Wirtschaft | 19.10.2019, 09:44 Uhr

-Anzeige- Mit dem Altenzentrum St. Stephan in die Zukunft

Mitarbeiter garantieren Kontinuität der Pflegeeinrichtung

(V.li.n.re.) Geschäftsführer Thomas Weber, Gertrud Hüttges – Heimleitung, Frank Lenssen – Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, Vorsitzender Dr. Wolfram Haymann und Diana Petrek sowie Georg Breit von der Heimleitung wollen den Charakter des Hauses für die Zukunft bewahren und mit den Mitarbeitern noch mehr ins Gespräch kommen. Foto: Eduard Bretthauer
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Andernach. Der plötzliche Tod von Pastor Günter Schmidt war für alle Bewohner und Mitarbeiter der Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung ein trauriges und gleichzeitig verunsicherndes Ereignis. Automatisch stellte sich die Frage, wie geht es weiter?

In guter Vorsorge hatte er die Nachfolge von Dr. Wolfram Haymann im April 2018 eingeleitet. In seiner letzten Weihnachtsansprache an die Mitarbeiter im Dezember 2018 sprach Pastor Schmidt von Veränderbarem und von bleibenden Werten, womit er alle Mitarbeiter meinte, die den Geist des Hauses leben: „Wir sollen nicht stehen bleiben bei dem, was wir mit den Augen sehen, dass die Welt wüst und ausgetrocknet ist. Es ist immer mehr. Hinter dem, was Sie als Mitarbeiter leisten, stehen Sie als Mensch. ‚Gott sei Dank, dass es den gibt!‘ Diesen Satz sagen Bewohner und Angehörige immer wieder über unsere Mitarbeiter.“ Für Pastor Günter Schmidt sind die Mitarbeiter die Seele des Hauses, die garantieren, dass Bewohner und Gäste „Herr ihres eigenen Lebens“ bleiben.

Dementsprechend betonte Pastor Schmidt immer wieder den Leitsatz: „Bewohner und Gäste der Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung bleiben trotz ihrer Gebrechlichkeit, ihrer Verwirrtheit und Pflegebedürftigkeit Subjekt, Träger eines selbstbestimmten, unabhängigen Lebens.“ Die Leitung – Vorsitzender Dr. Wolfram Haymann sowie Diana Petrek, Gertrud Hüttges und Georg Breit von der Heimleitung und Geschäftsführer Thomas Weber – will diesen Charakter des Hauses für die Zukunft bewahren und „gewohntes Leben erkennen und sichern. Dazu sind unsere Mitarbeiter in der Lage“, betonte Dr. Wolfram Haymann. Voraussetzung hierfür ist die positive Einstellung zu Bewohnern und Mitarbeitern. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ihre Arbeit gerne erledigen und sich in der Einrichtung geborgen und von ihr getragen fühlen. Dr. Haymann: „Dazu muss die Kommunikation mit den Mitarbeitern verbessert, Hierarchien müssen abgebaut werden. Um sich hundertprozentig auf die Bewohner zu konzentrieren, braucht es zufriedene Mitarbeiter, die selbstständig an die Arbeit gehen und Verantwortung übernehmen, die Probleme sehen und melden oder gegebenenfalls über ihren Bereich hinaus selber lösen. Wir alle sind ein Team.“ Um diesen Teamgedanken geht es am 5. November beim Leitbildtag. Dieser steht für Offenheit gegenüber den Mitarbeitern, so Diana Petrek von der Heimleitung: „Wir möchten mehr Transparenz. Entscheidungen sollen offen angesprochen werden, um Meinungen von mehr Leuten einzuholen.“ Entscheidungen werden eben nicht isoliert von oben getroffen, auch dies ein Weg hin zu einem gleichberechtigten Miteinander auf Augenhöhe. So gibt es für jeden Mitarbeiter einmal die Woche auch die Möglichkeit, mit Dr. Haymann über Ideen und ganz persönliche Dinge zu sprechen und auf kurzem Wege seine Sorgen loszuwerden. Beim diesjährigen Leitbildtag steht die „Mitarbeiterorientierung“ im Zentrum: ein Tag zum Sprechen, wie sich etwa die Pausensituation der Teams verbessern lässt oder ob Bereitschaftsdienste verlässlichere Dienstpläne ermöglichen, die mehr Sicherheit geben, damit ein freies Wochenende auch wirklich frei bleibt. Georg Breit von der Heimleitung: „Mit einem Fragebogen werden die Themen im Vorfeld geklärt. So wissen wir bereits jetzt, was am Leitbildtag zu Sprache kommen wird. Können zum Beispiel Überstunden abgebaut oder ganz vermieden werden? Wir wollen mit all den genannten Maßnahmen einen spürbaren Schritt in Richtung Mitarbeiterorientierung gehen. Nur die Mitarbeiter garantieren Kontinuität.“

Altenzentrum St. Stephan

(V.li.n.re.) Geschäftsführer Thomas Weber, Gertrud Hüttges – Heimleitung, Frank Lenssen – Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, Vorsitzender Dr. Wolfram Haymann und Diana Petrek sowie Georg Breit von der Heimleitung wollen den Charakter des Hauses für die Zukunft bewahren und mit den Mitarbeitern noch mehr ins Gespräch kommen. Foto: Eduard Bretthauer

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