Allgemeine Berichte | 08.08.2015, 10:03 Uhr

In den Ferien müssen Tierheime viele ausgesetzte Tiere aufnehmen

Tiere sind keine „Wegwerfware“

Gerade in den Ferien werden viele Tiere ausgesetzt. privat
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Andernach. Gerade im Sommer ereilt viele Heimtiere ein trauriges Schicksal. Mit Ferienbeginn werden viele Tiere, allen voran Hunde und Katzen, ausgesetzt oder im Tierheim abgegeben.

Nachdem viele Deutsche bereits in den vergangenen Wochen in die Ferien gestartet sind, haben nun auch in Rheinland-Pfalz die Ferien begonnen. In den meisten Tierschutzfällen haben die Halter schlichtweg vergessen, ihr Tier in die Urlaubsplanung mit einzubeziehen. Auch das Tierheim Andernach ist betroffen und ruft daher alle Tierhalter auf, Verantwortung zu zeigen, sich rechtzeitig um eine Tierbetreuung zu kümmern oder die notwendigen Vorkehrungen für die Mitreise des Tieres zu treffen. Wer sich ein Tier zulegt, trägt Verantwortung, auch während der Urlaubszeit. Tiere sind keine Wegwerfware, die man „entsorgen“ kann, sobald sie der Urlaubsplanung im Weg stehen. Das Tierheim Andernach rät stattdessen dazu, sich rechtzeitig um die Unterbringung seiner vierbeinigen Lieblinge zu kümmern. Für alle Tierheime sind die Sommermonate immer eine traurige Hochsaison, in der rund 70.000 neue Tiere aufgenommen und versorgt werden müssen. Jedes Jahr geraten dabei die Tierheime an ihre Kapazitätsgrenzen.

Während viele Tiere direkt im Tierheim Andernach abgegeben werden, habe andere noch weniger Glück. Sie werden an der Straße ausgesetzt und sind auf fremde Hilfe angewiesen. Dabei ist das Aussetzen von Tieren kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 25.000 Euro bestraft wird. Eine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht ist dringend erforderlich, fordert das Tierheim Andernach, damit die Halter von ausgesetzten Tieren ermittelt werden können und gleichzeitig Tiere, die ihren Besitzern während des Urlaubs entlaufen, schnell identifiziert und an den Halter zurück gebracht werden können.

Gerade in den Ferien werden viele Tiere ausgesetzt. Foto: privat

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