Pflug, Pneumatik, Platine…
HwK Koblenz: Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik sind Allrounder
Koblenz. Wenn ein Mähdrescher, Traktor oder ein anderes Gerät für Forst- und Landschaftspflege seinen „Geist“ aufgibt, muss der Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik manchmal auch auf dem Feld oder im Wald zupacken. Da gilt es, mit Köpfchen und Laptop Fehler aufzuspüren, zu analysieren und zu reparieren. „Die Mechaniker sind Allrounder, denn sie setzen so ziemlich alles instand. Von der Hoftechnik bis zum Gartengerät und Maschinen für die Landschaftspflege“, so Landmaschinenmechanikermeister Rudolf Hofmann, Prokurist der Firma Jungbluth Baumaschinen in Kruft. Extra zu Übungszwecken für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung der Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik hat der Handwerksbetrieb der Handwerkskammer (HwK) Koblenz einen Radlader für Schulungszwecke zur Verfügung gestellt. Das Besondere an dem Fahrzeug: Eine Hälfte - rechts in Fahrtrichtung - wurde komplett überarbeitet und befindet sich in „Bestzustand“, die linke Seite spiegelt den Zustand ohne handwerkliche Pflege und Wartung wider. Deutlich sichtbar sind so Möglichkeiten für Werterhalt und technisch optimalen Zustand, die der Handwerks-Profi sicherstellen kann. Außerdem sind Fehler eingebaut, die durch die Lehrlinge gefunden werden müssen.
23 Lehrlinge im dritten Lehrjahr nutzen diese Möglichkeit aktuell zur praxisnahen Vorbereitung auf die Gesellenprüfung, denn an dieser Maschine wird später geprüft. Die Lehrlinge führen Messungen durch oder diagnostizieren und beheben erkannte Fehler. „Der Reiz des Berufs liegt in der Vielseitigkeit. Das Wahnsinnsspektrum der unterschiedlichen Maschinen an Hydraulik, Pneumatik, Elektronik und Elektrik erfordert handwerkliches Geschick bei der Metallbearbeitung und den Umgang mit Hightech“, weiß Hofmann. In der Firma Jungbluth werden jährlich ein bis zwei Lehrlinge zum Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik ausgebildet. „Wir informieren vor allen in Schulen über die Ausbildung“, sagt der Handwerksmeister. Er lobt die gute Kooperation mit der HwK Koblenz und gemeinsame Aktionen zur Nachwuchswerbung. Auch HwK-Ausbildungsmeister Jörg Skiba lobt die gute Zusammenarbeit mit Betrieben aus Handwerk und Industrie, „die ein hohes Ausbildungsniveau sicher stellt. So können wir auf weitere Fahrzeuge und Ausrüstungskomponenten zurückgreifen und ganz unterschiedliche Untersuchungsmethoden und technische Möglichkeiten in Lehrinhalte einfließen lassen.“ 87 junge Leute im nördlichen Rheinland-Pfalz lernen derzeit den Beruf und sind in der Lehrlingsrolle der HwK Koblenz registriert.
Informationen zur Ausbildung bei der HwK-Ausbildungsberatung, Tel. (02 61) 3 98-3 33, Fax -9 90, aubira@hwk-koblenz.de, www.hwk-koblenz.de.
