Interview zum Glasfaserausbau in Rheinbach
Chancen für Digitalisierung, soziales Engagement und Bürgerbeteiligung
Im Gespräch: CCO Stefan Holighaus (bn:t) und Bürgermeister der Stadt Rheinbach Dr. Daniel Phiesel
Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel: Herr Holighaus, der Glasfaserausbau ist für unsere Stadt ein entscheidender Schritt in Richtung Digitalisierung. Gerade in Zeiten, in denen Home Office, flexible Arbeitsmodelle und digitale Bildung immer wichtiger werden, ist eine leistungsfähige Internetanbindung für unsere Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar. Der Ausbau dient somit nicht nur der besseren Versorgung, sondern schafft auch neue Chancen für Arbeit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.
Stefan Holighaus: Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, Herr Bürgermeister. Uns ist sehr bewusst, wie wichtig schnelles Internet inzwischen für den Alltag der Menschen geworden ist. Deshalb war es für uns von Anfang an ein großes Anliegen, Rheinbach und die Ortsteile fit für die digitale Zukunft zu machen.
Bürgermeister: Ein weiterer Meilenstein war ja, dass Queckenberg und Loch mit als erste Ortsteile in ganz Nordrhein-Westfalen bereits im Jahr 2020 mit Glasfaser angebunden wurden. Das war ein echtes Vorzeigeprojekt für unsere Region und hat den Grundstein für den weiteren Ausbau gelegt.
Stefan Holighaus: Als regionaler Telekommunikationsanbieter mit Firmensitz in Bonn-Bad Godesberg fühlen wir uns der Region stark verbunden. Das Interesse und die Unterstützung aus der Bevölkerung waren damals schon groß. Viele schätzen die neue Infrastruktur heute sehr, vor allem im Home Office und beim digitalen Lernen. Diese Energie hat uns motiviert, das Netz stetig weiter auszubauen. Inzwischen sind viele weitere Ortsteile wie z.B. Queckenberg, Loch, Sürst/Hardt, Ramershoven, Hilberath, Todenfeld, Berscheid, Oberdrees, Niederdrees, Flerzheim, Merzbach, Neukirchen und Irlenbusch angeschlossen. Ich möchte an dieser Stelle nochmal betonen, dass wir kein deutschlandweit tätiger Anbieter sind. Wir konzentrieren uns bewusst auf unsere Region und möchten auch weiterhin regional bleiben. Zu unserem Versorgungsgebiet zählen Städte und Gemeinden wie Wachtberg, Meckenheim, Swisttal, Euskirchen, Bad Münstereifel, Ahrweiler, Grafschaft und Remagen.
Bürgermeister: In letzter Zeit habe ich zahlreiche Baumaßnahmen in unserem Stadtgebiet beobachtet. Ist bn:t auch hier weiterhin aktiv?
Stefan Holighaus: Ja, wir sind nach wie vor sehr engagiert. Im Stadtgebiet von Rheinbach wurden nicht nur die genannten Ortsteile, sondern auch der Gewerbepark Rheinbach Nord 1 und Nord 2 sowie das neue Gewerbegebiet Wolbersacker bereits mit Glasfaser erschlossen. Im Bereich rund um das Zentrum sind wir ebenfalls aktiv. Für angrenzende Straßen und Neubaugebiete sind weiterführende Ausbaumaßnahmen bereits geplant bzw. in Vorbereitung. Alle betroffenen Haushalte, die sich in unserem Ausbaucluster befinden, wurden frühzeitig genug von uns darüber in Kenntnis gesetzt und informiert. Auch Nachanschlüsse werden zeitnah realisiert, sodass niemand langfristig auf eine schnelle Verbindung verzichten muss.
Bürgermeister: Handelt es sich bei Ihrem Ausbau um einen eigenwirtschaftlichen oder geförderten Ausbau?
Stefan Holighaus: Der Ausbau erfolgt eigenwirtschaftlich, also ohne Fördermittel. Unser Ziel ist es, jedem Haushalt in absehbarer Zeit die Möglichkeit einer direkten Glasfaseranbindung zu bieten. Das ist auch eine einmalige Chance für die Region, da das alte Kupfernetz früher oder später abgeschaltet wird. Nur mit Glasfaser sind wir zukunftssicher aufgestellt – für Home Office, Streaming, Telemedizin und smarte Stadtentwicklung. Wir möchten die Bürger gezielt aktivieren, sich über die Vorteile des Glasfasernetzes zu informieren – das können Sie übrigens auch auf der Seite des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung unter www.das-beste-internet.de. Wir unterstützen diese Kampagne und setzen sie regional um. Damit sichern wir den Mehrwert für alle – von schnellen Verbindungen bis zu einer nachhaltigen Infrastruktur, die den Wert der Immobilien steigert und neue Arbeitsmöglichkeiten schafft. Wer sich für einen Anschluss interessiert oder Fragen hat, kann sich jederzeit bei uns melden. So haben wir aktuell explizit für die Rheinbacher Haushalte eine große Sonderaktion. Haushalte, die sich mit unserer letzten großen Glasfaser-Ausbauphase noch unsicher waren, können sich jetzt noch bis zum 15. Februar einen Glasfaserhausanschluss kostenlos sichern. Der Aufwand für die Herstellung eines Glasfaserhausanschlusses ist nun sehr gering, es müssen nicht erneut komplette Straßenzüge aufgemacht werden, da unsere Glasfaserrohrverbände bereits vor der Haustüre der Haushalte liegen.
Bürgermeister: Neben dem eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau hat sich bn:t in den vergangenen Jahren immer wieder auch an gemeinschaftlichen Aktivitäten in Rheinbach beteiligt. Aus Sicht der Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ wurde diese Unterstützung bei unterschiedlichen Anlässen, etwa beim Sommerkino, dem Radrennen „Rund in Rheinbach“ des RSC, in das der Bürgerlauf eingebettet ist, aber auch bei der letzten Ausgabe der Rheinbach Classics im vorletzten Jahr, als verlässlich wahrgenommen. Auch das Trikotsponsoring im von der Flut arg gebeutelten Flerzheim ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie sehr dem Unternehmen das lokale Miteinander am Herzen liegt. Dieses Engagement macht einen echten Unterschied für unsere Gemeinschaft. Dafür sagen wir von Herzen: Vielen Dank.
Stefan Holighaus: Sehr gerne. Wir wollen nicht nur die Infrastruktur verbessern, sondern auch das soziale Miteinander stärken. Deshalb unterstützen wir immer wieder soziale Projekte und Vereine in Rheinbach und Umgebung und stehen hierzu im engen Austausch mit der Stadt und den Bürgerinitiativen.
Ein besonderer Hinweis: Am 17. Februar findet der große Karnevalszug in Rheinbach statt. Wir werden dort mit einem eigenen Wagen vertreten sein.
Abschließend lässt sich sagen: Der Glasfaserausbau in Rheinbach ist ein Gemeinschaftsprojekt, das die Stadt langfristig stärkt. Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung und freuen uns auf die kommenden Schritte. Wir bedanken uns auch für das Vertrauen und sehr gute langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt.
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