Allgemeine Berichte | 23.08.2015

Nauroth: Menschen wertschätzen und in den Arbeitsmarkt integrieren

Neues Projekt zur Inklusion im Landkreis Mayen-Koblenz

(v.l.n.r.): Ursula Karbaum und Kathrin Baumann (Projektmitarbeiterinnen), Stefan Minning (Berufliche Integrationsdienste), Matthias Warmuth (Bamherzigen Brüder-Gruppe), Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth, Gregor Nöthen (St. Josefs-Werkstätten Plaidt) und Jobcenter-Geschäftsführer der Rolf Koch freuen sich über den Start des neuen Projekts zur Inklusion.

KREIS MYK. Das Projekt Inklusion, Analyse und Intervention im Landkreis Mayen-Koblenz möchte behinderte Menschen durch eine langfristige, individuelle und intensive Unterstützung an den allgemeinen Arbeitsmarkt heranführen. Der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth erklärt: „Unabhängig von persönlichen Fähigkeiten oder Schwächen müssen alle Menschen die gleiche Wertschätzung erfahren. Es handelt sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die sich auf alle Lebensbereiche erstreckt. Die Arbeitswelt nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Hier setzen wir an.“

Das Jobcenter Mayen-Koblenz hat im Rahmen eines Bundesprogramms den Zuschlag erhalten und daraus das Projekt „Inklusion, Analyse und Intervention“ initiiert und entwickelt. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre und es stehen 790.000 Euro zur Arbeit mit den betroffenen Menschen zur Verfügung. Projektpartner sind die Integrationsfachdienste der Bamherzigen Brüder mit Sitz in Saffig.

„Jobcenter und Sozialämter im Kreis arbeiten Hand in Hand und ergänzen sich. Mit unserem neuen Projekt betreten wir gewissermaßen Neuland, denn wir vollziehen einen Zusammenschluss der bisher strikt getrennten Rechtssysteme der Sozialgesetzbücher zwei und drei. Die Durchlässigkeit an der Schnittstelle der beiden Sozialgesetzbücher wird durch gemeinsame Ansprechpartner im Sinne der Bedürfnisse der Betroffenen harmonisiert“, freut sich Nauroth. Davon profitieren können schwerbehinderte Menschen und Schwerbehinderten Gleichgestellte. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie im Jobcenter oder im Sozialamt betreut werden. Voraussetzung ist lediglich, dass der Wunsch nach einer Beschäftigung, möglichst sozialversicherungspflichtig, vorhanden ist. „Als Integrationsfachdienst verfügen wir über eine lange Erfahrung in der Vermittlung und Begleitung von Menschen mit Schwerbehinderung auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt. Hier arbeiten unsere Mitarbeiter bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit dem Jobcenter des Landkreises Mayen Koblenz zusammen. Nun ein gemeinsames Projekt im Rahmen der durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales freigegebenen Förderungen aufzulegen, freut uns natürlich sehr“, so Matthias Warmuth, Kaufmännischer Direktor der Barmherzigen Brüder Saffig.

Die Hauptprobleme der behinderten und gleichgestellten Menschen bestehen bislang oft in der lang andauernden Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt und den damit einhergehenden sozialen, psychosozialen Problemlagen. Fiel man aufgrund seiner zu einem bestimmten Zeitpunkt festgestellten Beeinträchtigung unter ein bestimmtes Rechtssystem, so war es bisher nicht einfach, aus diesem heraus in das andere zu wechseln, um an der aktiven Arbeitsplatzvermittlung teilzuhaben. Werden jedoch die individuellen Fähigkeiten und Potenziale der Betroffenen frühzeitig und systematisch gefördert, so steigert dies die Chance in den Arbeitsmarkt einzusteigen, erheblich. Gerade für regionale Mittelständler eröffnet sich so eine Zielgruppe an potenziellen Mitarbeitern, die sie bislang noch nicht im Fokus hatten.

Die ganzheitliche Betreuung und Hilfe aus einer Hand ist ab sofort ein zentraler Baustein der Integrationsbemühungen in Mayen-Koblenz. Mehrere Akteure sind beteiligt: Neben den Beratungs-Fachkräften in den Sozialämtern und dem Jobcenter begleiten die ambulanten Betreuungslotsen des Integrationsfachdienstes der Barmherzigen Brüder die Menschen in die Arbeitswelt und stehen als Ansprechpartner für Fragen der Arbeitgeber bereit. Sozialmediziner, Psychologen und externe Fachkräfte erstellen bei Bedarf einen individuellen Hilfeplan und legen die Fallsteuerung fest. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können finanziell unterstützt werden. Bei Veranstaltungen, über eine Informationsplattform und mithilfe von Publikationen werden Arbeitgeber geschult und rechtliche Fragestellungen beantwortet. Das Projekt ist Modular aufgebaut. Alle Maßnahmen haben die dauerhafte Integration der behinderten und gleichgestellten Menschen zum Ziel.

Den Zugang zum Projekt findet man über das Jobcenter oder die zuständigen Sozialämter im Landkreis Mayen-Koblenz. Rolf Koch, Geschäftsführer des Jobcenters ist überzeugt: „Das Projekt bietet eine hervorragende Möglichkeit durch intensive Beratung und Betreuung sowohl bei den betroffenen Menschen als auch bei den Arbeitgebern vorhandene Hemmschwellen abzubauen und aktiv den Inklusionsgedanken voranzutreiben.“

Weitere Informationen:

Mehr Infos zum Projekt „Inklusion, Analyse und Intervention im Landkreis Mayen-Koblenz“ unter Telefonnummer 02632-491053 oder per Email unter k.baumann@bb-saffig.de.

Nauroth: Menschen wertschätzen und in den Arbeitsmarkt integrieren

(v.l.n.r.): Ursula Karbaum und Kathrin Baumann (Projektmitarbeiterinnen), Stefan Minning (Berufliche Integrationsdienste), Matthias Warmuth (Bamherzigen Brüder-Gruppe), Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth, Gregor Nöthen (St. Josefs-Werkstätten Plaidt) und Jobcenter-Geschäftsführer der Rolf Koch freuen sich über den Start des neuen Projekts zur Inklusion.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Anlagenmechaniker
Kreishandwerkerschaft
Angebotsanzeige (April)
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Rathaus in Kruft
332

In Kruft scheint derzeit ein Refrain der SPD Fraktion die Oberhand gewonnen zu haben: Das „Herumhacken“ auf das Thema Aufwandsentschädigung der Verwaltung. (Zur Information: Wie aus der Stellungnahme der Verwaltung und der CDU Bürgerblock-Fraktion zu ersehen ist, wird das Anliegen schon bei der Kommunalaufsicht geprüft. Es ist nicht notwendig, diese Angelegenheit täglich zu erwähnen.)

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2253

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Essen auf Rädern
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Ostergruß
Osterangebot
Tag der offenen Tür
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Anzeige KW 14
Titelanzeige
Osteraktion