laach. Dabei passierten die Fahrer zehn Gemeinden. „Tolles Wetter, schöne Strecke. Die Tour hat Spaß gemacht, obwohl einige Steigungen ganz schön knackig waren“, resümierte Alexander Schulz aus Weißenthurm, der mit dem Bike auf dem 30-Kilometer-Rundweg unterwegs war.“ Sein Team-Kollege vom LTS-MTB-Team, Georg Schlögel aus Andernach, stimmte ihm zu. „Ich habe mich zwar über eine Wurzel gelegt, aber ansonsten war die Strecke sehr angenehm.“

„Die Fahrer zeigten sich sowohl von der Landschaft, als auch von den technischen Herausforderungen begeistert“, freut sich Ralf Berenhäuser über die positive Resonanz von Seiten der Teilnehmer. Denn er und sein Team haben keine Mühen gescheut, um dieses Event zum MTB-Highlight in der Region werden zu lassen. Zwei Jahre lang haben sie akribisch geplant und organisiert, bis die Strecken feststanden und alle Genehmigungen vorlagen. Umso mehr ärgert sich der passionierte Mountainbiker über einige wenige Bürger, die versucht haben, die Veranstaltung zu sabotieren, indem sie Hinweisschilder entfernten. „Das ist nicht nur ärgerlich für die ehrenamtlichen Helfer, die am Vortag bis Mitternacht damit beschäftigt waren, die Strecken zu beschildern, es ist auch für die Fahrer gefährlich“, betont Berenhäuser. Denn die Beschilderung diene auch dazu, auf eventuelle Gefahren hinzuweisen. Sauer ist der Organisator vor allem über die Dreistigkeit einiger Schilderdiebe. „Im Bereich Nickenicher Sportplatz haben wir jemanden auf frischer Tat dabei ertappt, wie er ein Hinweisschild in seinem Rucksack verschwinden ließ. Trotz unseres Hinweises, dass die Nutzung der Wege offiziell genehmigt seien, zeigte dieser keinerlei Einsicht“, bedauert der Organisator.

Keinerlei Unfälle oder schwerere Verletzungen

Die fehlenden Schilder seien aber nicht der Grund gewesen, dass sich einige Biker verfahren hätten. Berenhäuser sei vor allem froh, dass es trotz des großen Teilnehmerfeldes – bis auf ein paar Schrammen, zu keinerlei Unfällen und schwereren Verletzungen gekommen sei.

Getreu dem Motto: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, freut sich der Vorsitzende der SIG auf die 2. Auflage des Laacher-See MTB-Marathon im kommenden Jahr. „Viele Fahrer haben schon ihr Interesse bekundet, auch im nächsten Jahr wieder mit am Start zu sein.“

Ergebnisse

Der Marathon über 80 Kilometer war das Hauptrennen und mit einigen Top Fahrern besetzt.

Gesamtsieger wurde Lomas Wefing vom Radsport Rhein-Neckar. Der gebürtige Engländer wurde 2017 britischer Marathon-Meister (3:13:12.0) Auf Platz zwei landete Sascha Schwindling vom Team Herzlichst Zypern. Er wurde 2018 Deutscher Marathon Meister (3:14:56.3) Der dritte Platz ging an den Straßen Bundesligafahrer Fabian Holbach vom hessischen Verein RV Sossenheim (3:18:30.5).

Matthias Fischer vom RCW Koblenz-Arzheim wurde Sechster.

Bei den Frauen siegte in ihrem ersten Jahr als Lizenzfahrerin Nina Kuhn vom RC 1900 Bierstadt in einer starken Zeit von 3:51:22.2. Platz zwei geht an die Niederländerin Jannitta van den Brink. Platz drei geht an Annette Welters aus Montabaur.

Alle weiteren Ergebnisse/Einzelergebnisse finden Sie unter: http://www.laachersee-mtb-marathon.de.

Mit Schwung ging es in die Zieleinfahrt.

Mit Schwung ging es in die Zieleinfahrt.

Nach der Tour galt es die Energiereserven wieder aufzufüllen.

Nach der Tour galt es die Energiereserven wieder aufzufüllen.

Die Mountainbiker von LTS Lohmann Andernach sind mit dem kompletten MTB-Team angetreten.Fotos: UBU

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