Allgemeine Berichte | 26.06.2020

Stadt Neuwied und Stadtwerke Andernach schließen Vereinbarung

Einigung in Sachen Geräuschemissionen

Lars Hörnig (kaufm. Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach), Oberbürgermeister Achim Hütten, Jan Deuster (techn. Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach), Oberbürgermeister der Stadt Neuwied Jan Einig, Nina Porz sowie Ralf Pastoors der Stadtverwaltung Neuwied bei der gemeinsamen Vereinbarungsunterzeichnung 8v. li.).Foto: Meta Welling

Andernach. Der Rheinhafen der Stadtwerke Andernach setzt die lange Tradition des trimodalen Güterverkehrs mit der Verknüpfung von Wasserstraße, Schiene und Straße seit vielen Jahren erfolgreich fort. Während diese Tatsache bei den Verantwortlichen der Stadtwerke und vielen Andernacher Bürgern mit Freude wahrgenommen wird, begleiten lärmgeplagte Anwohner der benachbarten Stadt Neuwied aus den Ortsteilen Feldkirchen und Irlich die Aktivitäten an dem Logistik-Standort eher skeptisch. Zwar wird von allen Beteiligten der umweltschonende Gütertransport per Binnenschiff auf der Wasserstraße und per Zug auf der Schiene grundsätzlich unterstützt, gleichwohl fühlen sich etliche Anwohner seit geraumer Zeit von den Geräuschen, die mit der Güterverladung im Andernacher Hafen verbunden sind, belästigt.

Ausgelöst durch die Genehmigung zur Errichtung einer zweiten Containerbrücke im Rheinhafen Andernach, wurden, parallel zur Klage der Stadt Neuwied gegen eben diese Genehmigung der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD), in den vergangenen Wochen intensive Verhandlungen zwischen Vertretern der Stadt Neuwied und den Verantwortlichen der Stadtwerke geführt. Dabei zeigte sich deutlich, dass von beiden Seiten eine intensive Kooperationsbereitschaft vorhanden ist. So konnte nach dem Austausch der gegenseitigen Erwartungen und Möglichkeiten zur Vermeidung von Geräuschen eine gemeinsame Vereinbarung formuliert werden.

Als Ergebnis der Verhandlungen mit der Stadt Neuwied im Sinne ihrer betroffenen Bürger verpflichten sich die Stadtwerke Andernach in dieser Vereinbarung über die behördliche Genehmigung hinaus, freiwillig in der Regel auf geräuschintensive Schüttgutverladung in den Nachtstunden zu verzichten. Darüber hinaus installiert der Hafenbetreiber weitere technische Einrichtungen zur Lärmreduzierung an Siloanlagen und Verladefahrzeugen. Schließlich etablieren die Stadtwerke zudem organisatorische Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, unterschiedliche Geräuschemissionen zu verhindern, zu bestimmten Zeiten zu vermeiden und Geräuschspitzen zu mildern.

Die erzielten Effekte sollen durch regelmäßige Messungen auf Kosten der Stadtwerke dokumentiert und in regelmäßig vereinbarten gemeinsamen Gesprächen mit Vertretern der Stadt Neuwied besprochen werden. Im Gegenzug zieht die Stadt Neuwied die Klage gegen die Genehmigung der Containerbrücke zurück und informiert den Andernacher Hafenbetreiber zukünftig schon frühzeitig über Planungen und Entwicklungen, die für den Hafenbetrieb im Hinblick auf die Thematik Geräuschemissionen relevant sein könnten.

Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig und sein Andernacher Kollege Achim Hütten, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Andernach ist, betonen einvernehmlich: „Durch den Abschluss dieser Vereinbarung gelingt es uns, die unterschiedlichen Interessensschwerpunkte angemessen zu berücksichtigen. Für die von den Geräuschemissionen unmittelbar betroffenen Anwohner erhoffen wir eine spürbare Entlastung. Gleichzeitig wird der regional bedeutsame Logistik-Standort in Andernach seiner Aufgabe auch in Zukunft gerecht werden können.“

Pressemitteilung der

Stadt Andernach

Lars Hörnig (kaufm. Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach), Oberbürgermeister Achim Hütten, Jan Deuster (techn. Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach), Oberbürgermeister der Stadt Neuwied Jan Einig, Nina Porz sowie Ralf Pastoors der Stadtverwaltung Neuwied bei der gemeinsamen Vereinbarungsunterzeichnung 8v. li.).Foto: Meta Welling Foto: Meta Welling

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Ostergruß
Osterangebot
Stellenanzeige mehrere Stellen
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
Rathaus in Kruft
456

In Kruft scheint derzeit ein Refrain der SPD Fraktion die Oberhand gewonnen zu haben: Das „Herumhacken“ auf das Thema Aufwandsentschädigung der Verwaltung. (Zur Information: Wie aus der Stellungnahme der Verwaltung und der CDU Bürgerblock-Fraktion zu ersehen ist, wird das Anliegen schon bei der Kommunalaufsicht geprüft. Es ist nicht notwendig, diese Angelegenheit täglich zu erwähnen.)

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2288

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Daueranzeige
Dauerauftrag Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Schulze Klima -Image
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Container Anzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Angebotsanzeige (April)
Anzeige Lange Samstage