Wirtschaft | 02.02.2018

- Anzeige - SWN-Prinzenwiegen: Eine Obermöhn und sieben Prinzen werden in Kamelle aufgewogen

„Tonnenweise Kamelle für die Züch“

Anlässlich des SWN-Prinzenwiegens feierten Jecken aus allen Stadtteilen unter einem Dach

Obermöhn mit Alleinstellungsmerkmal 2017/8, Tanja Baier-Kappelmaier, überreicht SWN-Direktor Stefan Herschbach sowie den SWN´lern Andrea Haupt und Michael Bleidt die Orden. Fotos: FF

Neuwied. Rund zweieinhalb Tonnen wiegen die Neuwieder Tollitäten in der Session 2017/8. So viel Gewicht brachten zwei Prinzen, fünf Kinderprinzen und eine Obermöhn aus Heimbach-Weis auf die Waage. Fast so viel, war das Prinzenwiegen doch eher symbolisch gemeint. Die 2,5 Tonnen werden gleichmäßig verteilt. Vergangene Woche hatten die Stadtwerke Neuwied zum achten Mal zur beliebten Veranstaltung eingeladen. Die närrischen Regenten aus insgesamt fünf Stadtteilen staubten kartonweise Kamellen und säckeweise Popcorn, Chips und weiteres Wurfmaterial ab.

Lokaler Versorger und Unterstützer des heimischen Brauchtums

Die SWN waren wieder einmal ihrem Ruf als lokaler Versorger und Unterstützer des heimischen Brauchtums gerecht geworden. „Als Tochterunternehmen der Stadt ist die Unterstützung der Vereine vor Ort nicht bloß Pflicht, sondern ein Herzensanliegen“, sagte Geschäftsführer Stefan Herschbach.

Die SWN verwandelten die sonst nüchterne Fahrzeughalle in eine bunt geschmückte Narhalla und boten den Karnevalisten ein närrisches Programm. Ein Prinz fühlte sich hier besonders heimisch. Als Mitarbeiter der Servicebetriebe war der Heimbach-Weiser Prinz Kai I. (Poveleit) praktisch am Arbeitsplatz. Doch statt der orangen Berufsbekleidung zierte den schmucken Prinzen ein prächtiges Ornat.

Prinz Kai I. war in jeder Hinsicht einer der stattlichsten Prinzen des Abends. Der prächtige Hofstaat und die Prinzengarde rückten Prinz Kai I. und die Heimbach-Weiser Fassenacht ins rechte Licht. Der zweite große Prinz in dieser Session kam aus Gladbach. Gemeinsam mit Ehefrau und Prinzessin Gabriele I. gab Prinz Hans-Peter I. (Hellenbrand) eine Visitenkarte der Gladbacher Fassenacht ab. Neben der obligatorischen Vorstellung riss das 75. Prinzenpaar von Gladbach mit seinem Prinzenlied „Ein Hoch auf die Fassenacht im Dörfje“ das ganze Publikum mit. Es gibt keinen anderen Anlass, als das Prinzenwiegen, an dem aus allen Stadtteilen Närrinnen und Narren unter einem Dach feiern. In diesem Sinne schallten „Bat nau“, „Alaaf“, „Helau“, „Ömmer parat“, „Vürbäi – un hinne aafjedaut“ und „Oos kann käner“ im ständigen Wechsel durch die Narhalla.

Alleine kamen die Tollitäten nicht. Begleitet wurden sie von ihren Gefolgen, den Elferräten, Fanfarenzügen sowie Prinzen- und Möhnengarden. Bevor Waagemeister Andreas Biertel unter sach- und fachkundiger Kommentierung von Moderator Michael Bleidt zur Tat schritt, heizten die Barhocker aus Unkel dem Publikum erst einmal so mächtig ein. So waren die Kinder ganz schön auf die Folter gespannt.

Kinderprinz Nelio I. von Himmel und Erd (Ecker), und Prinzessin Felicia I. von Fliesen und Platten (Adams) waren als erstes dran. Das Feldkirchener Prinzenpaar muss auch am längsten auf seinen Umzug warten. Zwar sind die beiden seit der letzten Session im Amt. Einen Umzug gibt es in Feldkirchen aber nur alle zwei Jahre. Am Karnevalssamstag ist es soweit. Zwei Tage später ist es in Engers soweit.

Waren im vergangenen Jahr noch zusätzlich eine Obermöhn und ein großes Prinzenpaar am Start, ziehen Prinz Matthias I. von der flotten Sohle (Wolf) und Kinderprinzessin Johanna I. von der tanzenden Querflöte (Potthast) an Rosenmontag die Aufmerksamkeit der Narren ganz auf sich.

Karnevalshochburg Heimbach-Weis

Die Karnevalshochburg Heimbach-Weis ist wie immer komplett besetzt. Neben dem großen Prinzen Kai I. (Poveleit) genießen Obermöhn Tanja Baier-Kappelmaier und Prinz Luca I. (Nink) und Prinzessin Hannah (Gladeck) ihre Regentschaften. Die Obermöhn steht bei ihrem Zug an Schwerdonnerstag im Mittelpunkt. Das Kinderprinzenpaar hat seinen großen Tag an Karnevalssonntag. Wer alle drei Tollitäten erleben möchte, muss an Veilchendienstag nach Heimbach-Weis kommen.

Es gab Jubiläen zu feiern

Jubiläen gab es beim Prinzenwiegen auch zu feiern. Nach elf Jahren Pause präsentierte die KG Irlich ihr Kinderprinzenpaar Prinz Benedikt I. von Schall und Ball mit Prinzessin Louisa I. vom tanzenden Huf (Irlich).

Die Karnevalsfreunde Oberbieber komplettierten mit Prinz Leon I. vom Aubachtal mit Prinzessin Lara I. vom gelben Stern, gleichzeitig das 50. Kinderprinzenpaar seit der Vereinsgründung, das Prinzenwiegen. Damit war die Veranstaltung aber noch nicht beendet. Die Stadtwerke spendierten den Feierfreudigen zwischen den kleinen und großen Tollitäten Bruce Kapusta. Der Startrompeter und Sänger hielt die Närrinnen und Narren mit Stimmungsliedern bei bester Laune. Einen tänzerischen Leckerbissen gab es zum Abschluss des offiziellen Programms. Unter dem Titel „All you need is love“ boten die Gülser Seemöwen einen Showtanz der Extraklasse.

FF

Wie hier das Irlicher Prinzenpaar bedankten sich die Tollitäten mit Gesang für die Kamelle.

Wie hier das Irlicher Prinzenpaar bedankten sich die Tollitäten mit Gesang für die Kamelle.

Obermöhn mit Alleinstellungsmerkmal 2017/8, Tanja Baier-Kappelmaier, überreicht SWN-Direktor Stefan Herschbach sowie den SWN´lern Andrea Haupt und Michael Bleidt die Orden. Fotos: FF

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