Wirtschaft | 31.05.2024, 12:26 Uhr

- Anzeige - Austausch über Gründung eines Inklusionsbetriebs

Neue Wege auf dem Arbeitsmarkt

Peter Jung, Bürgermeister der Stadt Neuwied (2.v.l.), besuchte das Gästehaus im Schlosspark der Barmherzigen Brüder Saffig. Bei einem Rundgang informierten Kathrin Kesberg, Manuel Quint (r.) und Pascal Nachtsheim über die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die Gründung des Inklusionsbetriebs.  Foto: Lisa Hoffmann
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Saffig/Neuwied. Menschen mit Beeinträchtigung einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen, dies ist das Ziel von Inklusionsbetrieben. Mit der Gründung des Inklusionsbetriebs „Gästehaus im Schlosspark“, haben die Barmherzigen Brüder Saffig einen eben solchen Betrieb vor wenigen Monaten ins Leben gerufen. Vorausgegangen war ein umfangreiches Genehmigungsverfahren, um die in Teilen geförderten Arbeitsplätze zu schaffen. Der Neuwieder Bürgermeister Peter Jung informierte sich nun über diesen innovativen Ansatz. Bei seinem Besuch sprach er mit dem Direktor Teilhabedienste, Manuel Quint, Projektleiter Pascal Nachtsheim und der Leiterin des Inklusionsbetriebs, Kathrin Kesberg über die Chancen und Herausforderungen bei der Gründung eines Inklusionsbetriebs. „Der Weg des Genehmigungsverfahrens war aufwendig, aber er hat sich definitiv gelohnt“, resümiert Manuel Quint. „Sieben Menschen mit und ohne Beeinträchtigung arbeiten nun bereits im Gästehaus miteinander auf Augenhöhe, empfangen Gäste, kümmern sich um die Zimmer, stellen die Bewirtung des Frühstückcafés sicher und managen künftig auch einen Veranstaltungs- und Tagungsbereich. Im Grunde ein kleiner eigenständiger Betrieb innerhalb unserer Einrichtung.“ Gästehaus Leiterin Kathrin Kesberg gab bei einem Rundgang einen Einblick in die Abläufe und verwies auf die Besonderheiten im Vergleich zu „normalen“ Betrieben: „Wir sehen unsere Mitarbeitenden mit ihren persönlichen Möglichkeiten. Selbstverständlich gibt es oftmals Gründe, warum sie bisher nicht oder nicht mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig waren. Kognitive, körperliche oder psychische Beeinträchtigungen spielen hierbei eine Rolle. Gleichzeitig sehen wir aber auch eine hohe Motivation bei den Menschen. Sie nehmen die Chance an, Teil des allgemeinen Arbeitsmarktes zu werden.“ Projektleiter Pascal Nachtsheim ergänzt: „Die vermeintliche Schwäche des beeinträchtigten Mitarbeitenden schreckt oftmals Unternehmen davor zurück, integrative Arbeitsplätze bereitzustellen oder gar ein Inklusionsunternehmen zu gründen. Unsere Erfahrung zeigt, dass jedoch viel Potential bei den Menschen gehoben werden kann und der Mehrwert eines inklusiven Teams deutlich spürbar ist.“

Peter Jung, zuständig unter anderem für das Sozialdezernat der Stadt Neuwied zeigte sich nach dem Rundgang beeindruckt von dem Gesamtkonzept. „Für mich hat ein solches Projekt Leuchtturmcharakter. Die Barmherzigen Brüder Saffig gehen hier mit ihrem Auftrag der Unterstützung von Menschen ganz neue und zeitgemäße Wege. In der sich verändernden Fachkräftesituation ist es wichtig, solche innovativen Projekte anzustoßen und hieraus Erfahrungen zu sammeln. Ich nehme die Impulse gerne mit in die Stadt Neuwied und danke dem Team der Barmherzigen Brüder Saffig für die Bereitschaft, bei weiteren Fragen hinsichtlich der Gründung eines Inklusionsbetriebs als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.“

Barmherzige Brüder

Trier gGmbH

Peter Jung, Bürgermeister der Stadt Neuwied (2.v.l.), besuchte das Gästehaus im Schlosspark der Barmherzigen Brüder Saffig. Bei einem Rundgang informierten Kathrin Kesberg, Manuel Quint (r.) und Pascal Nachtsheim über die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die Gründung des Inklusionsbetriebs. Foto: Lisa Hoffmann

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