Allgemeine Berichte | 31.01.2013

„Mobile Module zur Umweltbildung in Grundschulen“ sind ein Erfolgsmodell

Teilnehmer ziehen durchweg positive Bilanz

„Mobile Module zur Umweltbildung in Grundschulen“ sind ein Erfolgsmodell

KREIS MYK. „Die Module zur praktischen Umweltbildung für die Kinder waren ein voller Erfolg“, sind sich die Lehrer der teilnehmenden Grundschulen Moselweiß, St. Martin Mertloch, St. Peter Andernach und Bendorf-Stromberg einig. Dank der Förderung der Stiftung Zukunft der Sparkasse Koblenz konnten rund 300 Schüler an einem Modellprojekt teilnehmen.

Die Projektträger Lokale Agenda 21 der Stadt Koblenz und die Integrierte Umweltberatung im Landkreis Mayen-Koblenz haben den Schulen im Rahmen des Modellprojekts qualitativ hochwertige und dazu noch richtig viel Spaß machende Umweltbildungsangebote angeboten und das kostenfrei. Durchgeführt wurden diese Module, die zum Teil speziell zu diesem Zweck erarbeitet wurden, durch Akteure des Netzwerks Umweltbildung Rhein-Mosel.

Das Resümee aller Projektteilnehmer fällt überaus positiv aus. Ziel des Projektes war es, mit praktischen Umweltbildungsangeboten direkt in die Grundschulen zu gehen und vor Ort im Schulalltag, auf dem Schulhof und in der Umgebung Natur und Umweltthemen erlebbar zu machen.

Ausgewählt worden waren Outdoor-Aktivitäten wie der Raupenzoo, ein Schulausflugscoach, die Woll- und Filzwerkstatt, eine Schulhof-Expedition, Baukurse für Nist- und Bruthilfen sowie Indoor-Workshops zum Thema Papier und dem sehr aktuellen Umweltthema Energie. Die Module dauern jeweils drei bis vier Stunden und werden den jeweiligen Klassenstufen zum Teil noch bis zur 6. Klasse angepasst.

Im Spätherbst halten bereits viele Insekten Winterruhe und so brachte der Raupenzoo-Leiter und Schulausflugscoach Fabian Fritzer die Erst- und Zweitklässler der Grundschule Bendorf-Stromberg mit mitgebrachten „Krabbeltieren“ zum Staunen. Mit allen fünf Sinnen wurde der Wald errochen, geschmeckt, begriffen, abgehört und angeschaut und Spiele rund um den Geruchsinn von Ameisen hielten die Kinder ordentlich auf Trapp. Im Sommer stehen wieder die Schmetterlinge und Insekten im Mittelpunkt des Schulausflugs.

Rund um den wertvollen Rohstoff „Wolle“ und das Jahrtausende alte Handwerk des Filzens geht es in der Woll- und Filzwerkstatt, die es als mobiles Angebot gibt oder als Ausflug auf die F.A.R.M. von Barbara Lübke-Becker, Sozialpädagogin aus Gering. Die Kinder der Grundschule Mertloch nahmen das Angebot gerne als Ausflug wahr. So konnten die Kinder Schafe fühlen und hören, Wolle waschen, kardieren und eigne kleine Filzobjekte filzen. Die Begegnung mit den Tieren ist noch einmal eine ganz besondere Erfahrung für die Kinder, die so nicht in die Schulen zu transportieren ist. Auch in den Grundschulen Moselweiß und St. Peter in Andernach kamen die uralten Arbeitsgänge zum Filzen super bei den Kindern an.

Die Schulhof-Expedition wurde von der Umweltplanerin Susanne Hildebrandt geleitet. Zur Einstimmung auf das tierische und pflanzliche Leben auf dem Schulhof gab es für die Erst- und Zweitklässler der Grundschule Bendorf-Stromberg Figurentheater mit der frechen Ameise Edith, der schüchternen Weinbergschnecke Cosima und dem schon wintermüden Igel April. Dann wurden der Schulhof und der Schulgarten nach Bäumen und Sträuchern mit ganz unterschiedlichen Blättern erkundet und Schneckensalat für Cosima gesammelt. Die Ameise Edith freute sich ganz besonders über die vielen kunstvollen Bilder aus Naturmaterialien.

Die Nistkasten-Bauaktionen des Waldpädagogen Dierk Thönnes aus Kaifenheim waren nicht nur bei den Jungen beliebt, auch die Mädchen bewiesen ihr handwerkliches Geschick. Als Nistkastenformen für Vögel konnte zwischen Kästen für Höhlenbrüter oder Nischenbrüter ausgewählt werden. Tatkräftig gingen auch die Lehrer und Hausmeister der Grundschulen Mertloch, St. Peter Andernach und Bendorf-Stromberg mit ans Werk. Stolz nahmen alle teilnehmenden Kinder ihren eigenen Nistkasten mit nach Hause.

Was ist Energie? Wo und in welcher Form begegnet sie uns im Alltag? Wo kommt die Energie her? Wie viel Energie „verbrauchen“ wir? Diese und viele andere Fragen stellen die Biologinnen Renate Adams und Inge Kopsieker in ihrem Energie-Workshop für Kinder ab der Klasse 3. Der Energie-Workshop beginnt mit einem Stuhlkreis, einer Geschichte zum Stromausfall und Grundlagenwissen. Dann gibt es neun Stationen mit Anleitung, Arbeitsblättern und jede Menge Experimentiermaterialien. Zum Abschluss wird eine gemeinsame Liste mit „Energiespar-Tipps“ erstellt und es gibt eine richtig schicke Teilnahmebestätigungen mit „Selbstverpflichtung“. Der Energie-Workshop zeigt schon erste Erfolge. In den teilnehmenden Grundschulen Moselweiß, Mertloch und Bendorf-Stromberg achten die Schüler jetzt sehr genau auf Energieverschwendung.

Das alte Thema Papier ist immer noch hoch aktuell, der Papierverbrauch steigt weltweit. Im Workshop „Papperlapapp: Pappe und Papier - wie viel davon brauchen wir?“ von Renate Adams gibt es viel über den Rohstoff Papier zu lernen und den eigenen alltäglichen Papierverbrauch zu überdenken. Wie beim Energie-Workshop gibt es Stationen mit viel Experimentiermaterial und Arbeitsblättern. Das besondere Highlight ist natürlich das Papierschöpfen, das allen Kindern sehr großen Spaß bereitet.

„Wir werden uns weiterhin für die Module zur praktischen Umweltbildung in Grundschulen einsetzen und Fördermöglichkeiten suchen“, dies versprechen Rüdiger Kape von der Integrierten Umweltberatung im Landkreis Mayen-Koblenz und Bernd Bodewing von der Lokalen Agenda 21 Koblenz. Ein Konzept für eine Projektfortführung wurde bereits erstellt

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