CDU Gemeindeverband Pellenz
Privatinitiative macht Scharbel zum Biotop
Plaidt. Die CDU Pellenz konnte sich dieser Tage im Nettetal ein Bild über eine überaus wertvolle Verbesserung der ökologischen Situation machen. Gemeindeverbandsvorsitzender Georg Moesta hatte gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Bell und Ortsbürgermeisterkandidat Stefan Bernstädt zu einem Ortstermin an die „Scharbel“ eingeladen. Bei der Scharbel handelt es sich um den Weiher zwischen der Bippemüll und der Nette. Dieser war in den 50er Jahren zusehends verlandet und zudem mit Hausmüll zugeschüttet worden. Ende der 80er Jahre wurde durch Ausbaggern versucht, hier wieder einen Weiher anzulegen. Dies ist jedoch nicht gelungen. Deshalb kam Anlieger und Fischliebhaber Peter Engels Ende 2011 auf die Ortsgemeinde zu und bot an, bei der Scharbel in Privatinitiative einen neuen Versuch mit der Scharbel zu machen. Dass diese gelungen ist, konnten die Kandidaten vor Ort eindrucksvoll erleben. Nach Angaben von Peter Engels, Inhaber des gleichnamigen Plaidter Natursteinbetriebs, hat er allein über 200 Pappeln gefällt und mit verschiedenen Maßnahmen (Steinhaufen usw.) Rückzugsgebiete für Kleinreptilien und auch andere Tiere geschaffen. In Gesprächen mit der Wasserbehörde bei der SGD Nord ist es ihm außerdem gelungen, über den alten Mühlgraben der Bippemüll eine regelmäßige Wasserzufuhr zu ermöglichen. Dadurch wird verhindert, dass - wie in der Vergangenheit - die Scharbel in den Sommermonaten „umkippt“. Inzwischen finden sich in ihr wieder viele heimische Fischarten und auch sonstige Tiere, die z.B. mit ihrem Nachwuchs beobachtet werden konnten. Stefan Bernstädt zeigte sich beeindruckt und lobte Peter Engels für seinen großen persönlichen wie auch finanziellen Einsatz. Klaus Bell ergänzte: „Ich würde mir mehr solche Privatinitiative wünschen.“ Für Georg Moesta ist die Renaturierung der Scharbel ein „gelungenes Beispiel, was gelingt, wenn eine Aufgabe mit Herzblut angegangen wird. Die Ortsgemeinde Plaidt hat 2012 eine Kloake verkauft. Umwelt und Bürgerschaft haben ein ökologisches Juwel erhalten. Peter Engels sei Dank!“ An der Scharbel führt ein Wanderweg vorbei: entweder an der Bippemüll Richtung Nette abbiegen oder von den Netteweg vom Rauscherpark zur Burg Wernerseck in Höhe Sauerwasser der Beschilderung „Scharbel Bippemüll“ folgen.
Pressemitteilung
CDU Gemeindeverband Pellenz
