Allgemeine Berichte | 18.11.2021

Heute ist Welt-Frühgeborenen-Tag

Frühchen Mats ist ein kleiner Held

Koblenz. . Es wünscht sich niemand, aber es kommt bei fast jedem 10. Neugeborenen vor: eine Frühgeburt. Umso wichtiger ist es, sich für die betroffenen Familien stark zu machen. Dies geschieht auch jährlich am Welt-Frühgeborenen-Tag, dem 17. November. Anlässlich des Aktionstages bringt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Kemperhofs gemeinsam mit der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, der Elterninitiative Frühgeborener in Koblenz „Unsere kleine Helden“ und dem Förderverein der Kinderklinik das Koblenzer Schloss zum Leuchten. „Nach dem Motto light it up purple wollen wir auf die Belange der Frühchen und ihrer Familien aufmerksam machen“, berichtet Oberärztin Dr. Ilona Weis. Die Anzahl der betroffenen Familien ist groß – alleine 2020 kamen 60 682 Kinder als Frühchen, mindestens vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche, zur Welt. So wie Mats, der statt im November bereits im Juli – also in der 24. Schwangerschaftswoche – zur Welt kam. Mit einem Geburtsgewicht von 550 Gramm zählt er zur Gruppe der „sehr kleinen Frühgeborenen“. „Für die Eltern, die keine Chance hatten, sich auf solch eine Ausnahmesituation vorzubereiten, war das zunächst ein Schock. Es bedeutete, sich auf viele Wochen auf der Frühgeborenenintensivstation einzustellen, zunächst mit offenem Ausgang“, weiß Dr. Ilona Weis und wirbt dafür, dass sich die Gesellschaft dem Thema annimmt. „Denn Probleme und Risiken für die weitere Entwicklung eines Frühchens enden nicht am Tag der Entlassung.“ Und: Die Entbindung sehr kleiner Frühgeborener ist immer eine Herausforderung für das Entbindungsteam. Sowohl für die Entbindung als auch die weitere Versorgung der Kinder auf der Station benötigt das pflegerische und ärztliche Team viel Erfahrung in der Neu- und Frühgeborenenmedizin. Dies und noch weitere Bedingungen muss ein Perinatalzentrum Level1, welches der Kemperhof bereits Jahrzehnte ist, rund um die Uhr erfüllen, um jederzeit eine optimale Versorgung von Frühgeborenen zu gewährleisten. Neben einer spezialisierten medizinischen Betreuung benötigen Frühgeborene auch eine entwicklungsfördernde Pflege und familienzentrierte Versorgung. Eltern werden so früh wie möglich in die Versorgung und Pflege ihrer Kinder miteinbezogen. Dazu gehört unter anderem das „Känguruhing“ – Kuscheln auf der nackten Haut, um einen intensiven Kontakt zwischen Eltern und ihrem Kind zu fördern. „Aufgrund der Corona-Pandemie war auch der Alltag der Eltern auf der Intensivstation erschwert. Neben der Sorge um ihr Kind mussten sie noch strengere Hygienemaßnahmen einhalten. Zudem konnten die Eltern nicht oder nicht mehr so oft zusammen bei ihrem Kind sein oder sich vor Ort mit anderen Eltern austauschen“, erläutert Dr. Ilona Weis. Auch die Vertreterin der Koblenzer Elterninitiative „Unsere kleine Helden“, Kerstin Ax, wünscht sich, dass die monatlichen Gesprächsrunden mit Eltern im Kemperhof wieder bald vor Ort auf Station stattfinden können. Von betroffenen Eltern vor 12 Jahren gegründet, begleitet die Elterngruppe Frühgeborene und ihre Eltern. Sie steht als Ansprechpartner für Gespräche während des stationären Aufenthalts und auch nach Entlassung zur Verfügung. So auch für Mats, der sich bisher sehr gut entwickelt hat und mit mittlerweile fast 2500 Gramm auch voraussichtlich Ende November mit seinen Eltern nach Hause darf –

ein Glückstag für die Eltern. Infos zur Neonatologie auf www.gk.de und zur Elterninitiative „Unsere kleinen Helden“ auf www.unsere-kleinen-helden.de.

Pressemitteilung Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Kemperhof

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Gesundheit im Blick
Anzeige Social Ride Sonderseite Vortour der Hoffnung
Fahrer für 3-Achs-Abrollkipper [m/w/d]
Gesundheit im Blick
Rückseite o. B. Vorauskasse
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
„La Dolce Mayen“ am 30. Juli in der Mayener Innenstadt
2086

Mayen. Mediterrane Atmosphäre, stimmungsvolle Musik und entspanntes Einkaufen: Unter dem Motto „La Dolce Mayen“ präsentieren „geMYnsam – Die INNENSTADTmacher“, MY-Gemeinschaft, Brückenstraßengemeinschaft zusammen mit der Stadt Mayen im Rahmen der Eventreihe „Schöner langer Donnerstag“ am 30. Juli von 17 bis 22 Uhr einen italienisch inspirierten Sommerabend in der Mayener Innenstadt.

Von Zoe Mertz aus Mayen

Weiterlesen

Foto: Polizei
3472

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen