Wirtschaft | 07.06.2017

Förder- und Wohnstätten in Kettig

Spatenstich zur Erweiterung der Werkstatt

Kettig. Die Förder- und Wohnstätten in Kettig erweitern die Werkstatt für behinderte Menschen um zehn weitere Arbeitsplätze. Nach langer Planungs- und Vorbereitungszeit kann jetzt endlich zur Tat geschritten werden. Mit einem offiziellen Spatenstich für einen Erweiterungsbau haben die Bauarbeiten am 20. Juni begonnen. Auf rund 400 Quadratmetern Grundfläche entsteht auf dem ehemaligen Parkplatz, in direkter Nachbarschaft der bestehenden Werkstätte, ein attraktiver Neubau. Dieser fügt sich in die Grundarchitektur der bestehenden Gebäude der Facheinrichtung für Menschen mit schwerer- und Mehrfachbehinderung ein. „Eigentlich“, so der Werkstattleiter Rolf Stamm „wollten wir bereits schon 2015 eingezogen sein um einer Überbelegung der Werkstatt entgegenzuwirken. Doch durch verschiedene Umstände hat sich das Projekt mehrmals verschoben.“ Inzwischen sind alle Alternativen geprüft und die Zustimmungen der Fachbehörden liegen vor. Insbesondere die Zustimmung des Sozialministeriums. In Zeiten der Inklusion ist das politische Streben eigentlich darauf ausgerichtet, auch Menschen mit Behinderung vermehrt in den ersten Arbeitsmarkt zu inkludieren. Im Falle der schwerstbehinderten Klienten in Kettig ist allerdings weiterhin mit einem Zuwachs an Plätzen zu rechnen, weil diese Werkstatt für behinderte Menschen einen speziellen Zuschnitt für Klienten mit Blindheit und Sehbehinderung aufweist. Nun wird der Generalunternehmer, die Firma Holzbauwerk Kastor aus Wiebelsheim, zur Freude der Werkstattbeschäftigten und Mitarbeiter den Bau schlüsselfertig erstellen. Dr. Alfred Marmann als Geschäftsführer der FWS gGmbH und Rolf Stamm begrüßten die geladenen Gäste. Sie bedankten sich bei den Gesellschaftern für das große Vertrauen und den Mut, sich immer wieder der weiteren Entwicklung positiv zu stellen, den Beschäftigten und insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werkstatt für die Geduld und die Bereitschaft sich der Mehrbelastung durch die beengten Räumlichkeiten zu ergeben und dieses jeden Tag neu zu meistern. Durch die Baumaßnahme wird sich die Belastung möglicherweise noch erhöhen und weitere Herausforderungen im täglichen Ablauf bringen. So sind beispielsweise eingeübte Wege für Blinde und Sehbehinderte Menschen versperrt und es wird zu Lärmbelästigungen kommen. Stamm hofft durch die Holzbauweise auf eine verkürzte Bauzeit sodass, möglicherweise schon im Februar/März 2018 der Neubau bezogen werden kann. Anschließend wird es im Bestand Umbaumaßnahmen geben um weiterhin adäquate Arbeitsplätze für Menschen mit schweren Behinderungen wie sie in der FWS betreut werden, anzubieten. Trotz der baubedingten Unannehmlichkeiten überwiegt bei den Beteiligten die Vorfreude, wie der Vorsitzende des Werkstattrates beim Spatenstich zum Ausdruck brachte: „Wir sind froh, wenn es jetzt nun endlich losgeht und wir bald mehr Platz in der Werkstatt haben werden.“

Pressemitteilung Förder-

und Wohnstätten

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