Allgemeine Berichte | 09.07.2014, 15:00 Uhr

NABU gibt nützliche Tipps zum Umgang mit Wespen und Hornissen

Schwarmbildende Freunde

Trotz des schlechten Rufs: Wespen und Hornissen sind sehr nützlich.
92

Wespen und Hornissen sind entgegen ihres schlechten Rufs nützliche und weitgehend ungefährliche Tiere. Wer etwas Vorsicht walten lässt, wird mit den Schwarminsekten nicht in Konflikt kommen. Droht dennoch Gefahr, können Nester gewaltlos umgesiedelt werden.

Sommerzeit ist Wespen- und Hornissenzeit. Dementsprechend erreichen den Naturschutzbund (NABU) in diesen Tagen viele Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern, die Rat oder Informationen zum Thema Wespen und Hornissen wünschen. Diese nützlichen, staatenbildenden Tiere gehören zu der Familie der sozialen Faltenwespen. Sie sind wichtige Insektenfresser, die die unterschiedlichsten Insekten an ihre Brut verfüttern. Deshalb sind sie bei vielen Gärtnern recht beliebt. Wespen und Hornissen dienen wiederum Vögeln, wie z. B. Neuntöter, Bienenfresser und Wespenbussard, als Nahrung.

Richtiger Umgang: Keine Gefahr

Mit dem Bau ihrer kunstvollen Nester beginnen die Königinnen im Frühjahr. Was Vielen nicht bekannt ist: Die Nester von Wespen und Hornissen sind nur wenige Monate bewohnt. Das gesamte Volk stirbt nämlich im Spätherbst ab und nur die neuen Königinnen überwintern. Alte Nester vom Vorjahr werden nicht wieder besiedelt. Die Tiere und ihre Nester sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt und dürfen deshalb nicht ohne behördliche Ausnahmegenehmigung zerstört oder entfernt werden. Dies ist in den meisten Fällen aber auch gar nicht notwendig, einige Verhaltensregeln sollten jedoch beachtet werden. So empfiehlt der NABU, einen Mindestabstand von drei bis vier Metern zum Nest einzuhalten. Massive Störungen und Erschütterungen des Nests und ein längeres Verstellen des Einflugbereichs sollten vermieden werden. Sofern ein Nest aus Sicherheitsgründen entfernt werden muss, hat die Umsiedlung des Nests an einen Ort, wo die Tiere ungestört weiterleben können, stets Vorrang vor der Vernichtung. Eine hilfreiche Beraterdatenbank findet sich auf der Internetseite www.hymenoptera.de, weitere Ansprechpartner sind die unteren Naturschutzbehörden (Kreisverwaltungen) und die NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald.

Wespen und Hornisse: Der richtige Umgang

Von den vielen in Deutschland vorkommenden Wespenarten gerät der Mensch lediglich mit der Deutschen Wespe und der Gemeinen Wespe in Konflikt. Nur diese beiden Arten interessieren sich für unsere Speisetafeln. Hornissen hingegen werden von Kuchen und süßen Getränken nicht angelockt. Generell gilt: Wer von Wespen umschwirrt wird, sollte stets Ruhe bewahren, nicht wild um sich schlagen und die Tiere auch nicht anpusten. Nahrungsmittel sollten abgedeckt werden, Getränke aus undurchsichtigen Behältnissen können vorsichtshalber mit dem Strohhalm getrunken werden. Insbesondere Hornissen stechen nur dann, wenn sie sich eindeutig bedroht fühlen, wobei ihre Stiche auch nicht gefährlicher als die von Wespen sind. Wer trotz allem einmal gestochen wird, sollte die Einstichstelle kühlen und eine halbe Zwiebel darauf legen. Bei Menschen, die unter einer Insektengiftallergie leiden, kann es zu heftigen allergischen Reaktionen kommen. Diese machen sich zumeist durch überdurchschnittliche Schwellungen und Rötungen, seltener auch durch Kreislaufbeschwerden und Nesselfieber bemerkbar. In einem solchen Fall und bei Stichen im Mund-, Rachen- und Halsbereich sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.

Wespen und Hornissen: Weitere Informationen

NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald, Tel.: 02602-970133, E-Mail: info@nabu-westerwald.de, Internet: www. NABU-Rhein-Westerwald.de.

Trotz des schlechten Rufs: Wespen und Hornissen sind sehr nützlich.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Daueranzeige 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Anzeige Shi Service Wochen
Koblenz Kreativ 2026
Eckfeldanzeige
Sonderpreis Karriere Kompass
Empfohlene Artikel
Was Betroffene über Gelenkersatz und minimalinvasive OP-Methoden wissen sollten, erläutern Prof. Jan Schmolders und sein Team des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung im Rahmen eines Infoabends.  Foto:Joachim Gies | Marienhaus
55

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fangen Gelenke an zu schmerzen, wird Alltägliches zur Herausforderung. Treppensteigen, Schuhe binden oder ein Spaziergang, der früher ganz selbstverständlich war. Häufig steckt Arthrose hinter den Beschwerden, die sich meist mit zunehmendem Alter einstellen und Betroffene massiv beeinträchtigen. Wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr ausreichen, kann Gelenkersatz neue Beweglichkeit und damit ein Stück Lebensqualität zurückbringen.

Weiterlesen

Paul Assenmacher, ehemaliger Präsident des JGV Insul, in bayerischer Idylle
98

Insul. Zum 51. Mal startete Insul in ein munteres Oktoberfest. Wenn man auch nicht ín den Kategorien des Münchner Oktoberfest denken kann, aber immerhin rund 2.500 Gäste passen in das große Zelt in der Nähe der Brücke. Hier herrschte drei Tage lang Gaudi, mit Musik, leckeren Speisen, alles verlief prima.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Beschädigungen am Rückhaltebecken. Foto: Stadtverwaltung / Jörg Beier
7935

Zudem wurde eine Menge Müll im Becken zurückgelassen

Ahrtal: Hochwasserrückhaltebecken in Gimmigen von Unbekannten beschädigt

Bei einer regelmäßigen Kontrolle wurde vergangene Woche am Bauwerk des Hochwasserrückhaltebeckens in Gimmigen festgestellt, dass unbekannte Personen dort durch Befahrung mit Rädern starke Beschädigungen verursacht haben. Durch die Umlagerung von Erdreich wurde erheblich in das Deichbauwerk eingegriffen, sodass eine Furche entstanden ist. Zudem wurde eine erhebliche Menge Müll im Becken zurückgelassen.

Weiterlesen

„OldStars“ rocken das JuSch in Neuwied
101

Neuwied. Von wegen altes Eisen! Wer glaubt, dass Rock ‚n‘ Roll irgendwann in Rente geschickt werden muss, wurde im Neuwieder Schlosstheater eines Besseren belehrt. Die OldStars hatten ins „Jusch“ eingeladen und trafen mit ihrer musikalischen Zeitreise mitten ins Schwarze. Ausverkauftes Haus, begeistertes Publikum und am Ende sogar stehende Ovationen – besser hätte der Abend für die sechs Musiker kaum laufen können.

Von Beate Freisberger aus Neuwied

Weiterlesen