Wirtschaft | 27.05.2019

-Anzeige- In der Firma Sesterhenn GmbH & Co. KG aus Mülheim-Kärlich fand die Görlitz AG einen gleichgesinnten Partner

„Ein echtes Nachhaltigkeitsprojekt“

Alte Fenster werden nach Demontage und Abtransport in ihre Material-Bestandteile zerlegt

Gemeinsam dem Nachhaltigkeitsgedanken folgend (von links): Martin Hardt (Tischlermeister bei Sesterhenn), Martin Hering (vom Rewindo-Partner Biotrans), Michael Vetter (Rewindo), Lars Koernig-Kron (kaufmännischer Leiter der Görlitz AG) und Johannes Sesterhenn.Fotos: BSB

Koblenz. Bekannt ist die in Koblenz ansässige Görlitz Aktiengesellschaft für ihre praxisnahen Softwarelösungen und Hardwarekomponenten im Bereich der Energiemessung. Der Nachhaltigkeitsgedanke prägt das 1976 von Martin Görlitz gegründete und heute als Firmengruppe europaweit tätige Unternehmen von Beginn an. So ist es nur konsequent, dass er auch den Sanierungsarbeiten am Gebäude der Görlitz Zentrale in der August-Thyssen-Straße zugrunde liegt. Dort werden derzeit mehr als 200 rund 30 Jahre alte Kunststoff-Fenster gegen neue, hochwärme- und lärmdämmende Kunststoff-Fenster ausgetauscht.

In den Fensterspezialisten der Firma Sesterhenn GmbH & Co. KG aus Mülheim-Kärlich fand die Görlitz AG gleichgesinnte und kompetente Partner, die im Rahmen eines ganzheitlichen Sanierungskonzepts die Planung und Ausführung der Maßnahme übernehmen durften. Gemeinsam mit der Rewindo GmbH, die seit 2002 bundesweit das Recycling von alten Kunststoff-Fenstern und anderen PVC-Produkten organisiert, stellte Sesterhenn „ein echtes Nachhaltigkeitsprojekt“ durch CO2-sparendes Recycling am Görlitz-Gebäude auf die Beine.

Die alten Fenster werden nach Demontage und Abtransport nicht zur Müllverbrennung gebracht, sondern in ihre Material-Bestandteile zerlegt. Aus dem separierten PVC-Material stellt ein Recyclingpartnerbetrieb der Rewindo GmbH später hochwertiges PVC-Granulat her, das problemlos bei der Produktion von neuen Fenstern eingesetzt werden kann.

Anhand einer kleinen Demonstrationsbox erläuterte Michael Vetter, Geschäftsführer der Rewindo GmbH, den Recycling-Prozess von PVC-Fenstern. Zusammen mit seinen Recyclingpartnern führte Rewindo im vergangenen Jahr wertvolle Rohstoffe von zwei Millionen Altfenstern der Wiederverwertung zu. Jede Tonne PVC-Recyclat, die in der Profilherstellung zum Einsatz kommt, spart rund 1,87 Tonnen CO2.

Dort, wo bis März dieses Jahres noch die alten Fenster den aufgrund der nahe gelegenen Bahnlinie lärmgeplagten Mitarbeitern der Görlitz AG den Nerv raubten, montierte Firma Sesterhenn jetzt neue, energieeffiziente Kunststoff-Fenster mit hochmodernen Profilen. Fachgerecht und in logistischer Bestleistung während des laufenden Bürobetriebs. PVC-Fenster, wie sie hier verbaut wurden, sind zu 100 Prozent recyclingfähig und weisen, verglichen mit Holz- oder Holz-Aluminiumfenstern, eine deutlich günstigere Gesamtökobilanz auf, wie die Firma Sesterhenn erklärte.

Ökonomisches Denken und Ressourcenschonung, das ist die Motivation bei allen Projekten des 1890 gegründeten Unternehmens, das mit Johannes Sesterhenn schon in vierter Generation im Familienbesitz ist. Neben nachhaltigem Denken sind modernste Techniken und hochwertige Materialien der Grundstein für die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, die mit derzeit 20 Mitarbeitern weiter fortgeschrieben wird. Die Vielfalt der hochwertigen Produkte im Bereich Fenster, Türen und Sonnenschutz für Sanierung und Neubau präsentiert das Fachzentrum auf einer 1000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche im Gewerbepark Mülheim-Kärlich. Produkte namhafter Hersteller „made in Germany“ – das ist Johannes Sesterhenn wichtig. Mit diesem Label engagiert er sich „im Auftrag unseres Lebensraums“ für kurze Transportwege und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Johannes Sesterhenn: „Wir haben längst verstanden, dass es keinen Reserve-Planeten gibt und wir unsere Zukunft nicht einfach wegwerfen dürfen.“ BSB

Das Fensterlager.

Das Fensterlager.

Michael Vetter (links) erläutert Martin Hardt und Johannes Sesterhenn (rechts) das Recycling-Verfahren.

Michael Vetter (links) erläutert Martin Hardt und Johannes Sesterhenn (rechts) das Recycling-Verfahren.

Johannes Sesterhenn am Container der Firma Biotrans, in dem die alten Kunststoff-Fenster für den Abtransport gesammelt werden.

Johannes Sesterhenn am Container der Firma Biotrans, in dem die alten Kunststoff-Fenster für den Abtransport gesammelt werden.

Der Sesterhenn-Mitarbeiter bereitet den Einbau der neuen Fenster vor.

Der Sesterhenn-Mitarbeiter bereitet den Einbau der neuen Fenster vor.

Gemeinsam dem Nachhaltigkeitsgedanken folgend (von links): Martin Hardt (Tischlermeister bei Sesterhenn), Martin Hering (vom Rewindo-Partner Biotrans), Michael Vetter (Rewindo), Lars Koernig-Kron (kaufmännischer Leiter der Görlitz AG) und Johannes Sesterhenn.Fotos: BSB

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Blumen Meyer Neueröffnung
Anzeige Uhren Vintage
Stellenanzeige Auszubildung zum/zur Umwelttechnologen/in
Titelanzeige
Maibaumstellen Heimersheim
Gesundheit im Blick
Empfohlene Artikel
Dr. med. Patrick Löhr, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie des Evang. Klinikums Westerwald (EKW), Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung (EPZ max.).  Foto: Anja Nassen
16

Hachenburg. Wenn konservative Therapien nicht mehr helfen, kann ein künstliches Gelenk die Lebensqualität deutlich verbessern. Doch viele Betroffene stellen sich die Frage, was vor einer Operation zu beachten ist und wie die Zeit danach optimal gestaltet werden kann.

Weiterlesen

Chefarzt Dr. Christian Bamberg (links, stehend) informierte ausführlich über das Thema Schlaganfall und beantwortete im Anschluss zahlreiche Fragen aus dem interessierten Publikum.  Foto: Landeskrankenhaus / Pape
13

Andernach. Die Neurologie befasst sich mit einer großen Vielfalt an komplexen Krankheitsbildern. Oft geht es wie beim Schlaganfall um Minuten, um Menschenleben zu retten. Um dann wirksame medizinische Versorgung zu gewährleisten, braucht es gut ausgebildetes Personal mit immensem Fachwissen und hochmoderne Gerätschaften. Beim Aktionstag „Neurologie erleben“ an der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach...

Weiterlesen

„Die Umfirmierung ist für uns ein wichtiger Meilenstein“, erklärt Rechtsanwalt Kai-Daniel Friedrich.  Foto: Sabine Ring
14

Bad Neuenahr. Aus einer gewachsenen und etablierten Kanzlei entsteht eine noch klarer strukturierte und zukunftsorientierte Einheit: Die bisherige Kanzlei „Kurtenacker Friedrich Rechtanwälte“ firmiert nun unter dem Namen FRIEDRICH Rechtsanwälte. Die Umfirmierung ist dabei kein Bruch mit der Vergangenheit, sondern die logische Weiterentwicklung einer erfolgreichen Kanzleigeschichte.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
11

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
28

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
Anlagenmechaniker
Titelanzeige
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen in Heimersheim
Kooperationsgeschäft
Maifest in Gönnersdorf
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Maifest in Dedenbach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Biker Segnung
Innovatives rund um Andernach
Verwaltung Immobilien
Servicemitarbeiterin