MdB Josef Oster empfängt Wein- und Festadel aus der Heimat
Krone, Kamm und Zepter: Majestäten im Berliner Bundestag
aus Koblenz
Berlin/Koblenz/Region. Es kommt nicht häufig vor, dass auch erfahrene Abgeordnete staunend innehalten auf ihrem Weg zum Sitzungssaal, in ihrem geschäftigen Tagwerk.
Josef Oster aber hat dafür gesorgt, dass sogar Bundeskanzler Friedrich Merz höchstselbst wohl glaubte, er sei geradewegs in eine Erzählung aus Grimms Märchen oder einen Disneyfilm geraten.
Im Bundeskanzleramt fand er sich inmitten von knapp 50 herausgeputzten Prinzessinnen, Königinnen und Majestäten. Mit Krone, Zepter, Weinkelch und goldenem Kamm. Was dahinter steckt?
Als Abgeordneter aus einem der geselligsten Wahlkreise Deutschlands hat Josef Oster (CDU) es zu einer schönen Tradition werden lassen, alle zwei Jahre sämtliche Wein- und Festmajestäten aus seiner Heimat zu einer besonderen politischen Bildungsreise einzuladen. Und so tummelte sich vor wenigen Tagen der Adel aus Koblenz und der ganzen Region in den schillerndsten Farben im Berliner Regierungsviertel.
„So viel Glanz und Glitzer sieht man hier nicht alle Tage“, sagt Oster. „Aber die Majestäten hatten nicht nur ihre festlichen Roben und Accessoires im Gepäck, sondern auch einige wichtige Themen, die sie an die Politik adressierten.“ Dafür hatte Josef Oster eigens Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und den weinbaupolitischen Sprecher der CDU Artur Auernhammer eingeladen. Gemeinsam erörterten Politiker, Festprominenz und die mitgereisten Behördenvertreter (darunter der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau Uwe Bruchhäuser sowie die jeweils ersten Beigeordneten der Landkreise Mayen-Koblenz und Rhein-Lahn Pascal Badziong und Marcel Willig) die Herausforderungen des Weinbaus und des Weinmarktes: Sinkende Absatzzahlen, geringes nationales Bewusstsein (nur 40 Prozent des in Deutschland verzehrten Weins ist deutscher Wein), die immer noch unerlässlichen Hubschrauberbespritzungen in Steillagen, den neuen Trend zu alkoholfreien Produkten und allzu starre Regelungen zur Nachtruhe bei Weinfesten. Die Majestäten kritisierten die hohe Bürokratiebelastung und auch den gesundheitspolitischen Kurs „Jeder Tropfen ist zu viel“, der mitverantwortlich für die Krise im Weinbau sei.
Bundesminister Rainer und der weinbaupolitische Sprecher Auernhammer nahmen viel mit aus der Gesprächsrunde und lobten die Majestäten ausdrücklich für ihren Einsatz als Botschafterinnen und Botschafter ihrer Heimat in touristischem wie fachlichem Sinn.
Nach dem Austausch warben die Gäste bei einem geselligen Weinempfang für die Produkte aus ihren Anbaugebieten und schenkten Riesling, Spätburgunder, Secco oder auch Kirschsaft ein. „Ich freue mich, dass so viele Repräsentantinnen und Vertreter aus der Heimat meiner Einladung gefolgt sind“, so Oster. „Das war wirklich eine sehr besondere Reisegruppe.“ Ein großes Dankeschön von den Besucherinnen und Besuchern sowie den Bundestagskolleginnen und -kollegen ging an Oster selbst, der mit dieser außergewöhnlichen Veranstaltung in Berlin hohe Maßstäbe gesetzt hat.
Pressemitteilung Büro Josef Oster
Kanzler Merz plauderte mit den Majestäten aus Koblenz und der Region. Foto: Büro Josef Oster
Im Paul-Löbe-Haus füllten die Majestäten nach dem Fachgespräch die Gläser mit Weinen und Säften aus der Heimat. Foto: Büro Josef Oster
Auch der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner (vorne rechts) stieß mit dem Weinadel und Josef Oster auf die Heimat an. Foto: Büro Josef Oster