Wirtschaft | 31.08.2022

- Anzeige - Thomas Alef schuf für seine Abschlussprüfung im Tischlerhandwerk ein Gesellenstück der ganz besonderen Art

„Schohschränksche-Rondbänksche“

Schreiner Thomas Alef mit seinem Gesellenstück.  Fotos: FRE

Obermendig. Die Schreinerei Alef ist ein seit 1891 nunmehr in der vierten Generation inhabergeführter Meisterbetrieb des Schreinerhandwerkes. Hier wird traditionelles Handwerk mit innovativer Kompetenz zuverlässig kombiniert, um anspruchsvollen Kundenwünschen gerecht zu werden. Das Traditionsunternehmen befindet sich mitten im Herzen von Obermendig (Spitzgasse 6) und ist mit modernsten Maschinen des Schreinerhandwerks ausgestattet.

Für jeden, der zum Beispiel keine Möbel, Türen oder Fenster von der Stange haben möchte, realisiert die Schreinerei Alef jede noch so ausgefallene, individuelle Idee und macht auf Wunsch auch gerne entsprechende Vorschläge für die Einrichtung von Wohnungen, Häusern oder Firmen/Arbeitsräumen. Dabei werden sowohl Gesamtlösungen - einschließlich der Zusammenarbeit mit Architekten, Innenarchitekten, Malern, Metallbauern, Installateuren, Elektrikern und anderen Gewerken angeboten oder auf Wunsch auch deren Verbund. Bei der Realisierung jedes Auftrages kommt den Kunden die langjährige Erfahrung des Firmenchefs und seines fachkundigen Teams zugute, da diese klassische Handwerkstechniken mit aktuellem Fachwissen gekonnt in Einklang bringen. Gegründet wurde der Familienbetrieb am 01. Oktober 1891 von Andreas Alef. 1922 übernahm Georg Johann Alef nach dem Tod seines Vaters den elterlichen Betrieb und erwarb die ersten elektrisch betriebenen Maschinen zur Holzbearbeitung. Karl Oskar Alef besuchte von 1953 bis 1955 in Neuwied zwei Jahre lang die Technikerfachschule und erlangte 1967 den Meisterbrief bei der Handwerkskammer Koblenz. Nach dem Tod seines Vaters Georg Johann übernahm er den elterlichen Betrieb.

Der heutige Firmenchef Helmut Josef Alef schloss seine Schreinerlehre im elterlichen Betrieb 1977 mit dem Gesellenbrief ab und erwarb nach dem zwei Jahre währenden Besuch der Fachschule für Holztechnik in Detmold die Berufsbezeichnung Holztechniker. Seit dem 27.08.1986 führt er nach erfolgreicher Meisterprüfung im Tischler-Handwerk den Meistertitel. Nach seiner erfolgreichen Diplomarbeit über die Chancen und Probleme der EDV-Einführung in die Handwerksbetriebe führte er die EDV gestützte Planung und Kalkulation im heimischen Obermendiger Betrieb ein. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit zählen u.a. die Planung und der Bau von individuell gestalteten Möbeln. Seit 2011 firmiert die Schreinerei von Helmut Alef unter „Schreinerei Alef GmbH & Co. KG“.

Auch sein besonders kreativer Sohn Thomas, der im heimischen Betrieb seine Ausbildung machte, hat sich mit Leidenschaft dem Schreiner-, bzw. Tischlerhandwerk verschrieben. So setzte der 18-jährige Schreinergeselle im vergangenen Monat im Rahmen der Abschlussprüfung im Tischlerhandwerk mit seinem mit der Note „sehr gut“ bewerteten Gesellenstück „Schohschränksche-Rondbänksche“ ein zukunftsweisendes Statement mit einem beleuchteten Akzent-Möbel für den Flurbereich. Dabei gelang es ihm hervorragend, die traditionelle Handwerkskunst mit innovativen Elementen zu verbinden.

Die futuristisch anmutende und anspruchsvoll gestaltete Schuhbank besteht aus einem im oberen Bereich indirekt beleuchteten Kreiselement aus gebogenem MDF, in welches man sich hineinsetzen kann. Das Kreiselement liegt auf einem trapezförmigen Korpus, der aus einer Tischlerplatte (Eiche furniert und lackiert) geschaffen- und mit einer abschließbaren Tür versehen wurde. Hinter der Tür befinden sich ein Schubkasten aus Eiche massiv und ein Fach zum Abstellen von Schuhen. Das extravagante Kunstwerk steht auf einem eigens gegossenen Beton-Sockel. Um der gesamten Konstruktion die erforderliche Stabilität zu verleihen, wurde ein Eisenkonstrukt im unteren Bereich des Korpus eingearbeitet. Übrigens stammt die Idee für den Namen des kunstvoll designten Schmuckstücks von einer Obermendiger Persönlichkeit, die u.a. auch für ihren besonders trockenen Humor bekannt ist.

Auf Empfehlung der Innung wurde das Gesellenstück von Thomas Alef für den Wettbewerb „Die Gute Form“ vorgeschlagen, der in diesem Jahr im Kunsthaus Frankenthal in Frankenthal (Pfalz) stattfinden wird. Die Gute Form ist ein traditionsreicher und seit Jahrzehnten in Rheinland-Pfalz initiierter Nachwuchswettbewerb für das Schreiner-/Tischlerhandwerk. Bei der Bewertung kommt es auf zeitgemäßes Design und auf erstklassige Gestaltung an. Die Stücke werden in einer Vorauswahl von einer unabhängigen Jury nominiert und der Öffentlichkeit in einer Ausstellung vom 26.10 – 09.11.2022 präsentiert. Da das von Thomas Alef geschaffene Unikat durch seine Kreativität und Qualität überzeugt, dürfte es sehr gute Chancen auf einen Landessieg haben.

FRE

Das mit der Note „sehr gut“ bewertete Gesellenstück „Schohschränksche-Rondbänksche“.

Das mit der Note „sehr gut“ bewertete Gesellenstück „Schohschränksche-Rondbänksche“.

Schreiner Thomas Alef mit seinem Gesellenstück. Fotos: FRE

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