Allgemeine Berichte | 12.05.2013

Frauenchor Cantabella Andernach e. V. auf Chorreise im Elsass

Ein „Meilenstein“ in der jungen Geschichte von Cantabella

Cantabellas bei der musikalischen Gestaltung der Vorabendmesse im Straßburger Münster beteiligt

Ein „Meilenstein“ in der jungen Geschichte von Cantabella

Andernach.Nach monatelangen Proben und Vorbereitungen auf die erste Chorreise in der jungen Geschichte des Frauenchors Cantabella Andernach e. V. war es endlich soweit. Pünktlich um 7.30 Uhr traten die gut gelaunten Cantabellas in Begleitung ihres kleinen Fan-Clubs die Reise an. Man genoss die Fahrt in den erwachenden Frühling ins schöne Elsass. Zur Freude Aller waren bereits die ersten Störche, welche in dieser Region zu Hause sind, zu sehen, die auch in den folgenden Tagen immer wieder beobachtet werden konnten.

Der Aufenthalt im Reiseziel Straßburg begann mit dem gemeinsamen Mittagessen in einem historischen Restaurant an der Ill. Anschließend hatte die Gruppe ein wenig Zeit zur freien Verfügung bis zum Eintreffen des sehr sachkundigen Reiseleiters.

Auf humorvolle Weise stellte er dann dem Chor Straßburg, die Weltstadt und Drehscheibe Europas, vor, die sich aber - zumindest im Stadtkern - den Zauber der typischen französischen Kleinstadt bewahrt hat.

Der Chor hatte dabei Gelegenheit, vorab und in aller Ruhe den berühmten Münsterplatz und das Straßburger Münster ein Meisterwerk abendländicher Baukunst zu erkunden.

Das Hauptinteresse galt natürlich dem Hochaltar, weil Cantabella dort am Folgetag Aufstellung nehmen sollte zur musikalischen Mitgestaltung der Vorabendmesse.

Die umfassende Ansammlung sakraler Kunst - wie Silbermann-Orgel, Engelspfeiler, historische Kirchenfenster, sowie die berühmte astronomische Uhr, deren Funktionen einmalig in der Welt sind - konnte bei der äußerst sachkundigen Erklärung nur annähernd erfasst werden.

Ein folgender kleiner Abstecher in das Gerberviertel „Petit France“ begeisterte die Reisenden. In der evangelischen Kirche „St. Martin“, erbaut von Ludwig XV. und einem Sohn August des Starken gewidmet, „schmetterte“ der Chor - im Überschwang seiner Gefühle - einen Canon, der von den überraschten Touristen mit gebührendem Beifall bedacht wurde.

Gegen Abend brachte der Bus die Gruppe nach Kehl/Kork zur Übernachtung in ein schönes Fachwerk-Hotel, wo man anschließend auch die badisch-elsässische Küche genoss.

Am Samstag nach dem Frühstücken ging die Fahrt - zusammen mit dem Reiseleiter - nach Colmar. Colmar, die Perle des Elsass, bietet dem Besucher ein idyllisches, aber auch modernes Wohnviertel sowie - im Schatten des Martinsmünsters - Giebel und Mauervorsprünge der zahlreichen Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter und der Renaissance. Große Begeisterung rief der Besuch des Altstadtviertels, „Klein-Venedig“ genannt, hervor. Nach dem Mittagessen ging die Fahrt weiter, an vielen romantischen und blumengeschmückten Weindörfern entlang nach Riquewihr.

Die Tour endete dann um 17 Uhr am Straßburger Münster.

Freundliche Mitarbeiter des Münsters empfingen den Chor und machten die Sängerinnen mit den Gegebenheiten am Hochaltar vertraut und stellten den dankbaren Cantabellas einen Raum zum Umkleiden und Einsingen zur Verfügung.

Nach den vielen bewegenden und aufregenden Eindrücken des Tages sorgte die Chorleiterin Barbara Nöst-Butz mit Hilfe von Atem- und Stimmübungen für die notwendige Ruhe. So nahm man also Aufstellung im Altarraum. Auffällig war das stimmungsvolle Licht, das die Kathedrale durchflutete.

Mit respektvollem Staunen ließen die Cantabellas die erhabene Schönheit des weiten Raumes auf sich wirken. Trotz allem Lampenfieber stellte sich eine gewisse Ruhe ein.

Der sehr feierliche Gottesdienst lief nach traditionellem katholischen Ritus ab. Der Chor beteiligte sich mit drei liturgischen Liedern aus der Feder des venezianischen Komponisten Antonio Lotti (1667 - 1740): Missa in a Kyrie, Sanktus, Agnus Dei.

Der Canon: „Ich will den Herrn loben“ (Telemann) brachte das Glücksgefühl der Sängerinnen zum Ausdruck. Den Abschluss bildete die Motette: „Gebet“ (Chr. Gluck).

Die lateinische Musik, die ja nicht unbedingt zum üblichen Repertoire eines Frauenchors gehört, stieß zunächst auf Skepsis, dann aber - nach einigen Proben - erschloss sich die ganze Schönheit der Klangfarben der Barockmusik. Es zeigte sich, dass gerade diese Musik in den Rahmen eines feierlichen Hochamtes genau passte.

Zum Abschluss dankten die Priester dem Frauenchor und die Gläubigen dankten auf überzeugende Art und Weise mit sehr viel Beifall.

Die Empfindungen der Sängerinnen, an einem so feierlichen Ereignis in einzigartiger Umgebung aktiv mitgewirkt zu haben, waren überwältigend und werden unvergesslich bleiben.

Auf der Rückfahrt zum Hotel bestätigte die Chorleiterin dem Chor, dass die Werke fehlerfrei und mit sehr viel Ausdruck vorgetragen wurden.

Am Rückreisetag, dem Sonntag, ging die Fahrt - bei strahlendem Sonnenschein - über Kehl mit seinen schönen Parks nach Baden-Baden.

Diese Stadt ist bekannt durch Spielbank, Kuranlagen und elegante Geschäfte. Beim Spaziergang durch den Kurpark konnte Cantabella ihrem „Übermut“ nicht widerstehen, ein spontanes Lied vor der Konzertmuschel zu singen. Dank der Ortskenntnis des Reiseleiters, der die Gruppe durch romantische Gässchen über viele Stufen auf eine Anhöhe führte, bot sich dem Chor eine unbeschreibliche Sicht auch auf die landschaftliche Schönheit der Stadt am Rande des Schwarzwaldes.

Nach Einnahme des Mittagessens im Restaurant des Kurhauses ging dann die Reise, mit einem Zwischenstopp in Bad Dürkheim, nach Hause.

Der Frauenchor und sein Fan-Club haben drei Tage mit einer Fülle wundervoller Erlebnisse genossen. Nach übereinstimmender Überzeugung war jedoch die Mitgestaltung der Vorabendmesse im Straßburger Münster der Höhepunkt der Chorreise und ein „Meilenstein“ in der jungen Geschichte von Cantabella.

Der Frauenchor Cantabella Andernach e. V. brach nach monatelangen Vorbereitungen zu seiner ersten Chorreise ins Elsass auf. Fotos: privat

Ein „Meilenstein“ in der jungen Geschichte von Cantabella
Höhepunkt der Chorreise war der Auftritt in der Vorabendmesse im Straßburger Münster.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Daueranzeige
Dauerauftrag Imageanzeige
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
Osterangebot
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Rathaus in Kruft
449

In Kruft scheint derzeit ein Refrain der SPD Fraktion die Oberhand gewonnen zu haben: Das „Herumhacken“ auf das Thema Aufwandsentschädigung der Verwaltung. (Zur Information: Wie aus der Stellungnahme der Verwaltung und der CDU Bürgerblock-Fraktion zu ersehen ist, wird das Anliegen schon bei der Kommunalaufsicht geprüft. Es ist nicht notwendig, diese Angelegenheit täglich zu erwähnen.)

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2279

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Rund um´s Haus
Essen auf Rädern
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Anzeige "Rund ums Haus"
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Koblenz blüht
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Dauerauftrag 2026
Titelanzeige
Osteraktion