-Anzeige- Girls- und Boys-Day im Seehotel Maria Laach
„Gegen Rollenbilder und Geschlechterklischees“
Maria Laach. Am „Girls- und Boys-Day“ nahmen wieder zahlreiche Jungen und Mädchen die Chance wahr, in vermeintlich typische Berufe des jeweils anderen Geschlechts hinein zu schnuppern.
Das Projekt „Girls-Day – Mädchen-Zukunftstag“ soll dazu beitragen, die Berufschancen von Mädchen in zukunftsträchtigen Berufsfeldern, in denen sie bisher unterrepräsentiert sind, auszubauen, um ihre Arbeitsmarkt-, Karriere- sowie Verdienstchancen zu verbessern. Der Girls-Day findet einmal jährlich in der letzten April-Woche als eintägiges Schnupperpraktikum oder Workshop statt. Zeitgleich zum Girls-Day findet seit 2011 auch der Boys-Day statt. Hier erkunden Jungen ebenfalls ab der 5. Klasse Berufe in den Bereichen, in denen Männer bislang noch nicht so stark vertreten sind.
Nach Aussage des Bundesfamilienministeriums haben die Erfahrungen in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Mädchen und Jungen neue Perspektiven in der Berufs- und Lebensplanung offener aufnehmen, wenn sie sich im Vorfeld schon ein Bild davon machen konnten. „Sie sind eher bereit, ihre Berufsvorstellungen nochmals zu reflektieren und sich bei ihrer Berufswahl stärker von ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten lenken zu lassen. Mit Erfolg: So haben beispielsweise rund ein Drittel der Unternehmen, die mehrfach am Girls-Day aktiv waren, Bewerbungen von ihren ehemaligen Girls-Day-Teilnehmerinnen erhalten“, schreibt das Bundesfamilienministeriums auf seiner Homepage.
Ein „Schnuppertag“ im Seehotel
Dieses konnte auch die Personalchefin des Seehotels Maria Laach, Birgit Müller-Leersch bestätigen, die am Donnerstag, dem 27. April gleich fünf Mädchen und einen Jungen zum Girls- und Boys-Day im Seehotel begrüßte. Die Schülerinnen und der Schüler: Annelie Puth, Maria Paporisz, Lisa Marie Simonis, Amelie Münsterberg, Vivien Kunz und Lars Meier kamen aus den Klassen 6 und 7 der Realschule Plus (FOS) Kaisersesch, Eichendorff-Gymnasium Koblenz, Asterstein-Gymnasium Koblenz sowie der integrierten Gesamtschule in Wörrstadt und hatten allesamt den Wunsch, einen Tag lang sowohl in der Hotelküche als auch in der Konditorei zu „schnuppern“.
Nachdem alle Teilnehmer in der vorgeschriebenen Kleidung (weißes T-Shirt, Jeans, rutschfeste und geschlossene Schuhe pünktlich in den Morgenstunden erschienen waren und ihr ärztliches Attest vorgelegt hatten, welches bescheinigte, dass sie unter keinen ansteckenden Krankheiten leiden, führte Frau Müller-Leersch die jungen Schnuppergäste zunächst durch das Haus und zeigte ihnen u.a. auch die verschiedenen Zimmer und den Wellness-Bereich, von dem alle hell begeistert waren. Sodann übergab sie die Schüler an den Küchenchef Jörg Münsterberg, der die Gruppe zunächst einmal aufteilte. Während drei Personen am Vormittag einen ersten Eindruck in der Konditorei erhielten, wurden die anderen drei in die Geheimnisse der Hotelküche eingeweiht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Personalkantine wechselten die Gruppen ihr „Schnuppergebiet“.
Gegen 18 überreichte Frau Müller-Leersch den jungen Leuten je eine Teilnahmebestätigung und lud jeden Einzelnen herzlich zu einem weiteren Schulpraktikum oder Ferienpraktikum ein.
Da Andrea de los Desamarados Villoro Borja aus Valencia (Spanien) im Rahmen des „Erasmus plus“-Programms zurzeit ein drei Monate währendes Praktikum in der Konditorei absolviert, konnten die Schnuppergäste sich gleich ein Bild davon machen, dass ein Praktikum im Seehotel eine wahre Bereicherung sein kann. FRE
Auch die Konditorgesellin Vanessa Merzbach (2. v. rechts) vermittelte den Gästen gemeinsam mit der spanischen Praktikantin Andrea de los Desamarados Villoro Borja (4. v. links) einen informativen Einblick in ihre Arbeit.
