Wirtschaft | 26.10.2018

Anzeige Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung:

„Ein Haus zum Leben und zum Arbeiten“

Pastor Günter Schmidt war zum letzten Mal Mitgestalter des Leitbildtags

Jeder Besucher konnte entscheiden, in welchen, für ihn am besten passenden Topf, er seine 1-Cent-Münze steckte.privat

Andernach. Auch in diesem Jahr begrüßte Pfarrer Günter Schmidt die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Leitbildtag der Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung in Andernach in der Kapelle und das, wie er ankündigte, leider zum letzten Mal. An seiner Stelle wird ab dem kommenden Jahr Professor Dr. Wolfram Haymann, der neue Vorsitzende der Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung, die Eröffnung des Leitbildtages übernehmen.

Mehr als ein geistlicher Impuls

Die Einleitungsworte von Pastor Schmidt sind immer mehr als ein geistlicher Impuls, wenn er die Arbeit eines ganzen Jahres auf den Prüfstand stellt und jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin mit der Frage konfrontiert, auf welchem Weg sich das Altenzentrum zurzeit befindet.

Die Vorstellung vom Altenzentrum als einem „Haus zum Leben und zum Arbeiten“ hinterfragt Pastor Günter Schmidt: „Ist das so? Erfüllen wir die Wünsche, nicht nach Kaviar, sondern nach Selbstbestimmung?“ So erwartet Schmidt, mittlerweile selbst Bewohner, dass das Altenzentrum seinen Bewohner „eine Stimme gibt“, ganz so wie Jesus den blinden Bettler fragte: „Was willst du, was soll ich für dich tun?“ Pfarrer Günter Schmidt zeigte sich dankbar gegenüber den Mitarbeitern, dass sie diesem Beispiel folgen und es in ihrer Arbeit umzusetzen versuchen: „‚Was willst du, was soll ich für dich tun.‘

Danke, dass sie sich das auf die Fahnen geschrieben haben. Wir wollten nicht nur, dass sie funktionieren. Wir wollten den Menschen, der das Leben in aller Endlichkeit erträgt.“ Und Pfarrer Schmidt sieht hier nicht nur die Pflege, sondern alle 202 Mitarbeiter von der Wäscherei bis hin zur Küche und zum Reinigungsdienst. An fünf Info-Ständen, die Georg Breit von der Heimleitung im Anschluss vorstellte, konnten die Mitarbeiter in kleinen Gruppen über die Themen „Gewohntes Leben“, „Leben wie ich will“, „Wünsche und Vereinbarungen“, Was bieten wir Ihnen? Was zeichnet Sie aus? „Der richtige Ton“ und „Teamkonferenz“ ins Gespräch kommen. Zum Thema „Gewohntes Leben“ hob Georg Breit die Notwendigkeit individuellen, geschützten Wohnens zur Steigerung des Selbstwerts hervor, wobei sich im Wohnen die eigene Persönlichkeit ausdrückt. So gibt es im Marienhaus und im Betreuten Wohnen an jeder Tür Klingel und Briefkasten.

Was macht die Menschen zufrieden?

Am Info-Stand zum Thema „Leben wie ich will“ wurde gefragt, was Bewohner zufrieden macht. Einerseits sind es Feste. Viel wichtiger aber sind Kleinigkeiten, die zur Zufriedenheit beitragen. Beim Thema „Wünsche und Vereinbarungen“ ging es um schwer erfüllbare Wünsche, beispielsweise erst um 11 Uhr zu frühstücken oder abends keine Pflegekraft mehr im Zimmer zu wollen. Sind Wünsche nicht zu 100 Prozent zu erfüllen, bemühen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Kompromisse. Der vierte Stand stellte sich dem Thema: Was bieten wir Ihnen? Was zeichnet Sie aus? Die Teilnehmer des Leitbildtags konnten mit 1 Cent-Münzen für sich entscheiden, welche Begriffe, die auf den 12 rosa Gläsern standen, für sie persönlich zutreffend sind. „Menschlichkeit und Freundlichkeit“ wurde am höchsten gewertet. Am Stand „Der richtige Ton“ wurde über den Menschen in seiner Biographie gesprochen. Dabei spielen auch Herkunft, Beruf und Lebensweg eine Rolle. Wertschätzung kann nur gelingen, wenn jeder im Team dazu seinen Beitrag leistet. Beim fünften und letzten Stand wurde in einem Film das Rollenspiel einer Teamkonferenz gezeigt. Dabei stellte sich heraus, dass einzelne Dienste mit den dazugehörigen Gesichtern den Angehörigen und Neubewohnern nicht ausreichend vorgestellt wurden. Auch fehlte ein Hinweis auf spirituelle Angebote wie Gottesdienste und Seelsorgegespräche. Mit einigen Lösungen und auch neuen Fragen zeigte der Leitbildtag den augenblicklichen Standpunkt der Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung und gab Impulse für die Zukunft, an der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgestalten.

Jeder Besucher konnte entscheiden, in welchen, für ihn am besten passenden Topf, er seine 1-Cent-Münze steckte.Foto: privat

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