110 Jahre Stadtorchester Adenau
Ein fantastisches Konzert zum Jubiläum
Ensemble präsentierte mit Sopranistin Miriam Klein einen internationalen Querschnitt der Epochen und Stile
Adenau. In diesem Jahr war das Konzert des Stadtorchesters Adenau, das 110-jähriges Bestehen feierte, mit der Sopranistin Miriam Klein in der katholischen Pfarrkirche ein voller Erfolg. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Stadtorchesters Karin Boeder und den „Hausherrn“ Pfarrer Rainer Justen wurde das Mikrofon an die Moderatorin Ruth Holbach übergeben.
„Beginnen wird das Blasorchester unter Leitung von Harrie Boers mit ‚The Royal Duke‘“, so kündigte die Moderatorin das erste Musikstück an. Das Stück stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist eine Bearbeitung von „The Duke of Gloucester’s March“ von Jeremiah Clarke. Nach der Ballade für Solotrompete - vom Dirigenten Harrie Boers 2009 bei einer Konzertreise des Blasorchesters nach Malta komponiert - glänzte der erste Trompeter des Stadtorchesters Helmut Feien. Es folgte „A Christmas Overture“ - Musik und Bearbeitung Roland Kernen - und mit „Pachelbel’s Canon“ ein Musikstück, das auf dem berühmten Kanon in D von Johann Pachelbel basiert. Weiter im Programm ging es mit „Halleluja“. Die Originalversion des kanadischen Musikers Leonhard Cohen stammt aus dem Jahr 1984 und wurde von Hans Briegel bearbeitet. Das Lied handelt von biblischen Themen, wie der geheimen Melodie, die König David für Gott gespielt haben soll, gefühlvoll gesungen von Sopranistin Miriam Klein. Aus der Filmmusik „Mission“, geschrieben von Ennio Morricone, wählte Roland Kernen das Stück Gabriel’s Oboe und bearbeitete es zu einem prächtigen Solowerk, von Helen Boeder gekonnt auf der Oboe vorgetragen. Nach „What Child is this“, einem alten englischen Weihnachtslied, folgte eine berührende Ballade aus dem Musical „Les Misérables“, von Miriam Klein fantastisch gesungen. Mit „Polish Christmas Music“ von Johann de Meij leitete das Stadtorchester das Ende des Konzerts ein. In diesem Stück wurde die seit Jahrhunderten gewachsene Tradition der polnischen Musik - sei es Weihnachtsmusik, Kirchenhymnen oder volkstümliche Lieder - spürbar, bei manchen Stücken hatte man sogar das Gefühl, die Kirche bebe bei dieser Aufführung. Nach diesem grandiosen Finale war lang anhaltender Applaus der Lohn für diesen fantastischen Konzertabend und ein gelungener Abschluss des Jubiläumsjahrs. Orchester und Sopranistin kamen ohne Zugabe nicht aus der Kirche. Anschließend konnte man im Atrium am offenen Feuer bei Glühwein und Gebäck das hervorragende Konzert des Stadtorchesters noch einmal Revue passieren lassen, dessen Erlös unter anderem für den Aufbau der St.-Matthias-Kapelle in Leimbach zufließt.
Sopranistin Miriam Klein sang eine berührende Ballade aus dem Musical Les Misérables.
