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Studie aus Koblenz sucht Teilnehmer für empirische Bestandsaufnahme in Rheinland-Pfalz

Gewalterfahrungen von Rettungskräften im Einsatz

Gewalterfahrungen von Rettungskräften im Einsatz

Cordula Jüchser und Daniel Richter hoffen, dass sich noch viele Rettungskräfte an der Studie beteiligen. Fotos: SOT

12.06.2019 - 07:53

Koblenz. Seit gut einem Monat fragt die Universität Koblenz, in Kooperation mit dem rheinland - pfälzischen Ministerium des Inneren und für Sport, Rettungskräfte im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie nach ihren Gewalterfahrungen im Dienst. Das gab es schon oft - diese Studie unterscheidet sich jedoch von allen bisher dagewesenen, denn sie beleuchtet nicht die bekannten Missstände in Ballungszentren, sondern ganz explizit die Zustände in Rheinland - Pfalz und richtet ihren besonderen Fokus auf ländliche Regionen.

Daniel Richter aus Welling steuert derzeit seinen Bachelor im Fach Pädagogik an und leitet die Studie; wissenschaftliche Rückendeckung gibt ihm währenddessen die Psychologin und akademischen Mitarbeiterin des Koblenzer Campus, Cordula Jüchser.

Neben seinem Studium ist Daniel Richter ehrenamtlich in Rettungsdienst und Katastrophenschutz aktiv und hat im Rahmen dessen bereits selbst Gewalt erlebt: „Also habe ich aus persönlichem Interesse, und da die Berichterstattungen auch in den Medien immer mehr wurden, recherchiert: Was gibt es denn in Deutschland an Studien zu der Thematik - welche sind gelaufen?“, berichtet der Student. „Ich habe festgestellt: Es gibt einige Studien, die konzentrierten sich allerdings bisher auf die Großstädte - das Ruhrgebiet spielt in dem Zusammenhang eine Rolle -, Berlin, Hamburg, München. Klar, dass da ein anderes Potential liegt, als wenn wir hier in den Westerwald oder den Hunsrück schauen“, nichtsdestotrotz ist der Student überzeugt, auch in dem nie wirklich untersuchten ländlichen Raum relevante Daten erheben und am Ende seine These belegen zu können, dass Rettungskräfte auch auf dem Land keinesfalls vor Gewalt verschont bleiben. Als Erhebungsgebiet habe sich Rheinland - Pfalz geradezu angeboten, da es überwiegend aus ländlichem Raum bestehe.

Mit der Themenfindung und den Vorbereitungen des Projekts haben Daniel Richter und Cordula Jüchser im Oktober letzten Jahres begonnen, seit dem 02. Mai - und noch bis zum 02. August - läuft die Studie. Per Online - Umfrage werden die Daten anonym erhoben, via Social Media und E - Mail, auch über die Landesverbände der Rettungsdienste, werden potentielle Teilnehmer kontaktiert. „Wir haben bereits einige Teilnehmer - gemessen an allen Rettungskräften, die derzeit in Rheinland - Pfalz aktiv sind, sind das bisher ungefähr 1,5 Prozent. Da ist Luft nach oben“, stellt Cordula Jüchser fest und hofft auf einen Anstieg der Teilnehmer.


Gewalt ist nicht Gewalt


Die Umfrage richtet sich ausdrücklich auch an die, die im Dienst bisher keine Gewalterfahrungen sammeln mussten - oder sie nicht als solche bewerten. Denn wo Gewalt für den Einzelnen anfängt, ist unterschiedlich, hat Daniel Richter festgestellt: „Ich kenne einige, die Gewalterfahrungen gemacht haben - und ich selbst zähle auch zu den Betroffenen, was Behinderung von Rettungsmaßnahmen angeht und auch, was das Erreichen eines Einsatzortes überhaupt angeht, Thema Rettungsgasse“, so Richter. „Diese Dinge sind wirklich präsent. Ich habe aber auch gemerkt, dass alles auch Definitionssache ist: Was ist für wen Gewalt, wo beginnt sie? Ich habe sehr oft gehört, dass verbale Gewalt ja sozusagen zum Alltag gehört - das ist leider für viele schon normal. Da müssen wir sagen: Das sehen wir anders.“ „Und das sieht auch die offizielle Definition von Gewalt anders“, ergänzt Cordula Jüchser, „Aggression ist natürlich auch verbale Aggression und Gewalt ist noch einmal eine extremere Form von Aggression. Da ist eine verbale Komponente immer auch mit dabei.“

Dass der Fragebogen kurz gehalten ist - die Beantwortung ist auf etwa 5 Minuten bemessen -, war den beiden Wissenschaftlern von Anfang an wichtig: „Wir haben einige Studien untersucht, die sehr zeitintensiv waren und teilweise Nachgespräche nach sich gezogen haben. Da hatten wir große Sorge, dass die Resonanz nicht groß sein würde und haben uns bewusst kurz gehalten und auf die wichtigsten Dinge beschränkt: Ein paar persönliche Fragen, die aber die Anonymität der Teilnehmer vollkommen gewährleisten, dann die Frage: Ist Gewalterfahrung da? - Wenn ja, gibt es die Möglichkeit der Täterbeschreibung, der Art der Gewalt - psychisch, körperlich oder beides - und in einem freiem Textfeld kann man den Tathergang schildern“, erklärt Daniel Richter. Rettungskräfte, die von sich behaupten können, keine Gewalt erfahren zu haben, sind ebenfalls wichtig für die Erhebung: „Sie fragen wir dennoch zu dem Themen Behinderung von Rettungsmaßnahmen, Bildung von Rettungsgassen - ein paar allgemeine Dinge. Wir fragen ganz generell, ob Gewalt für die Betroffenen überhaupt ein Thema ist. Das nehmen Menschen unterschiedlich wahr.“

Die Studie beleuchte erstmals auch die ehrenamtlichen Helfer, das sei bisher in keiner anderen Studie bisher der Fall gewesen, sagt Richter, „ausgenommen die freiwillige Feuerwehr.“ Zudem werden THW, Wasserrettung und Bergrettung befragt - auch das war bisher nicht der Fall. Ausgeschlossen von der Erhebung ist die Polizei: „Die Polizei bleibt bewusst außen vor, weil wir gesagt haben: Die haben ganz andere Möglichkeiten und auch ein anderes Auftreten. Wenn mitgeführte Waffen sichtbar sind, ist das schon ein anderer Hinweisreiz“, stellt Cordula Jüchser fest. Außerdem, sei oft schon Gewalt der Grund, aus dem die Polizei alarmiert würde.

„Da gibt es viel mehr Einsatzszenarien, wo Gewalt schon vorherrscht oder entstehen kann - daher haben wir da mal bewusst ausgeschlossen.“


Tendenz überall steigend


Die Zahlen aus der PKS (polizeiliche Kriminalstatistik) könne man bis 2017 ganz gut vergleichen, berichtet Cordula Jüchser, „dann gab es eine Änderung im Strafgesetzbuch, wodurch die Zahlen nun wesentlich höher liegen, einfach weil sich die Rechtsgrundlage geändert hat und damit sind die Zahlen mit den der Vorjahre nicht mehr unbedingt vergleichbar.“ Die negative Tendenz sei jedoch überall steigend.

Urachen spielen bei der aktuellen Studie weniger eine Rolle, es geht mehr um Zahlen, die ein Komplettbild vermitteln. „Angedacht haben wir außerdem Experten - Interviews im Anschluss, um mit Mitarbeitern aus dem Rettungskräften über die Situation zu sprechen und dabei die Ursachen zu beleuchten“, sagt Cordula Jüchser. „Gundsätzlich spielen viele situative Faktoren eine Rolle - wenn man sich Gewalttheorien anschaut, dann gibt es immer drei Komponenten: einen gewillten Täter, eine Situation und die soziale Kontrolle“, so die Psychologin. „Was wir uns vorstellen können ist, dass soziale Kontrolle im ländlichen Raum noch mehr gegeben ist, denn hier herrscht nicht die Anonymität der Großstadt vor. Jeder kennt jeden - jeder kennt die Leute, die bei der örtlichen Feuerwehr sind. Daher können wir uns vorstellen, dass Gewalt im ländlichen Raum durchaus weniger auftritt, dennoch kommt es auch hier zu Ausnahmesituationen“, ist sich Cordula Jüchser sicher.

Am Ende sei es wichtig zu schauen, welche Interventionsmaßnahmen ergriffen werden können - eine weitere Frage sei auch, was sich die Teilnehmer wünschen: „Was soll passieren, um ihren Arbeitsalltag oder ihr ehrenamtliches Engagement sicherer zu machen - was würde helfen, dass Gewalt möglicherweise zukünftig kaum noch ein Thema wird“, formuliert Daniel Richter sie im Anschluss wichtigen Fragen. „Dort, wo es gut läuft, muss man auch schauen, woran das liegt - ist der familiäre oder soziale Raum einfach ein anderer oder gibt es weitere relevante Faktoren? Das ist natürlich auch sehr interessant.“

Primär sei der Überblick das Ziel - danach widme man sich der Frage: „Was kann man tun, damit es den einen besser geht, während es bei den anderen dauerhaft so gut bleibt, wie es ist.“


Die Studie freut sich über zahlreiche weitere Teilnehmer


- über die Homepage www.l-eben-sretter.de

-per Facebook: „Lebensretter - keine Gewalt gegen Rettungskräfte“

- per direktem Link: https://umfrage.uni-landau.de/limesurvey/index.php/699729?lang=de

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Heiner Kuhlmann:
Ist der Vorname des Täters bekannt? Danke.
juergen mueller:
Herr Schupp,wie kommen Sie darauf,dass man gerade Sie in einen direkten Vergleich mit den "Dosen-Politikern" gestellt habe?Seien Sie doch einfach nur froh,dass Ihr Konterfei nicht auf einer Dose war.Das hätte die Berechtigung zu einer Anzeige sein können.Meine Oma hat immer gesagt:"Getroffene Hunde bellen".Ich an Ihrer Stelle hätte mir nicht entgehen lassen,den ersten Ball zu werfen - nicht auf den Mann mit dem Schnorres,denn der ist ja tot. Machen sie doch lieber ernsthafte Politik,als diese anderen zu empfehlen und schauen sich einmal "Verstehen Sie Spaß" an.
Antje Schulz:
Der Kommentar von K. Schmidt muß richtig gestellt werden. Die AfD hatte bei der Kreistagswahl nicht rund 350.000 Wähler, sondern rund 350.000 Stimmen. Jeder Wähler konnte bei Kreistagswahl bis zu 50 Stimmen vergeben. Im Bundesdurchschnitt liegt die AfD momentan bei etwa 13 Prozent. Da sind 7,4 Prozent für die AfD bei der Kreistagswahl Mayen-Koblenz nunmal weiter unter Schnitt. Das heißt, daß die Wähler im Landkreis Mayen-Koblenz mit der Arbeit der AfD nicht besonders zufrieden sind, jedenfalls weit weniger als im Bundesdurchschnitt. Und das liegt auch an der schlechten Arbeit von Uwe Junge.
K. Schmidt:
Das Argument, alle Wahlen in der Konstitution sind vorher abgesprochen, soll deshalb nicht ziehen, weil auch die meisten anderen Beschlüsse vorher abgesprochen und somit nur noch abzunicken sind? Und Junge soll man einfach nicht ernst zunehmen? Als Vorsitzender der drittstärksten Landtagsfraktion? Leute, genau so hält man dieses politische Krankheitssymptom am Leben, genau so wird man die Afd nicht wieder los. Bekämpft sie doch endlich mit vernünftiger Politik, nicht mit solch dilettantischen Quengeleien. Selbst die 350.000 Wähler bei der Kreistagswahl hat die AfD sich nicht selbst gewonnen, sondern die haben die anderen Parteien verloren. Warum versucht denn keiner, die zurück zu gewinnen? Das lässt sich so auf alle Ebenen übertragen. Man kann es nicht verstehen.
Antje Schulz:
Uwe Junge ist kein ernst zu nehmender Politiker.
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