-Anzeige- In der Firma Sesterhenn GmbH & Co. KG aus Mülheim-Kärlich fand die Görlitz AG einen gleichgesinnten Partner
„Ein echtes Nachhaltigkeitsprojekt“
Alte Fenster werden nach Demontage und Abtransport in ihre Material-Bestandteile zerlegt
Koblenz. Bekannt ist die in Koblenz ansässige Görlitz Aktiengesellschaft für ihre praxisnahen Softwarelösungen und Hardwarekomponenten im Bereich der Energiemessung. Der Nachhaltigkeitsgedanke prägt das 1976 von Martin Görlitz gegründete und heute als Firmengruppe europaweit tätige Unternehmen von Beginn an. So ist es nur konsequent, dass er auch den Sanierungsarbeiten am Gebäude der Görlitz Zentrale in der August-Thyssen-Straße zugrunde liegt. Dort werden derzeit mehr als 200 rund 30 Jahre alte Kunststoff-Fenster gegen neue, hochwärme- und lärmdämmende Kunststoff-Fenster ausgetauscht.
In den Fensterspezialisten der Firma Sesterhenn GmbH & Co. KG aus Mülheim-Kärlich fand die Görlitz AG gleichgesinnte und kompetente Partner, die im Rahmen eines ganzheitlichen Sanierungskonzepts die Planung und Ausführung der Maßnahme übernehmen durften. Gemeinsam mit der Rewindo GmbH, die seit 2002 bundesweit das Recycling von alten Kunststoff-Fenstern und anderen PVC-Produkten organisiert, stellte Sesterhenn „ein echtes Nachhaltigkeitsprojekt“ durch CO2-sparendes Recycling am Görlitz-Gebäude auf die Beine.
Die alten Fenster werden nach Demontage und Abtransport nicht zur Müllverbrennung gebracht, sondern in ihre Material-Bestandteile zerlegt. Aus dem separierten PVC-Material stellt ein Recyclingpartnerbetrieb der Rewindo GmbH später hochwertiges PVC-Granulat her, das problemlos bei der Produktion von neuen Fenstern eingesetzt werden kann.
Anhand einer kleinen Demonstrationsbox erläuterte Michael Vetter, Geschäftsführer der Rewindo GmbH, den Recycling-Prozess von PVC-Fenstern. Zusammen mit seinen Recyclingpartnern führte Rewindo im vergangenen Jahr wertvolle Rohstoffe von zwei Millionen Altfenstern der Wiederverwertung zu. Jede Tonne PVC-Recyclat, die in der Profilherstellung zum Einsatz kommt, spart rund 1,87 Tonnen CO2.
Dort, wo bis März dieses Jahres noch die alten Fenster den aufgrund der nahe gelegenen Bahnlinie lärmgeplagten Mitarbeitern der Görlitz AG den Nerv raubten, montierte Firma Sesterhenn jetzt neue, energieeffiziente Kunststoff-Fenster mit hochmodernen Profilen. Fachgerecht und in logistischer Bestleistung während des laufenden Bürobetriebs. PVC-Fenster, wie sie hier verbaut wurden, sind zu 100 Prozent recyclingfähig und weisen, verglichen mit Holz- oder Holz-Aluminiumfenstern, eine deutlich günstigere Gesamtökobilanz auf, wie die Firma Sesterhenn erklärte.
Ökonomisches Denken und Ressourcenschonung, das ist die Motivation bei allen Projekten des 1890 gegründeten Unternehmens, das mit Johannes Sesterhenn schon in vierter Generation im Familienbesitz ist. Neben nachhaltigem Denken sind modernste Techniken und hochwertige Materialien der Grundstein für die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, die mit derzeit 20 Mitarbeitern weiter fortgeschrieben wird. Die Vielfalt der hochwertigen Produkte im Bereich Fenster, Türen und Sonnenschutz für Sanierung und Neubau präsentiert das Fachzentrum auf einer 1000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche im Gewerbepark Mülheim-Kärlich. Produkte namhafter Hersteller „made in Germany“ – das ist Johannes Sesterhenn wichtig. Mit diesem Label engagiert er sich „im Auftrag unseres Lebensraums“ für kurze Transportwege und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Johannes Sesterhenn: „Wir haben längst verstanden, dass es keinen Reserve-Planeten gibt und wir unsere Zukunft nicht einfach wegwerfen dürfen.“ BSB
Das Fensterlager.
Michael Vetter (links) erläutert Martin Hardt und Johannes Sesterhenn (rechts) das Recycling-Verfahren.
Johannes Sesterhenn am Container der Firma Biotrans, in dem die alten Kunststoff-Fenster für den Abtransport gesammelt werden.
Der Sesterhenn-Mitarbeiter bereitet den Einbau der neuen Fenster vor.
