-Anzeige- Björn Diehl aus Sinzig bestand in Landshut die Prüfung zum „Fleischsommelier“
Botschafter des edelsten Genusses
Sinzig/Landshut. Björn Diehl weiß, wie trendige Flank- oder Tenderloin-Steaks geschnitten und edles Rindfleisch mit Ageingmethoden wie „Dry Aged“ oder „Whisky Aged“ veredelt werden, wie Wild zerlegt oder der perfekte Garpunkt auf dem Grill erreicht wird. Auch mit Ethik in der Tierhaltung und neuesten Verbraucherschutzrichtlinien kennt er sich aus: Björn Diehl aus Sinzig ist „Fleischsommelier“. Der 34 -Jährige, der als Metzgermeister bei REWE Azhari in Sinzig tätig ist, holte sich dieses Fortbildungsprädikat bei einem Kurs an der 1. Bayerischen Fleischerschule in Landshut.
Dabei befand sich der lerneifrige Handwerker in exklusiver Gesellschaft: Dieses neuntägige Intensivtraining für Gehirnzellen und Geschmacksnerven war auf 21 Teilnehmer beschränkt und lockte berufserfahrene Metzgermeister und andere Praktiker aus dem Fleischbereich an. Drei Damen und 18 Herren im Alter von 18 bis 56 Jahren nahmen teils lange Wege auf sich – aus Bayern, Baden-Württemberg, Berlin bis Schleswig-Holstein kamen sie zum Büffeln an die Isar. An der 1928 gegründeten Bildungseinrichtung erlebten sie Vorträge, Workshops und Exkursionen unter Leitung internationaler Fleischexperten – von Produktion und Kulinarik bis zu Verkostungen rarer Fleischsorten wie Wagyu aus Japan. Sie wurden sensibilisiert für feinste Nuancen von Beef bis Pork, Veredelungsmethoden und Themen von ethischer Tierhaltung bis Metzgereimarketing.
Neu erworbene Fähigkeiten wurden gewürdigt
„Sie sind jetzt professionelle Verkoster, Prüfer von Fleischqualität und dazu berufen, den Verbrauchern Spezialitäten schmackhaft zu machen, ihnen nicht nur Sättigung, sondern Freude, Genuss und Wohltat zu vermitteln.“ Mit dieser Laudatio würdigte Sensorik-Dozent Prof. Manfred Winkler die neu erworbenen Fähigkeiten der Kursteilnehmer bei einer Feier vor gut 200 Gästen im Zeughaus der Förderer der Landshuter Hochzeit. Da der Begriff „Sommelier“ aus dem Französischen kommt und so viel heißt wie „Mundschenk“, definierte er ihre Rolle so: „Sie interpretieren und übersetzen für die Kunden die Vorteile und Besonderheiten von Fleisch.“ Sie trügen dazu bei, dass im „Wurstland Deutschland“ nicht nur Fleisch, sondern auch dessen hochwertige Erzeugnisse einen würdigen Platz in der Ernährung behielten.
Als „absolute Experten des edlen Rohstoffs Fleisch“ in der komplexen Kette von Erzeugung bis Vermarktung und als perfekte Kundenberater würdigte Christian Läpple, Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, die Absolventen nach bestandener Prüfung. Neben Schul-Gesellschafterin Katrin Barth würdigte auch Geschäftsführerin Barbara Zinkldie Leistungen der Absolventen: Keiner habe sich auf den Lorbeeren des Meisterbriefs oder Verkaufsleiter-Abschlusses ausgeruht, sondern auf hochwertige Weiterbildung gesetzt, um das metzgertypische Kernprodukt Fleisch noch besser kennenzulernen. Mit diesem Können und Fachwissen könnten Fachgeschäfte und das Handwerk im Wettbewerb punkten.
