Wirtschaft | 21.07.2022

- Anzeige - Stadtwerke Andernach auch im Jahr 2021 mit erfreulichem Jahresabschluss

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie werden weiterhin Erfolge verzeichnet

V.l.: Jan Deuster (techn. Geschäftsführer der Stadtwerke), Oberbürgermeister Achim Hütten, Lars Hörnig (kaufmänn. Geschäftsführer der Stadtwerke) und Bürgermeister Claus Peitz freuen sich gemeinsam über das gute Jahresergebnis. Foto: Meta Welling

Andernach. Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie verzeichnen die Stadtwerke für 2021 weiterhin Erfolge.

Das wirtschaftliche Umfeld der Stadtwerke war im Berichtsjahr im Wesentlichen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Daneben war mit wirtschaftspolitischen Unsicherheiten umzugehen. Weitere Rahmenbedingungen waren die deutlich steigenden Energiepreise im zweiten Halbjahr und die damit beginnende Energiemarktkrise.

Trotz der wirtschaftspolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die die Stadtwerke mit ihren rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor große Herausforderungen stellt, konnte mit „Hafen, Energie und mehr“ ein Ergebnis nach Steuern von rund 895.000 Euro erreicht werden. Das Ergebnis liegt damit rund 730.000 Euro über dem Planergebnis. Im Wesentlichen nahm die Tochtergesellschaft Stadtwerke Andernach Energie GmbH Einfluss auf das positive Gesamtergebnis. Deren Betriebsergebnis vor Gewinnabführung lag mit 1.072.000 Euro ebenfalls über den Planwerten. Der operativ größte Betriebszweig Hafen verzeichnete mit 2.808.967 t einen Rückgang der Gütermenge um knapp 3% gegenüber dem Vorjahr. Die globale Lieferkettenproblematik und die damit einhergehende Containerverfügbarkeit stellt den Hauptgrund für den Rückgang dar. Im Containergeschäft wurden mit 157.530 TEU (twenty-feet-equivalent-unit) rund 50.000 TEU weniger verladen als im Vorjahr. Dem entgegen wirkten sich Umsatzsteigerungen in den Hauptgütergruppen Stückgut und Schüttgut sowie im Bereich der Vermietung und Verpachtung positiv auf das Ergebnis aus. Dies führte zu einem neuen Umsatz-Höchstwert des Betriebszweigs von etwa 8.400.000 Euro. Die für 2020 vorgesehene Inbetriebnahme der zweiten Containerbrücke verzögerte sich und wurde am 1. Juli 2021 vollzogen. Diese herausragende Einzelinvestition betrachten die Hafenverantwortlichen als wesentlichen Meilenstein. „Wir freuen uns, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr im Hafen zurückblicken zu können. Durch die zweite KLV-Brücke setzen wir einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Stadtwerke und bringen das zukunftsträchtige Containergeschäft am Standort Andernach weiter voran“, so die Geschäftsführer Jan Deuster und Lars Hörnig.

Die Corona-Pandemie hat auch die Sparten Hallenbad und Stadtlinienverkehr beeinflusst. Die Entwicklung der Besucher- und Nutzerzahlen ist im Berichtsjahr durch die Pandemie und deren Auswirkungen geprägt. Teilweise war nur ein eingeschränkter Betrieb mit limitierten Besucherzahlen im Hallenbad möglich. Auch der ÖPNV wurde von weniger Bürgern genutzt. Das Geschäftsfeld wurde mit dem Fahrplanwechsel und dem Auslauf der Betriebskonzession im Dezember 2021 aufgegeben. Auch in den Parkhäusern wurde durch Homeoffice und Lockdown-Phasen mit rund 200.000 Parkvorgängen ein deutlicher Auslastungs-Rückgang verzeichnet.

Die positive Entwicklung im Energiebereich zeigt sich auch an der Entwicklung der Anzahl an Vertriebskunden. Mittlerweile wurden insgesamt rund 11.000 BäckerjungenStrom- und BäckerjungenGas-Verträge abgeschlossen. Mit der Feststellung des Grundversorgerstatus im Juli 2021, sind die Stadtwerke ab den 01.01.2022 nicht nur Grundversorger für den Bereich Gas, sondern auch für Strom. Die Marktdurchdringung bei Strom und Gas konnte weiter ausgebaut werden. Stromseitig wurden knapp 27.000.000 kWh, gasseitig knapp 100.000.000 kWh verkauft. Die Stadtwerke sind mit der Entwicklung des Energievertriebs sehr zufrieden und verstärken sukzessive Ihre Aktivitäten im Bereich energienahe Dienstleistungen. Neben dem Angebot von Energieberatung haben die Stadtwerke auch ein Pachtmodell für Fotovoltaik-Anlagen im Produktportfolio. Auch die Anzahl an Nachfragen rund um das Thema Elektromobilität, insbesondere bezüglich Ladeinfrastruktur, steigt weiter an. Neben dem Betrieb von eigenen Ladesäulen in den stadtwerke-Parkhäusern bieten die Stadtwerke in Verbindung mit der evm AG ein Contracting-Produkt für Unternehmen bei der Errichtung der Ladeinfrastruktur an. Für eine Installation einer Ladestation im Eigenheim empfehlen die Stadtwerke die Kunden an ihre lokalen Partner im Elektro-Handwerk. „Als kommunales Unternehmen ist es uns wichtig die Energiewende in Andernach gemeinsam mit den Bürgern voranzutreiben und unser Angebot kontinuierlich zu verbessern.“, betonen die Stadtwerke-Geschäftsführer. Darüber hinaus haben die Stadtwerke 2021 ein neues Geschäftsfeld betreten. Dazu bauen sie in Andernach ein sogenanntes IoT-Funknetz auf, mit dem sie in Kooperation mit der Stadt Andernach Anwendungen im Bereich Smart-City anbieten. Ein Anwendungsbeispiel ist die Möglichkeit freie Parkplätze mit öffentlicher Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge anzuzeigen. Visualisiert wird dies heute schon auf der Homepage der Stadt Andernach sowie der „Andernach App“.

Im operativen Netzbetrieb Strom, Gas, Wasser und Fernwärme treiben die Stadtwerke den Roll-Out sogenannter „moderner Messeinrichtungen“ (= Smart Meter) im Rahmen des Messstellenbetriebsgesetzes weiter voran. Ein weiteres Projekt ist die sogenannte Marktraumumstellung, also die Umstellung von L- auf H-Gas im Netzgebiet der Stadtwerke, welche im Laufe dieses Jahres abgeschlossen wird.

Die Stadtwerke investierten im Berichtsjahr rund 8.700.000 Euro Hiervon entfallen etwa 5.600.000 Euro auf den Betriebszweig Rheinhafen, wobei für die Einzelinvestition in die zweite KLV-Brücke auch ein Zuschuss des Bundes vereinnahmt werden konnte. Es erfolgten Investitionen in die Infrastruktur im Energiebereich, insbesondere im Strom- und Gasnetz von knapp 1.800.000 Euro. Im Bereich der Verwaltung wurden insgesamt rund 600.000 Euro investiert. Dabei machen die IT-Infrastruktur sowie der Zukauf von Gewerbeeinheiten den wesentlichen Teil aus.

Die finanziellen Gewinne verbleiben in Teilen im Unternehmen, um die eigene Finanzkraft für anstehende Investitionen zu stärken. Wesentliche Teile der Gewinne werden durch die Ausschüttung an die Gesellschafter zur finanziellen Stärkung des städtischen Haushalts in Andernach genutzt. Der Stadt fließen in diesem Jahr 500.000 Euro netto aus dem Gewinn der Stadtwerke zu. Die Stadt profitiert darüber hinaus durch die Konzessionsgaben für den Betrieb Stromversorgungs-, Gasversorgungs- und Wasserversorgungsnetze (insgesamt rund 964.000 Euro). Zufrieden äußert sich auch Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Achim Hütten „Die Stadtwerke entwickeln sich weiterhin positiv. Der Trend der letzten Jahre ist beeindruckend. Ein großes Lob, vor allen in der schwierigen Situation, gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Das Jahr 2022 steht weiter unter den Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie. Hinzu kommt als besondere Herausforderung der Krieg in der Ukraine. Im Zuge der durch den Ukraine-Krieg verschärften Energiemarktkrise bereiten sich die Stadtwerke auf eine mögliche Gasmangellage vor. Das kommunale Unternehmen steht mit anderen Versorgern und energiewirtschaftlichen Verbänden in engem Austausch. Darüber hinaus beschäftigt sich das Unternehmen in diesem Zusammenhang auch sehr intensiv mit Alternativen zum fossilen Erdgas. Um die Menschen auf die steigenden Preise vorzubereiten, haben die Stadtwerke auf ihrer Homepage Tipps zum Energieeinsparen veröffentlicht.

Weitere Informationen zu aktuellen Themen rund um Hafen, Energie und mehr finden Interessierte unter: https://www.stadtwerke-andernach.de/.

Pressemitteilung

Stadtwerke Andernach

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