Wirtschaft | 23.11.2023, 16:36 Uhr

-Anzeige- Geschäftsaufgabe bei Scherer Küchenprofi

Das Ende einer Ära

Wolfgang Scherer (r.) und Moritz Scherer.  Foto: Scherer Küchen
1951

Linz/Bad Neuenahr-Ahrweiler/St. Augustin. Der Name Scherer Küchen ist in der Region ein fester Begriff für hochwertige Küchen und deren Ausstattung. Doch damit ist bald Schluss: Nach 113-jähriger Firmentradition wird der Betrieb im Familienunternehmen eingestellt, wie Geschäftsführer Wolfgang Scherer erklärt. Der Abschied fiel nicht leicht und war sehr emotional. Doch Wolfgang Scherer und sein Sohn Moritz Scherer haben nachvollziehbare Gründe, das Geschäft nicht mehr weiterzuführen. Letzterer wollte eigentlich die Unternehmensnachfolge antreten. Moritz Scherer absolvierte nach einer Lehre als Küchenmonteur eine fundierte Ausbildung an der MöFa, der Fachschule des Möbelhandels in Köln, die er als Betriebswirt abschloss. Es folgte ein mehrjähriger Aufenthalt in einem Möbelhaus in Berlin - eine prägende Zeit: Moritz Scherer merkte, dass seine Leidenschaft im Verkauf von Küchen lag - und nicht in der Geschäftsführung von Scherer Küchen. „Das war natürlich erst einmal ein Schock“, erinnert sich Wolfgang Scherer. Doch die Überraschung legte sich schnell und der Geschäftsführer akzeptierte und respektierte die Entscheidung seines Sohnes. Dennoch ist nun bald Schluss, denn Wolfgang Scherer möchte bald in den Ruhestand gehen.

Lange und erfolgreiche Unternehmensgeschichte

Die lange Geschichte der Firma Scherer Küchenbegann 1910 in Linz. Am Marktplatz 5 gründete der jüngste Spross der alteingesessenen Linzer Familie Scherer, Josef Scherer, ein Geschäft, das sich auf den Verkauf von Möbeln, aber auch Porzellan und Eisenwaren spezialisierte. Erweiterungen folgten in den 1950iger Jahren und 1978. Wolfgang Scherer führte nach seiner Ausbildung in 1979 zunächst gemeinsam mit seiner Mutter das Möbelgeschäft, das nun unter dem Namen „Einrichtungshaus Scherer“ firmierte. Eine Spezialisierung erfolgte im Jahr 2003. Aus dem Möbelhaus wurde der Küchenfachmarkt Scherer Küchen. 2014 wurde die Filiale in Bad Neuenahr-Ahrweiler eröffnet, 2018 folgte eine weitere Filiale in St. Augustin.

Zukunft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist gesichert

Der Standort Bad Neuenahr-Ahrweiler in der Rotweinstraße wurde bereits am 16. Oktober geschlossen. Am 20. November folgte die Schließung der Filiale in St. Augustin. Im Stammhaus in Linz können sich die Kundinnen und Kunden derzeit über einen großen Abverkauf mit attraktiven Angeboten und eine hervorragende Fachberatung durch die 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen. Die Zukunft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war Wolfgang Scherer auch nach der Schließung sehr wichtig: „Wir sind sehr froh, dass fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben“, so Wolfgang Scherer. Die Jobsuche dauerte meist nicht allzu lange. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Scherer Küchen sind sehr gut ausgebildet und auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. „Für uns ist es wichtig zu wissen, dass die Zukunft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesichert ist“, sagt Wolfgang Scherer.

Derzeit gibt es bei Scherer Küchen viele Angebote rund um das Thema Küchen im Ausverkauf. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.scherer-kuechen.com. ROB

Wolfgang Scherer (r.) und Moritz Scherer. Foto: Scherer Küchen

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Freuten sich über einen inspirierenden Abend beim Wirtschaftsforum Andernach in der Mittelrheinhalle: (v.l.): Christian Heller, Geschäftsführer Andernach.net, Andernachs Oberbürgermeister Christian Greiner, Referentin Cordula Nussbaum, Andernachs Wirtschaftsförderer Dustin Heip, Christoph Weitzel, Vorstandsmitglied der KSK Mayen und Landrat Marco Boos.
46

Region. Wie gelingt es, trotz Informationsflut, ständiger Erreichbarkeit und wachsender Anforderungen konzentriert, leistungsfähig und mental gesund zu bleiben? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das diesjährige Wirtschaftsforum Andernach. Die Kreissparkasse (KSK) Mayen und die Wirtschaftsförderung der Stadt Andernach hatten gemeinsam Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft...

Weiterlesen

Team Lederwaren, Schuhe und Kasse.Fotos: Moses AG
56

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Rahmen seines 125-jährigen Jubiläums stellt das Erlebniskaufhaus Moses weiterhin die Menschen vor, die das Traditionsunternehmen mit ihrem täglichen Einsatz prägen. Nachdem in der vergangenen Woche die Teams der Damen- und Herrenmode im Mittelpunkt standen, richtet sich der Blick diesmal auf die Abteilungen Young Fashion und Modern Women sowie auf die Mitarbeiterinnen aus den Bereichen Schuhe, Lederwaren und Kasse.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dienstleistungen
Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz
Sessionseröffnung der KG Ringener Wendböggele, 14.11.26
Kleiderstube
Herbstaktion KW 45
Kursangebote 2. Semester
Titel-Anzeige
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1429

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
1150

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
455

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen