Wirtschaft | 28.07.2023

- Anzeige - 25 Jahre INCURA – Seniorenresidenz in Linz

Besser wohnen und leben im Alter: Sankt Antonius-Seniorenresidenz in Linz

25 Jahre Seniorenresidenz in 161 Jahre altem Gebäude: Sankt Antonius in Linz.  Fotos: AWi

Linz. „Einer unserer Bewohner ist in diesem Gebäude sozusagen zur Schule gegangen“, sagt Marion Wagenknecht, Einrichtungsleiterin der INCURA-Seniorenresidenz in Linz am Rhein in der Straße Am Konvikt. Das denkmalgeschützte Gebäude, über 160 Jahre alt, hat eine bewegte Nutzungsgeschichte: Vor seiner Renovierung und Restaurierung im Jahr 1996, der im Jahr 1998 die Eröffnung als Seniorenresidenz folgte, war es zum Beispiel Knaben- und Bischöfliches Konvikt, Lazarett, Minoriten-Kloster, Heim für geistig behinderte Jungen, aber auch, von 1972 bis 1983, Bundesbahnschule. Und der genannte Bewohner sei eben Eisenbahner gewesen, berichtet Wagenknecht. Nun lebe er hier, wo er früher für seinen Beruf Fortbildungen gemacht hat; zurückgekehrt sozusagen. Auch Marion Wagenknecht, die sympathische Chefin des Hauses, ist zurückgekehrt. Vor neun Jahren war die 62-Jährige, die in der Eifel auf einem Bauernhof lebt, Pflegedienstleiterin im Haus, dann heimatnäher beschäftigt und seit gut einem Jahr arbeitet sie wieder hier im Sankt Antonius, als Einrichtungsleiterin. 35 Jahre Berufserfahrung als Alten- und Krankenpflegerin hat sie insgesamt, davon 25 Jahre leitend.

Einfach nur normal zur Miete wohnen oder auch Pflegeleistungen in Anspruch nehmen

Und lange Zugehörigkeit scheint ein integraler Bestandteil des Hauses zu sein: Etliche Beschäftigte sind schon viele Jahre dabei, zehn, 15 oder 25 Jahre sind keine Seltenheit. Das spricht fürs Team und für die Arbeitsbedingungen hier. Und man spürt es auch. Das Team arbeitet eingespielt Hand in Hand, freundlich und professionell. Auch die Bewohner leben zum Teil lang hier. Es gibt beispielsweise „ganz normale Mieter“, Senioren, die hier wohnen, die sich aber selbst versorgen, natürlich auch an Angeboten teilnehmen könnten und, und das ist das Besondere, wenn sie mal pflegebedürftig würden, deren Wohnungen dann zu Pflegewohnungen umgewandelt werden können. Ohne Umzug im gewohnten Umfeld bleiben, das gibt es nicht oft. Hier gibt es 29 Wohnungen, von denen 25 so umgerüstet werden können. Außerdem gibt es 16 Plätze für die Tagespflege und 27 Platze im geschützten Bereich. Im letzteren leben Menschen, die draußen allein nicht gut zurechtkämen, sich verlaufen oder auch sich oder andere gefährden könnten. Sie werden immer von den gleichen Beschäftigten betreut, auch das hilft ihnen, mit wenig Änderungen in ihrem Alltag besser klarzukommen.

Viel Action für die Bewohner – Sogar ein „Modekatalog zum Anfassen“ kommt ins Haus

Das Haus ist zwar denkmalgeschützt, aber natürlich renoviert und vor allem hell und freundlich gestaltet und eingerichtet. Und der Anbau ist ohnehin noch nicht alt. Der Speisesaal in der ehemaligen Kapelle dient auch als Veranstaltungsraum. Für Konzerte zum Beispiel. Nicht nur Musik wird den 104 Bewohnern geboten, von denen die meisten aus der näheren und weiteren Umgebung kommen. Waren es früher übrigens meist mehr weibliche Bewohner, ist das Geschlechterverhältnis inzwischen fast ausgeglichen. Fußpflege und Friseur kommen regelmäßig. Aber auch Ausstellungen, Lesungen, Kaffeenachmittage und Singerunden gibt es. Ende Mai kam zum ersten Mal das Mode-Mobil ins Haus. Im Handumdrehen wurde die historische Kapelle in ein „Modegeschäft“ verwandelt. Die Bewohner erfreuten sich an der tollen Frühjahr-/Sommerkollektion und konnten staunen, anfassen und anprobieren. Der Erfolg war so groß, dass es Ende Oktober einen neuen Termin gibt, um die neue Herbst/Winterkollektion, dann in Form einer Modenschau, zu präsentieren.

Einige Mitarbeiter haben vier Beine und Fell

Insgesamt rund 100 Mitarbeiter, Pflege, Hauswirtschaft, Reinigung usw., sind im Haus beschäftigt. Alle sind fest angestellt und kümmern sich um das Wohlergehen der Bewohner, deren ältester 100 Lebensjahre zählt. Einige „Mitarbeiter“ jedoch haben keinen Vertrag und ihr Lohn kommt auch nichts aufs Konto, sondern per Hand aufs Fell. „Fünf bis sechs Hunde haben wir eigentlich immer im Haus“, sagt Marion Wagenknecht, während sie einen kleinen weißen Hund streichelt. Das seien die Hunde der Mitarbeiter und deren Anwesenheit täte auch den Bewohnern gut. „Bewohner, die keine Hunde mögen oder Angst haben, müssen natürlich auch nichts mit ihnen zu tun haben“, so Wagenknecht weiter, aber das seien nur wenige. Man könne sogar mit seinen Tieren hier einziehen, einzige Bedingung: Der sie mitbringende Bewohner muss sie selbst versorgen können, denn dafür bliebe den Beschäftigten keine Zeit.

Also auch die Tiere sind ein Aushängeschild dieses Hauses, das voller positiver Energie wirkt. Hell, freundlich, gepflegt. Und Bewohner, denen man begegnet, strahlen auch aus, dass sie sich hier wohl und gut betreut fühlen. Das wurde auch offiziell festgestellt: Die Seniorenresidenz Sankt Antonius in Linz hat den „Grünen Haken“, das ist ein Qualitätssiegel über geprüfte Lebensqualität und Verbraucherfreundlichkeit. Auch eine Qualitätszertifizierung nach DIN 9001 steht bald wieder an. Die war zwischenzeitlich abgelaufen und konnte in der Coronazeit nicht erneuert werden, da auch Auditorenbesuche in der Zeit aus Pandemieschutzgründen nicht möglich waren. Die Sankt Antonius- Seniorenresidenz gehört zur INCURA-Gruppe, die neben dem Haus in Linz noch neun weitere Einrichtungen betreibt, die meisten zwischen Darmstadt und Karlsruhe, eines auch in Bad Salzschlirf. Es gebe einen guten Austausch zwischen den Häusern, man telefoniere oft und helfe sich auch, zum Teil, und wenn das möglich ist und passt, sogar mit Personal, so Wagenknecht, die auch der INCURA-Geschäftsführung ein gutes Zeugnis ausstellt. Man habe viele fachliche und organisatorische Freiheiten und das käme den individuellen Anforderungen der Bewohner auch zu Gute.

Hier sind die Senioren in der Mitte der Gesellschaft

Das Haus in Linz ist natürlich auch durch seine Lage beliebt. Von den hellen, gut geschnittenen Apartments sowie den komfortablen Pflegezimmern blickt man in den Garten und weiter bis in die Rheinebene. Die Bewohner richten die „eigenen“ vier Wände nach ihrem persönlichen Geschmack ein und können den Service von Rezeption und Haustechnik jederzeit nutzen. Aber „wir sind voll belegt“, sagt Marion Wagenknecht und es gebe natürlich auch eine Warteliste. Aber man solle ruhig frühzeitig einen Termin vereinbaren und sich bei einem Gespräch beraten lassen, das gelte auch für die Angehörigen. Auch unter www.incura.de/senioren-residenzen/linz-am-rhein.html kann man sich im Netz informieren. „Und überhaupt“, so lädt Marion Wagenknecht lächelnd jeden Interessierten ein, „wir haben ein offenes Bistro, da gibt es mittags von 12 Uhr bis 13.30 Uhr täglich zwei Gerichte zur Auswahl“. Für Jedermann von außen, nicht nur für die Stammgäste der benachbarten Polizei. Die Seniorenresidenz Sankt Antonius in Linz liegt nicht nur in Stadtnähe und somit fast mittendrin in der bunten Stadt am Rhein, also auch mitten in der Gesellschaft, sie bringt mit dem offenen Bistro auch die umgebende Gesellschaft ins Seniorenhaus – und das seit nunmehr 25 Jahren. Herzlichen Glückwunsch zum Vierteljahrhundert! Und natürlich auch all denen, die hier wohnen können. Beiden auf viele gute Jahre noch.

Hunde sind fast überall dabei in der Linzer St. Antonius-Seniorenresidenz.

Hunde sind fast überall dabei in der Linzer St. Antonius-Seniorenresidenz.

25 Jahre Seniorenresidenz in 161 Jahre altem Gebäude: Sankt Antonius in Linz. Fotos: AWi

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